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Mo

10

Sep

2018

Kastanienhof zum Weltkindertag 2018 im STADTWALD

Der Weltkindertag stand in diesem Jahr unter dem Motto: "Kinder brauchen Freiräume!"

Auch in diesem Jahr engagierte sich der Kastanienhof, neben weit über 50 Organisationen, mit dem sehr beliebten Karussell, Ballons, Bastelarbeiten unter Anleitung durch den Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof auf dem Weltkindertag 2018 im Stadtwald.

Natürlich stand das Vergnügen und der Spass im Vordergrund, allerdings wurden im Laufe des Tages auch viele informative Gespräche über das  Thema der Pflegefamilien in den Bereichen, Pflege auf Zeit und Pflege auf Dauer, geführt.

 

So konnte interessierten Besuchern viele wichtige Informationen durch den Fachdienst des Kastanienhofes nahe gebracht werden.

Sa

08

Sep

2018

Kastanienhof JeKaMi 2018 - Nachbericht

JeKaMi… „Jeder Kann Mitmachen!“hieß es wieder am Samstag den 08.09.2018 ab 14.30 Uhr, an dem eine über die Stadtgrenzen Krefelds bekannt und liebgewonnene Tradition des Kinderheim Kastanienhofs fortgesetzt wurde. - Das Familienfest JeKaMi

Wir möchten uns einfach bedanken!

Von Jahr zu Jahr geben sich unsere Mitarbeiter bei der Vorbereitung alle Mühe... dieses Jahr half auch noch das Wetter, dass strahlende Gesichter schon ab 14.30 Uhr überall auf dem Familienfest JeKaMi zu sehen waren. Das ist das schönste Lob und Motivation für alle Beteiligten.

 

Im letzten Jahr konzentrierten sich die Besucher in den Regenpausen an den Spielständen, in diesem Jahr waren alle Stände bei freundlichem Wetter ab 14.30 Uhr durchgehend gut besucht.

In einer schönen familiären Atmosphäre trafen sich Förderer, Freunde, ehemalige Bewohner und andere Gäste mit Ihren Familien, um mit Ihren Kindern einen entspannten, abenteuerlichen und schönen Nachmittag zu geniessen.

 

Alle Attraktionen vom Kastenklettern, Reiten über das Kinderkarussell bis zum Schminken, sowie die grossen und kleinen Preise, zauberten leuchtende Augen und ein Strahlen in die Gesichter der Besucher.

Auch die Polizei, welche mit dem Polizeiwagen zu Besuch des Kinderfestes vor Ort war, trug zur Begeisterung vieler kleiner Menschen bei.

Grosse Begeisterung kam bei jung und alt auf, als der Gaukler seine kurzen Showeinlagen gab… .

 

Ein toller Nachmittag , wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

So

02

Sep

2018

Presse - Extra-Tipp - "JeKaMi" im Kastanienhof

"JeKaMi" lockt am kommenden Samstag wieder ins Kinderheim Kastanienhof.
"JeKaMi" lockt am kommenden Samstag wieder ins Kinderheim Kastanienhof.
Vor allem für die kleinen Besucher wartet beim Fest des Kastanienhofs jede Menge Abwechslung.
Vor allem für die kleinen Besucher wartet beim Fest des Kastanienhofs jede Menge Abwechslung.

Fr

24

Aug

2018

Presse Facebook- CafeIN der IN-Treff in Krefeld - Spende an den Kastanienhof

Anlässlich der Fußball-WM haben wir eine Spendenaktion gestartet. Für jedes gefallene WM-Tor haben wir 5 Euro gesammelt, um das Geld später an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Dank der treffsicheren Torjäger haben wir 850€ zusammenbekommen. 🎉

Da uns die Zukunft der Stadt Krefeld und ihrer Kinder am Herzen liegt, haben wir uns dazu entschieden, den Betrag an den Kastanienhof Krefeld zu spenden. Gestern war es dann soweit! Davide Rizzo, Initiator des Projekts und Teilhaber des Café IN, überreichte den Spendenscheck an den Einrichtungsleiter des Kastanienhofs, Jens Lüdert (links im Bild). Die Freude war von beiden Seiten riesig. 

Mit den Spendengeldern kann der Kastanienhof den Kindern und Jugendlichen besondere Wünsche wie Urlaube und individuelle Hobbies erfüllen. Wir danken dem Kastanienhof für seine grandiose Arbeit und freuen uns, diese mit unserer Spende unterstützen zu können. ❤️

Sa

04

Aug

2018

Kastanienhof informiert: JeKaMi 2018 - die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Nach dem JeKaMi ist vor dem JeKaMi!

am 08.09.2018 laden wir auch in diesem Jahr wieder zum JeKaMi Familienfest von 14.30 bis 18.00 Uhr ein !

Mi

18

Jul

2018

Presse: WZ 18.07.2018 - Pflegeeltern in Krefeld händeringend gesucht

Von Christiane Kathrin Dase

Ein Kind lieben, aber auch loslassen können – das ist Voraussetzung für die Pflege auf Zeit. Eine Mutter erzählt von ihren Erfahrungen.

Die kleine Leonie * liegt schlafend in Rebecca Langes * Armen und sieht dabei ziemlich zufrieden aus (* Namen von der Redaktion geändert). Wie schwierig Leonies Start ins Leben war, sieht man dem erst wenige Wochen alten Baby nicht an. Als Leonie im Krankenhaus zur Welt kam, machte ihre Mutter auf die Schwestern einen desorientierten und verwirrten Eindruck. Eine Blutuntersuchung ergab, dass die Frau kurz zuvor Drogen konsumiert haben musste. Das Krankenhauspersonal informierte das Jugendamt, bei einem Hausbesuch stellten die Mitarbeiter fest, dass die Mutter gar nicht auf die Geburt ihrer Tochter vorbereitet war – in der Wohnung gab es keinen Wickeltisch, kein Babybettchen, nichts was auf den Einzug eines Neugeborenen hindeutete. Das Jugendamt nahm die kleine Leonie in Obhut, derzeit lebt sie bei Rebecca Lange und ihrer Familie – so lange, bis das Mädchen zu ihrer leiblichen Mutter zurück kann oder von einer Pflegefamilie aufgenommen wird. 

 

„Dass wir den Bedarf decken, ist illusorisch. Aber aktuell haben wir keinen einzigen Platz frei.“

 

Sarah Haurand, Bereichsleiterin Pflegekinder beim Kinderheim Kastanienhof über die Notsituation vieler Kinder

Die Langes sind Pflegeeltern auf Zeit. Leonies Geschichte basiert auf den vielen Einzelschicksalen der Mädchen und Jungen, denen das junge Paar aus Krefeld in den vergangenen drei Jahren ein Zuhause gegeben hat. Zehn Kinder, das jüngste von ihnen gerade einmal einen Tag, das älteste fast vier Jahre alt, haben die 28-jährige Mutter von zwei leiblichen Kindern und ihr Mann in der Bereitschaftspflege betreut. Weil die leiblichen Eltern an psychischen Erkrankungen leiden, alkohol- oder drogenabhängig sind, keinen familiären Rückhalt haben, selbst Opfer von Vernachlässigung und Missbrauch wurden oder in verwahrlosten Zuständen leben, die es – zumindest für den Moment – unmöglich machen, dort ein Kind aufwachsen zu lassen. „Man sieht, wie die Kinder aufblühen, größer werden und in der kurzen Zeit so viele Dinge lernen. Das ist einfach schön“, erzählt Rebecca Lange.

 

„Man sieht, wie die Kinder aufblühen, größer werden und in der kurzen Zeit so viele Dinge lernen. Das ist einfach schön.“

 

Rebecca Lange, Pflegemutter

Etwa 35 Kinder sind derzeit in rund 30 beim Kinderheim Kastanienhof registrierten Pflegefamilien auf Zeit untergebracht. Den Bedarf allerdings deckt das lange nicht. „Im vergangenen Jahr haben wir 80 Anfragen zur Unterbringung von Kindern in Bereitschaftspflegefamilien abweisen müssen“, verdeutlicht Sarah Haurand, Bereichsleiterin Pflegekinder beim Kastanienhof, die Notsituation – und die händeringende Suche. „Hier brennt es wirklich. Dass wir den Bedarf decken, ist illusorisch. Aber wir haben aktuell keinen einzigen Platz frei.“ Dabei nehme nicht die Kindeswohlgefährdung zu, „aber es wird mehr gemeldet und weniger unter den Teppich gekehrt als früher“, vermutet Haurand.

 

Mehr als 80 Kinder und Jugendliche leben im Kastanienhof

Im Kinderheim an der Kaiserstraße selbst leben derzeit mehr als 80 Kinder und Jugendliche zwischen vier und 18 Jahren. In so genannten Regelgruppen werden bis zu neun Kinder dort rund um die Uhr in familiennahen Strukturen von Erziehern im Schichtdienst betreut, zudem gibt es zwei Außenwohngruppen.

 

Die Säuglingsgruppe für Babys und Kleinkinder gibt es seit zehn Jahren nicht mehr. Aus gutem Grund, wie Sarah Haurand erklärt: „Bindungsverhalten entwickelt sich im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren und ist ganz entscheidend dafür, wie ein Mensch in seinem späteren Leben Bindung zu anderen aufbauen kann.“

 

Dabei gehe es um essenzielle Bedürfnisse wie: „Kommt sofort jemand, zum Trösten, wenn ich schreie, wechselt die Windeln, füttert mich? Jedes Stück Kontinuität bleibt im Kind verankert.“ In Säuglingsgruppen mit wechselnden Erziehern sei das erfahrungsgemäß schwierig gewesen, sagt die Pädagogin. Anders als in der Bereitschaftspflege, bei der sich Pflegeeltern wie Rebecca Lange und ihr Mann um das Kind kümmern. „Für viele ist es eine Herzensangelegenheit“, sagt Sarah Haurand. Dabei entscheide sich die Motivation von Bereitschafts- und Vollzeitpflegeeltern grundsätzlich: „Das Ziel der Menschen, die sich für eine Pflege auf Zeit entscheiden, ist es, den Kindern in dieser kurzen Zeit etwas Gutes für ihr weiteres Leben mitzugeben. Man muss dazu bereit sein, die Kinder sofort zu lieben – aber auch wieder abgeben zu können.“

 

Zwischen drei und sechs Monaten im Schnitt bleiben die Kinder in den Bereitschaftspflegefamilien – dass es manchmal länger wird, weiß Rebecca Lange aus eigener Erfahrung. Mit drei Wochen kam der kleine Max in ihre Familie. Er blieb 16 Monate, bevor er mit seiner lieblichen Mutter in eine Mutter-Kind-Einrichtung zog. Die Trennung sei allen nach dieser Zeit nicht leicht gefallen, erinnert sich die 28-Jährige. Aber dann sagt sie sich: „Wir haben in dieser Zeit das bestmögliche für dieses Kind getan. Für meinen Mann und mich und auch für unsere Kinder steht fest: Wir wollen noch so vielen anderen helfen.“

 

Fr

20

Apr

2018

RP 13.04.2018 - Gut Gemacht, Spende für den Kastanienhof

4000 Euro überreichte jetzt die 1. Krefelder Marine.   Foto:km

Krefeld. Freude beim Kastanienhof und an den Krefelder Verein für Haus und Krankenpflege: Der Verein 1. Krefelder Marine überreichte ihnen jetzt 4000 Euro. Die 1. Krefelder Marine organisiert Veranstaltungen, bei denen die Gäste für einen guten Zweck spenden. Alle Überschüsse der Aktivitäten werden nicht für Uniformen o.ä. ausgegeben, sondern direkt an Kastanienhof und Essen auf Rädern für konkrete Projekt gespendet. Diesmal für ein neues Lieferfahrzeug für Essen auf Rädern und für die Erneuerung des Spielplatzes im Kastanienhof.
Quelle: RP

So

01

Apr

2018

ExtraTipp -Kastanienhof sucht Pflegefamilien - Pflegemutter Ulli erzählt.

Der Kastanienhof in Krefeld sucht Pflegefamilien, die vorrübergehend Kinder aufnehmen, die in ihren Familien nicht bleiben können. Pflegemutter Ulli erzählt. 

Krefeld (red.) Es ist erwiesen, dass Kinder am besten behütet in einer Familie aufwachsen. Darauf hat auch der Staat reagiert: Kinder unter drei Jahren, die akut nicht mehr bei Ihren Eltern leben können, werden nicht mehr wie früher in einem Heim, sondern bis zur Klärung Ihrer Perspektive in Pflegefamilien auf Zeit untergebracht. In der Region Krefeld begleitet der Kastanienhof diese Familien. Da der Bedarf permanent steigt, sucht der Kastanienhof dringend Pflegeeltern, die einem Kind einen liebevollen und fürsorglichen Start ins Leben ermöglichen. 

Viel Liebe und Fürsorge: Pflegemutter Ulla nimmt Kleinkinder auf und Betreut sie bei Ihrer eigenen Familie.   Foto: Thomas Gwosdz

Ulli ist eine dieser Pflegemütter. Wie kommt man dazu, ein Kleinkind bei sich aufzunehmen und es für Tage oder Wochen zu umsorgen wie ein eigenes? Pflegemutter Ulli macht aus ihrer Motivation kein Geheimnis: „Weil ich noch soviel Platz und Liebe in meinem Herzen habe und wir keine eigenen Kinder mehr bekommen wollten“.

Schon in ca. 40 Fällen hat Sie einem Kleinkind einen geborgenen Start ins Leben ermöglicht: „Ich bin immer darauf eingestellt und habe zuhause alles da. Es geht oft sehr schnell, weil es ja meist eine Notsituation ist. Ich bekomme einen Anruf, und wenn ich mich dafür entscheide, hole ich das Kind gleich ab“. Dann beginnt der ganz normale Kinderalltag: Spielplatz, Kinderarzt, Essen.

 

Pflegekinder haben bis zu zwei Mal in der Woche Kontakt im des Kastanienhofs mit ihren leiblichen Eltern. Ulli bringt ihre Schützlinge hin. Ihre Erfahrung aus vielen dieser Begegnungen: „Je positiver man den Eltern gegenübertritt, um so besser läuft es. Ich erzähle den Kindern schon zuhause, dass wir zur Mama kuscheln fahren“. 


Wenn die Zukunft des Kleinkindes geklärt ist, wird der Abschied sicher schwer?:  „Die Kinder bekommen die gleiche Zuneigung und Fürsorge wie meine Kinder. Auch wenn ich natürlich eine Bindung zu Ihnen aufbaue, für die Pflegekinder bin ich die Ulli und ich forciere nicht, dass sie Mama sagen. Trotzdem tut das Abschied nehmen immer auch weh, doch zu sehen, wie sie glücklich in eine sichere geklärte Zukunft entweder zurück zu den Eltern oder in eine andere Pflegefamilie gehen, macht mich glücklich und stolz, so dass jeder Abschied auch die Möglichkeit ist, einem weiteren Kind zu helfen.“

Der Kastanienhof ist übrigens rund um die Uhr für Ihre Pflegefamilien da. Informationen unter www.pflegekinder-kastanienhof.deoder Tele.: 02151 - 50 73 10

Mo

05

Feb

2018

Auch in Diesem Jahr durften wir im Kastanienhof das Krefelder Prinzenpaar mit Hofstaat begrüßen!

Das Krefelder Prinzenpaar Prinzessin Sabine II. und Prinz Rene I. besuchten Montag den 5. Februar den Kastanienhof zur stimmungsvollen ausgelassenen Karnevalsfeier.

Bei schon toller Stimmung zogen Sie mit Ihrem ganzen Hofstaat in den Festsaal ein. 

Die Kinder stimmten mit dem Prinzenpaar ein,  klatschten, sangen und tanzten bei der Polonaise um die Wette.

Wir bedanken uns beim Prinzenpaar und dem ganzen Hofstaat für diesen schönen Nachmittag.

Do

11

Jan

2018

Kastanienhof informiert: Erneute Zusage auf der Verleihung des Steckenpferdes des Krefelder Prinzenpaars Rene I. und Sabine II.  zur Karnevalsfeier am 05.02.201

Auch in diesem Jahr wird das Krefelder Prinzenpaar Prinzessin Rene I. und Sabine II. den Kastanienhof zur internen Karnevalsfeier besuchen.

 

Am Rande der Sitzung zur Verleihung des Steckenpferdes im Seidenweberhaus konnte Herr Lüdert die Zusage des Prinzenpaars einholen.

 

Am Montag den 05.02. freuen wir uns auf unser Prinzenpaar!

 

 

 

 

 

v.l.:  Einrichtungsleiter Jens Lüdert, Prinz Rene I. und Prinzessin Sabine II.


Di

02

Jan

2018

Presse RP: Ein Wunschbaum der Aktion "Wir für Krefeld"

Für Krefeld unterwegs(von links): Jens Lüdert, Kerstin Abraham, Carsten Liedtke, Raimund Haider        Foto: SWK/ Ebener
Für Krefeld unterwegs(von links): Jens Lüdert, Kerstin Abraham, Carsten Liedtke, Raimund Haider Foto: SWK/ Ebener

Krefeld. Die SWK hat in diesem Jahr gemeinsam mit ihren Mitarbeitern, Wünsche der Kinder aus dem Krefelder Kinderheim Kastanienhof wahr werden lassen. Denn im Foyer der Hauptverwaltung an der St. Töniser Straße stand im Rahmen der Kampagne "Wir für Krefeld" ein Wunschbaum.

 

Die Kinder und Jugendlichen des Kinderheims Kastanienhof haben für die Aktion ihre Weihnachtswünsche auf herzförmige Zettel geschrieben und gemalt. Mitarbeiter der SWK sowie Kunden konnten sich ein Herz abnehmen, den Wunsch eines Kindes erfüllen und das verpackte Geschenk bei der SWK abgeben.

Jetzt erfolgte die Übergabe der rund 200 Geschenke an Jens Lüdert, Leiter des Kinderheims Kastanienhof. "Nicht jeder verbringt die Weihnachtstage in friedvoller Ruhe daheim im Kreis der Familie. Im Krefelder Kinderheim Kastanienhof feiern Kinder und Jugendliche gemeinschaftlich und mit viel positiver Stimmung das Weihnachtsfest. Und doch: Das, was fehlt - häufig die Familie - kann nicht ersetzt werden. Das wollten wir auch gar nicht erst versuchen. Aber wir wollten das Leuchten in den Kinderaugen zumindest für einen kurzen Moment ein kleines bisschen funkelnder machen", sagt Carsten Liedtke, Sprecher des SWK-Vorstands.

Binnen kürzester Zeit waren die Herzen am SWK-Wunschbaum verschwunden und die liebevoll verpackten Geschenke sammelten sich bei der SWK. Vorstandsmitglied Kerstin Abraham zeigt sich überwältigt: "Ich bin einfach nur beeindruckt und begeistert von dem Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen und unserer Kunden. Ein großes Dankeschön an alle, die bei dieser Aktion mitgemacht haben!"

Dem schließt sich auch Heimleiter Jens Lüdert an: "Wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass die SWK gemeinsam mit uns die Idee eines Wunschbaums umgesetzt hat. Es ist schön, wenn sie merken, dass es dort draußen noch viele Menschen gibt, die in dieser Zeit an sie denken und ihnen mit einem kleinen Präsent etwas Freude schenken."

 

Quelle: RP

So

24

Dez

2017

Presse EXTRA-TIP 24.12.2017 - "Pflegeeltern gesucht" - helfen Sie Kindern in Not

Liebe und Fürsorge sind entscheidend

Sarah Haurand leitet im Kasta- nienhof den Bereich Pflegekinder. Im Interview spricht sie über die Wichtigkeit, Kindern in familiären Krisen ein behütetes Zuhause auf Zeit zu geben und die Frage, wie eine Familie eigentlich zur Pflegefamilie wird.

 

Frau Haurand, der Kastanienhof sucht jedes Jahr intensiv nach neuen Pflege- familien für Kinder aus schwierigen Verhältnissen. Warum ist diese Art der Betreuung – kurzfristig oder auf Dauer – so wichtig?

Haurand Jedes Kind, das aus den unterschiedlichsten Gründen vorübergehend oder dauerhaft nicht bei seinen Eltern leben kann, sollte dennoch das Recht haben in einer Familie aufzuwachsen, um dort die Liebe und Fürsorge zu bekommen, die nur eine Familie geben kann. 

 

Welche Voraussetzungen müssen Familien mitbringen?

Haurand Über allem steht die Bereitschaft zur Kooperation mit den Herkunftseltern, denn nur so gelingt es dem Kind, sich in beiden Familien ohne Ängste wohl zu fühlen. Selbstverständlich gehört viel Liebe, Geduld und auch Humor zu dieser anspruchsvollen Aufgabe. Daneben gibt es ein paar „harte Fakten“. In der Bereitschaftspflege sollten die eigenen Kinder über drei Jahre alt sein. Die Hauptbezugsperson sollte keiner außerhäuslichen Tätigkeit nachgehen und mobil sein. Ein eigenes Zimmer ist nicht notwendig. Da das Kind nur für einen begrenzten Zeitraum in der Familie lebt, spielt das Alter keine Rolle – unsere Pflegeeltern sind zwi- schen 30 und 70 Jahre alt.

 

Der Kastanienhof arbeitet mit aktuell 40 Bereitschaftspflegefamilien zusammen. Was passiert eigentlich, wenn keine Familie für die Aufnahme eines Kindes „frei“ ist?

Haurand Das Landesjugendamt gibt vor, dass alle Kinder unter drei Jahren in einer Krise in Familien unterge- bracht werden müssen.

In einem solchen Fall muss das zuständige Jugendamt weiter entfernte Familien suchen, was mit einer zu- sätzlichen, erheblichen Belastung für das Kind sowie die leiblichen Eltern verbunden ist. Im vergangenen Jahr konnten wir fast 80 Kindern keinen Platz bieten, so dass wir stetig auf der Suche sind, diesen Kindern das Glück einer Familie zu ermöglichen.

 

Was sollten Personen tun, die sich für die Aufnahme eines Kindes interessieren – wie wird dann vorgegangen?

Haurand Interessierte sollten sich nicht scheuen uns anzurufen oder per Mail zu kontaktieren. Wir informieren vorab und vereinbaren ein unverbindliches Erstgespräch in dem zunächst alle Fragen geklärt und besprochen werden.

Ein „fremdes Kind“ bei sich aufzunehmen ist ein Prozess, den wir gemeinsam mit den potenziellen Pflegepersonen gehen. Die Familien werden von uns intensiv auf die Aufnahme eines Kindes vorbereitet, ebenso erhalten Bereitschaftspflegefamilien die notwendige „Hardware“, wie Bett, Wickelkommode, Kinderwa- gen etc.

 

Sie leiten im Kastanienhof den Bereich Pflegekinder - wie sind Sie zur Einrichtung gekommen?

Haurand Nach dem Studium der Sozialen Arbeit habe ich beim Jugendamt angefangen. Eine sehr verantwor- tungsvolle und erfahrungsreiche Tätigkeit. 2015 entschied ich mich für einen Rollentausch – ich nahm keine Kinder mehr in Obhut, sondern im Kastanienhof in Empfang. Bisher die beste Entscheidung meines Lebens. 

 

Ein Job wie jeder andere ist das ja sicher nicht...

Haurand Viele Menschen sagen, sie könnten unseren Job nicht machen, umgeben von so vielen traurigen Geschichten und Leid. Ich sehe das ganz anders, das Schönste an unserem Job ist es, nicht zu wissen, welcher kleine Mensch morgen durch die Tür kommt. Diese kleine Person, mit ihren Bedürfnissen nach Liebe und Wärme wird von unseren Familien geliebt und gefördert wie ein eigenes Kind. Sie blüht auf und entwickelt sich, fängt an zu lachen, zu krabbeln... Wir dürfen eine Zeit lang daran teilhaben und geben dafür unser Bestes. Etwas Schöneres gibt es nicht. 

 Info

 

Dauerpflege Die Pflegekinder leben in der Pflegefamilie, bis sie erwachsen sind. Vermittelt werden Säuglinge, Kleinkinder und Kinder.

 

Bereitschaftspflege Unterbringung von Kindern in akuten Notsituationen für einen klar abgegrenzen Zeitraum. In der Regel für maximal sechs Monate. Nötig ist eine intensive Betreuung der Kinder.

 

Kontakt
Pflegekinder im Kastanienhof

Kaiserstr. 103a Tel. 02151–507310 info@pflegekinder-kastanienhof.de www.pflegekinder-kastanienhof.de

 

Der Fachdienst ist ab 27. Dezember wieder für Sie da! 

 


Ungewollt schwanger: Hilfe für Andrea und Paul

Mitten in der Ausbildung und in einer Zeit voller persönlicher Schwierigkeiten wurde Andrea*) mit 19 Jahren ungewollt schwanger mit Paul*). Der Kleine sollte von den Problemen nichts mitbekommen. Der Kastanienhof half.

 

Krefeld (red.) Schnell war klar: Von Pauls Vater hatte Andrea keine Hilfe zu erwarten. Mit ihren Eltern hatte sie Stress. Alles in allem fühlte sich die werdende Mutter mit der Schwangerschaft und der bald nötigen Versorgung des Neugeborenen überfordert.

Andrea wandte sich an das Krefelder Jugendamt mit der Bitte um Hilfe. Zusammen mit dem Amt entschied sich Andrea dazu, das Kind erst einmal in eine Bereitschaftspflegefamilie zu geben, um sich klar darüber zu werden, wie es mit ihrem Leben eigentlich weitergehen soll.

Paul kam zu den Bereitschaftspflegeeltern Ulli und Renate. Die beiden holten ihn gemeinsam im Krankenhaus ab, wo sie auch Andrea kennenlernten.

Jetzt konnte in Ruhe die Frage geklärt werden, wie es mit Mutter und Kind weitergehen sollte. Eine therapeutische Fachkraft des Kastanienhofs traf sich mit der Mutter.

 Zusammen überlegte man: Möchte Andrea Paul großziehen? Was braucht sie dafür, dass es ihr und dem Kind gut geht? Was gibt es für Probleme - und wie können diese gelöst werden?

In der Fachsprache heißt dieser vom Kastanienhof begleitete Vorgang Systemisches Rückführungsmanagement (SRFM). In einem mehrmonatigen Prozess arbeitete Andrea mit der Fachkraft des SRFM an diesen Punkten. Während dieser Zeit sah die Mutter ihren Sohn zweimal in der Woche zu Besuchskontakten im Kastanienhof. So hatten Mutter und Sohn regelmäßig Kontakt und konnten eine Beziehung aufbauen. Andrea konnte sich aber gleichzeitig auch um ihre Probleme kümmern.

Die Atempause tat Andrea gut und half, die Lage zu klären. Der kleine Paul wird bald zu seiner Mutter ziehen. Sie hat eine eigene Wohnung mit Kinderzimmer eingerichtet. Andrea macht ihre Ausbildung nur noch halb- tags sowie eine ambulante Therapie.

In der Rückschau ist die junge Mutter dankbar, dass sie die Chance und Zeit bekommen hat ihre Probleme mit Unterstützung des Kastanienhof-Teams zu ordnen und sich für ihr Kind zu entscheiden, während Paul gut und liebevoll versorgt wurde. 

*) Alle Namen sind geändert.

Wir bedanken uns bei unseren Partnern:

So

24

Dez

2017

Presse: Top Magazin - Großer Einsatz für die Kleinsten

Eltern auf Zeit:

 

Großer Einsatz für die Kleinsten

 Kastanienhof in Krefeld sucht Pflegeeltern für die Bereitschaftsbetreuung von Kindern von null bis drei Jahren

text Mark Saxer fotos Thomas Gwosdz

Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof
Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof

Seit mehr als 65 Jahren gibt es den Kastanienhof in Krefeld und vielleicht war er nie so wertvoll wie heute: Das Kinderheim an der Kaiserstraße sucht, berät und begleitet Pflegefamilien, die den Jüngsten unserer Gesellschaft, Babys und Kleinkindern, das geben, was sie brauchen – Geborgenheit, Vertrautheit und menschliche Wärme, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit. Der Bedarf an solchen Pflegefamilien für Kinder von null bis drei Jahren ist nicht nur ungebrochen, er wächst sogar ...

 

„Wir brauchen diese Familien!" 

 

Aber darüber jammern oder gar aufgeben ist nicht. Im Gegenteil: Der Kastanienhof in Krefeld ruft regelmäßig dazu auf, dass sich dort motivierte Pflegeeltern melden, die Kinder zwischen null und drei Jahren für eine gewisse Zeit bei sich in der Familie aufnehmen. Zwar arbeitet der Kastanienhof aktuell mit rund 40 Familien in diesem Bereich zusammen. Aber: „In 2016 mussten wir 60 Kindern eine Absage erteilen, in 2017 waren es rund 70 Absagen, weil einfach nicht genügend Pflegefamilien zur Verfügung stehen. Unsere Botschaft ist deswegen ganz einfach: Wir brauchen diese Familien! Meldet euch, bitte!" ruft Jens Lüdert, der Leiter des Kastanienhofs, auf.

 

Stabiler Rahmen muss gegeben sein

 

Bei der „familiären Bereitschaftsbetreuung“ geht es darum, Säuglingen und Kleinkindern zwischen null und drei Jahren einen Schutz- und Ruheraum im familiären Kontext zu ermöglichen, den die leiblichen Eltern nicht bieten können. Mal stecken Suchtprobleme oder psychische Erkrankungen der Eltern dahinter, mal sind es Notlagen wie langjährige Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit oder gar Misshandlung. Sobald das Jugendamt darüber informiert wird, dass die Versorgung des Nachwuchses massiv vernachlässigt wird, muss zum Wohle des Kindes eingeschritten werden.

Was es dann ganz schnell braucht, sind Obhut und Eltern auf Zeit, die eine Bereitschaftspflege – je nach individuellem Fall – für etwa drei bis sechs Monate über- nehmen. Hier arbeiten der Kastanienhof, das Krefelder Jugendamt und weitere Stellen seit Jahren zusammen. Die Anforderungen an die Pflegeeltern formuliert Jens Lüdert so: „Ein Führungszeugnis, Gesundheitszeugnisse, nanzielle Stabilität und Mobilität sind Grundvoraussetzungen. Auch muss gewährleistet sein, dass mindestens ein Elternteil für den Zeitraum der Bereitschaftspflege nicht berufstätig, sondern rund um die Uhr zu Hause für das Kind da ist.“ Ein eigenes Zimmer für das Baby oder Kleinkind in Pflege muss nicht sein; wichtiger ist, dass es Geschwister auf Zeit hat. 

 

KASTANIENHOF

Kaiserstraße 103a · 47800 Krefeld

Tel. 02151-507310

info@kinderheim-kastanienhof.de

kinderheim-kastanienhof.de

 

PFLEGEKINDER IM KASTANIENHOF

Kaiserstraße 103a · 47799 Krefeld

Tel. 02151-50710

info@pflegekinder-kastanienhof.de

pflegekinder-kastanienhof.de 

 


Die ersten drei Jahre sind entscheidend

 

Auf der emotionalen Seite sind Verlässlichkeit, Vertrauen und Liebe gefragt. „In den ersten drei Lebensjahren werden die wichtigsten Weichen gestellt. Hier nden ganz grundsätzliche Prägungen statt, die zum Beispiel die Bindungsfähigkeit für das ganze Leben beein ussen. Den Kleinsten gehört die größtmögliche Aufmerksamkeit“, betont Jens Lüdert. Das bestätigt auch Professor Dr. Karla Misek-Schneider. Die erfahrene Psychologin, die den Bereich der Pflegekinder im Kastanienhof durch Schulungen und Beratung der Pflegeeltern begleitet, verdeutlichte jüngst im Gespräch mit 20 Pflegemüttern und -Vätern wie wichtig der Bereich der Bereitschaftspflege ist. Ihr Tenor: Bereits ein kurzer Zeitraum wirkt stark positiv nach und stärkt die Widerstandskraft der Kinder. Sie ermutigt Pflegeeltern, sich auf ihre innere, intuitive Elternstimme zu verlassen. Wer seinen Schützlingen mit Empathie begegnet, brauche keine Erzieher-Ausbildung und kein Psychologie-Studium, um die Aufgabe zum Besten der Kleinen zu meistern. „Es gibt eine ganze Reihe von ehemaligen Pflegekindern im Kastanienhof, die sich heute als Erwachsene mit großer Dankbarkeit an die Liebe und Fürsorge ihrer Pflegeeltern erinnern“, weiß Pflegekind-Bereichsleiterin Sarah Haurand.

 

Pflegeeltern werden stetig begleitet

 

Stichwort emotionale Bindung: (Potenzielle) Bereitschaftspflegeeltern müssen wissen, dass die Motivation, dem Säugling oder Kleinkind helfen zu wollen, Grenzen hat. Schließlich ist die Bereitschaftspflege auf drei bis sechs Monate ausgelegt. „Am Ende dieser Zeit muss man das Kind auch wieder abgeben können“, sagt Jens Lüdert und weiß, dass dieser Abschied manchen Pflegeeltern sehr schwer fällt. Aber: „Ganz wichtig ist: Die über vier Gespräche hinweg sorgsam ausgesuchten Eltern werden von uns ausgiebig geschult und während der gesamten Bereitschaftspflegedauer begleitet und betreut“, erklärt Sarah Haurand. Pflegeeltern können sich stets auf einen festen Ansprechpartner im Kastanienhof verlassen. Der ständige Austausch ist wichtig. „Wir treffen uns regelmäßig zum Frühstück und kümmern uns um die Ab- wicklung der bürokratischen Prozesse mit Familiengericht und Jugendamt. So können sich die Eltern auf Zeit ganz ihrem Pflegekind widmen.“ Die Eltern auf Zeit erhalten eine tägliche, steuerfreie Aufwandsentschädigung. Dazu wird eine Baby-Erstausstattung zur Verfügung gestellt: Kinderwagen, Kindersitz und die nötige Kleidung.

Vermittlung und Rückführung liegen im Kastanienhof in einer Hand


Da das Wohl des Kindes im Mittelpunkt steht, gehört zur Arbeit des Kastanienhofs unbedingt auch die Einbindung der leiblichen Eltern. Dieser Kontakt soll im Optimalfall regelmäßig sein, es sei denn, es ist den leiblichen Eltern aus gesundheitlichen oder anderen Gründen absolut unmöglich. Zum Hintergrund: Seit 2015 arbeitet der Fachdienst Rückführungsmanagement des Kastanienhofs von Beginn der Aufnahme eines Säuglings oder Kleinkindes in eine Pflegefamilie an der zukünftigen Perspektive. In einem gründlichen Clearingverfahren in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt wird unter anderem geklärt, ob die Erziehungsfähigkeit der leiblichen Eltern  nach Ablauf der Bereitschaftspflegezeit ausreichend wiederhergestellt ist, sodass das Kind zur Familie zurückkann. „Das ist in 50 Prozent der Fälle gegeben“, sagt Jens Lüdert und räumt ein, dass es „natürlich schöner wäre, wir könnten diese seit Jahren konstante Quote erhöhen.“ Bei den anderen 50 Prozent begleiten wir die Kinder in ein dauerhaftes Pflegeverhältnis. Für den Einrichtungsleiter und seinen Fachdienst steht fest: „Eltern auf Zeit zu sein, ist eine tolle Sache. Wer seine elterliche Kompetenz als Erwachsener freiwillig für ein Pflegekind einsetzt, leistet einen enorm wichtigen Dienst für die Gesellschaft, und das verdient gesellschaftlichen Respekt. Jedes Kind, das in ganz frühen Jahren richtig gelenkt und umsorgt wird, wird dafür ein Leben lang dankbar sein und eine Zukunft haben. All dies schafft eine tiefe Zufriedenheit, die mit Geld nicht zu kaufen ist.“ »

 

"WIR WOLLEN GUTES TUN UND DARIN DIE BESTEN SEIN"

FRAGEN AN EINRICHTUNGSLEITER JENS LÜDERT

 

Herr Lüdert, wer sie live erlebt, spürt nicht nur Ihr hohes emotionales Engagement zum Wohl der Kastanienhof-Kinder, sondern auch Ihre Erfolgsorientierung als Chef der Einrichtung. Woher kommt beides? 

 

Die Basis dafür liefert meine eigene Biografie: Nach der Schule und kaufmännischer Ausbildung zum Groß- und Außenhandels Kaufmann ging’s darum, eine Stelle als Zivi zu nden. Da ich drei Schwestern habe, von denen eine begeistert von ihrer Arbeit mit Kindern erzählte, el meine Wahl auf den Kastanienhof, wo ich 1990 dann anfing – von Beginn an, eine ganz eigene, außergewöhnliche Atmosphäre der Einrichtung und eine begeisternde Aufgabe. Erfolgsorientierung bedeutet für mich immer zum Wohle der zu betreuenden Kinder, das ist die Grundlage für mein Arbeiten und meine Überzeugung.

 

 

Und diese besondere Atmosphäre und Aufgabe hat sie dann nicht mehr losgelassen? 

 

Allerdings, den Geist der Einrichtung, der sich in den Arbeitsprozessen wiederspiegelte, machte mir sehr schnell deutlich, wo ich eigentlich hingehörte. Also orientierte ich mich neu und arbeitete die ersten Jahre bis 2004 auf einer unserer Familiengruppen. Ab 2005 wechselte ich auf die Außenwohngruppe – eine absolut spannende und wertvolle Zeit, wo vier erwachsene, ausgebildete Erzieher und Pädagogen mit bis zu zehn Kindern zusammen den Alltag und das Leben meistern. Für diese Komplettbetreuung im 24-Stunden-Schichtdienst muss man geboren sein. Ich habe das geliebt. Mit meinem Studium, welches ich als Bachelor of Arts Sozialpädagogik/Diplomsozialpädagoge abschloss, qualifizierte ich mich weiter.

 

2010 kam dann ein großer Schritt für Sie und den Kastanienhof, richtig?

 

Ja, als unser damaliger Heimleiter Hanns- Hilmar Deppe Ende 2010 plötzlich schwer erkrankte und absehbar war, dass er leider nicht zurückkehren würde, ging es darum, schnell einen Nachfolger zu nden. Gefragt war jemand, der den Kastanienhof von der Pike auf kennt, die Arbeit dort liebt und die Einrichtung weiterentwickeln will. Hier war natürlich auch die kaufmännische Vorbildung nicht von Nachteil, denn je besser die Einrichtung strukturell und kaufmännisch aufgestellt ist, desto mehr Zeit bleibt für die pädagogischen Aufgaben! 

 

 Was ist seitdem unter Ihrer Führung passiert?

 

Wir haben konzeptionell, strukturell, finanziell und personell etliches verändert. Der Kastanienhof ist heute ein mittelständiges Unternehmen, dessen Strukturen so optimiert sind, damit die Kernaufgabe, der pädagogische Bereich, zum Wohle der Kinder im Mittelpunkt stehen kann. Wir haben mehr als 100 Menschen beschäftigt – 70 im pädagogischen Bereich sowie 30 bis 40 im Bereich Verwaltung, Küche und Haustechnik. Wir leisten uns unsere eigene Buchhaltung und erledigen auch unsere steuerlichen Dinge in Eigenregie. Die technische Infrastruktur wurde auf den neusten Stand gehoben, damit auch hier Arbeitsabläufe vereinfacht und schneller werden. Wir haben den Bereich der Pflegefamilien im Kastanienhof aufgebaut und in den letzten 7 Jahren im Bereich der Pflege auf Zeit 40 Pflegefamilien gewinnen können und betreuen im Bereich der Pflege auf Dauer ca. 90 Pflegefamilien. Um unseren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden wurde der Fachdienst für Pflegekinder aufgebaut und weitergebildet. Ergänzend wurden Leistungsbereiche wie das Rückführungsmanagement gestartet, welche ergänzend die Betreuung der Kinder abrunden. Im Rahmen der Partizipation wurde das Kinderparlament eingeführt, durch das gewählte Vertreter der Kinder Ihre Interessen selbst vertreten können und auch bei Entscheidungen der Einrichtung einbezogen werden. 

Wo sehen Sie den Kastanienhof als Einrichtung im Markt?

 

 

Wir haben hohe Ansprüche an uns selbst und ausgeprägte Qualitätskriterien, die wir erfüllen wollen. Wir wollen Gutes tun und darin die Besten sein. Das geht nur mit einem Team, wo der Einzelne bereit ist, manchmal auch 150 statt 100 Prozent zu geben, im Krankheitsfall eines Kollegen oder als Urlaubsaushilfe einzuspringen und vieles mehr. Unsere Mitarbeiter sind fest angestellt und keine Honorarkräfte; das bedeutet für den Kastanienhof Engagement, Verlässlichkeit und gute Arbeit auf hohem Niveau. Darüber freue ich mich, darüber freut sich mein Team, darüber freuen sich vor allem auch die Kinder, Eltern und Pflegeeltern. Wir probieren auch neue Dinge aus – etwa mit Homeoffice-Lösungen, weil zu viel Enge auch zur Demotivierung führen kann. Wir arbeiten mit flachen Hierarchien und tun alles, um mit einem guten Verständnis füreinander gemeinsam das Beste zum Wohle der Kinder zu geben. Diese Bereitschaft und diesen Geist in unserer Kastanienhof-Familie spüre ich jeden Tag. 

 

Sa

23

Dez

2017

Mitglieder des KFV verkauften Waffeln zu Gunsten des Kastanienhofs

Gemeinsames Weihnachtssingen auf der Rennbahn

 

Am 23.Dezember hatte der Rennclub zum 2. Krefelder Weihnachtssingen auf die Rennbahn eingeladen.

In einer tollen Atmosphäre sorgten Mitglieder des Krefelder Frauenvereins unter Leitung von Perdita Michler für das leibliche Wohl der Besucher zu Gunsten des Kastanienhof und konnten so durch den Verkauf von Waffeln über 700,-€ einnehmen.

 

Wir möchten Uns für die tolle Unterstützung herzlichst bedanken!

Fr

22

Dez

2017

SWK wir für Krefeld - Geschafft! 200 Kinderwünsche erfüllt

Inmitten von über 200 aufwendig verpackten und dekorierten Geschenkpaketen zu stehen, das erlebt man wohl nicht alle Tage. Entsprechend groß war die Freude im Kastanienhof, als die Geschenke pünktlich zur Weihnachtsfeier in dem Krefelder Kinderheim überreicht wurden.

v. l. n. r.: Jens Lüdert (Kastanienhof-Leitung), Kerstin Abraham (Vorstandsmitglied SWK), Carsten Liedtke (Sprecher des Vorstands SWK), Raimund Haider (stellvetr. Kastanienhof-Leitung)

Kerstin Abraham, Vorstandsmitglied SWK, und Carsten Liedtke, Sprecher des Vorstands SWK, ließen es sich trotz arbeitsreicher Vorweihnachtszeit nicht nehmen, alle erfüllten Kinderwünsche in Gestalt von bunten Geschenkpaketen und -tüten persönlich an das Krefelder Kinderheim Kastanienhof zu übergeben.

 

Mit "Wir für Krefeld" hatte es sich die SWK zum Ziel gemacht, nach langjähriger Zusammenarbeit mit dem Kastanienhof, in diesem Jahr kleine und große Wünsche wahr werden zu lassen: alle Kinder des Kinderheims waren eingeladen, auf herzförmigen Zetteln ihren Weihnachtswunsch zu schreiben oder zu malen. Diese Wunschzettel schmückten ab dem 27. November den SWK-Weihnachtsbaum im Foyer auf der St. Töniser Straße und konnten von Mitarbeitern, Partnern und Besuchern der SWK mitgenommen und erfüllt werden. Und wie erfüllt wurde – nach nur zwei Tagen waren schon 150 Wunschzettel vom Wunschbaum "gepflückt".


Engagement mit Herz

 

 

Vorstandsmitglied Kerstin Abraham zeigt sich überwältigt: "Ich bin einfach nur beeindruckt und begeistert von dem Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen und unserer Kunden. Ein großes Dankeschön an alle, die bei dieser Aktion mitgemacht haben!"

 

Dem schließt sich auch Heimleiter Jens Lüdert an: "Wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass die SWK gemeinsam mit uns die Idee eines Wunschbaums umgesetzt hat. Es ist schön, wenn sie merken, dass es dort draußen noch viele weitere Menschen gibt, die in dieser Zeit an sie denken und ihnen mit einem kleinen Präsent etwas Freude schenken."

 

Jetzt werden alle Geschenke nach (Wohn-)Gruppen sortiert und von den Betreuern der Kinder und Jugendlichen bis zum Heiligen Abend sicher aufbewahrt. "Die Kinder werden sich unglaublich über diese Geschenke freuen", weiß Raimund Haider, stellvertretender Einrichtungsleiter im Kastanienhof.

Mi

20

Dez

2017

www.krefeld-pinguine.de - Kuscheltierübergabe ans Kinderheim Kastanienhof

Die Partnerschaft zwischen den Krefeld Pinguinen und der AIDS-Hilfe Krefeld e.V. feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen.

 

Aus diesem Anlass wurde am Welt-Aids-Tag am ersten Dezember nach der Partie gegen die Kölner Haie ein großer Teddy Bear Toss veranstaltet, bei dem alle Besucher Kuscheltiere aufs Eis werfen konnten. Gegen eine Spende gab es vorher die Möglichkeit Plastiktüten zu erwerben, damit die Kuscheltiere vor der Nässe des Eises geschützt waren. Diese Spenden kommen direkt der Arbeit der AIDS-Hilfe zu Gute, die eigene Lesungen veranstalten und Schulen besuchen. Auch wenn die Partie gegen die Haie verloren ging, flogen nach dem Spiel zahlreiche Kuscheltiere aller Größen aufs Eis. Am Mittwoch wurden diese dem Kinderheim Kastanienhof auf der Kaiserstraße mit Vertretern von der AIDS-Hilfe und Patrick Seifert von den Krefeld Pinguinen übergeben.

Foto: Samla

Do

14

Dez

2017

Löwenzahn übergibt einen Profikicker zum Weihnachtsfest

Am heutigen Donnerstag bekamen wir Besuch von Herrn Ulrich Kreutz vom Blumengeschäft Löwenzahn. Als "kleines Mitbringsel"hatte er einen Profikickertisch im Gepäck, den er zu Weihnachten mit einem befreundeten Ehepaar der Aussenwohngruppe übergeben wollte.

Die Vorsitzende des Krefelder Frauenvereins und der Einrichtungsleiter Jens Lüdert liessen sich nicht nehmen, den Kicker sofort mit Herrn Kreutz einzuweihen... sollte ja auch für die Aussenwohngruppe bis zu Weihnachten eine Überraschung bleiben.

 

Wir möchten uns nochmals bei Herrn Kreutz für die tolle Idee bedanken!

Hier finden Sie einige Eindrücke vom Löwenzahn:

https://www.facebook.com/BlumenLoewenzahn/

 

v.l.: Herr Ulrich Kreutz vom Löwenzahn, Frau Wolff Vorsitzende des Krefelder Frauenvereins und Jens Lüdert Einrichtungsleiter Kastanienhof
v.l.: Herr Ulrich Kreutz vom Löwenzahn, Frau Wolff Vorsitzende des Krefelder Frauenvereins und Jens Lüdert Einrichtungsleiter Kastanienhof

Sa

09

Dez

2017

Presse Niederrhein Nachrichten 09.12.2017 - Helfen Sie Kindern in Not!

Der Kastanienhof sucht dringend Pflegefamilien, die Kindern ein liebevolles Zuhause geben.

Der Kastanienhof betreut und begleitet seit über 10 Jahren erfolgreich Bereitschaftspflegefamilien, in der Säuglinge und Kleinkinder in einer Krisensituation aufgenommen und bei „Pflegeeltern auf Zeit“ untergebracht werden.  Seit gut einem Jahr werden nun auch „Pflegeeltern auf Dauer“ durch den Kastanienhof beraten und bei der Aufnahme eines Pflegekindes unterstützt.

Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof                                                                                                                        Foto:Thomas Gwosdz

Gesucht werden Familien und Paare, die sich vorstellen können einem Kind auf Zeit oder Dauer, ein liebevolles Zuhause zu geben und das Kind zeitweise oder dauerhafte in ihre Familie aufnehmen und bei seiner Entwicklung zu unterstützen.

 

Die meist gestellte Frage von Interessierten am Thema Pflegekind ist: „Sind wir überhaupt als Familie geeignet? Können wir uns dieser Herausforderung stellen?“

 Frau Professor Dr. Karla Misek- Schneider, welche im Rahmen von Fortbildung der Pflegefamilien den Kastanienhof unterstützt, erklärt dazu Folgendes:

„In jedem Menschen steckt ein „intuitives Elternverhalten“, das durch Signale der Kinder aktiviert wird. Pflegeeltern, die sich auf diese innere Stimme verlassen und ihren Schützlingen mit Empathie begegneten, brauchen keine Erzieher-Ausbildung und kein Psychologie-Studium, um ihre Aufgabe zum Besten der Kleinen zu meistern. Pflegekinder erinnern sich häufig noch als Erwachsene an solche positiv erlebte Zeiten dankbar.“

 

Dabei werden Sie allumfänglich vom Fachdienst Pflegekinder unterstützt und begleitet.


Der Kastanienhof bietet:

·       unverbindliche Informationsgespräche

·       Familien, Paaren und Einzelpersonen eine intensive Vorbereitung und Schulung im Bewerberverfahren

·        kontinuierliche Begleitung und Unterstützung sowohl bei der Aufnahme wie im weiteren Verlauf

·        Regelmäßige Austauschmöglichkeiten mit anderen Pflegeeltern

·       Fortbildungen und In-house Veranstaltungen mit externen Referenten.

 

 

Können Sie sich vorstellen:

. einem Kind ein liebevolles Zuhause zu bieten?
· sich mit der Geschichte der Kinder und ihrer Herkunftsfamilie auseinanderzusetzen?
· die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten?

 

Dann sollten sie sich beim Kastanienhof zu melden. 

- Pflege auf Zeit

Unterbringung von Säuglingen und Kleinkindern in akuten Krisensituationen für einen begrenzten Zeitraum, zur Perspektivklärung.

In der Regel für maximal sechs Monate. 

- Pflege auf Dauer

Familien geben Kindern dauerhaft ein liebevolles zu Hause, da es keine andere Perspektive für das Kind gibt.  


Helfen Sie Kindern in Not!

Der Fachdienst informiert und berät Sie gerne.

Scheuen Sie sich nicht Kontakt aufzunehmen.

Pflegekinder im Kastanienhof

Tel.: 02151 – 507310

Mail: info@pflegekinder-kastanienhof.de

www.pflegekinder-kastanienhof.de                                                                                                                                         Text: Thomas Gwosdz/Sarah Haurand

Sa

09

Dez

2017

Kastanienhof informiert: Der Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof auf dem besonderen Weihnachtsmarkt

Auch wenn der Winter Einzug gehalten hatte, der Andrang auf dem diesjährigen "Besonderen Weihnachtsmarkt" war schon überraschend groß.

Am Samstag den 09.12. war unser Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof mit einem eigenen Stand vor Ort.

Schon im Vorfeld hatte der Fachdienst mit tatkräftiger Unterstützung der Pflegefamilien in ausgiebigen Bastelstunden Engel gefertigt, um diese neben Tee, Gebäck und jeder Menge Gasballons anzubieten.

 

Der Andrang am Stand war zwischenzeitlich so gross, dass schon kein Durchkommen mehr möglich war. So können Pflegeeltern und unser Fachdienst stolz sein mit fast ausverkauftem Stand den Weihnachtsmarkt abends zu beenden.

 

Besonders haben wir uns über das Interesse vieler Besucher zum Thema der Pflegefamilien gefreut.

 

Sollte auch Ihr Interesse geweckt worden sein, finden Sie hier unter www.pflegekinder-kastanienhof.de ausführliche Informationen!

 


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Do

07

Dez

2017

Presse - KR One Dezember - Vom Kindheitstrauma zum Lebenstraum

Text: Petra Verhasselt

Fotos: Simon Erath

DER UNGLAUBLICHE LEBENSWEG DES EHEMALIGEN HEIMKINDES GEFRI BETHEL

 

Für unsere Redaktion war es die Nachricht des Jahres: ein damals schwer traumatisierter Waisenjunge aus dem Kinderheim Kastanienhof tritt seine erste Stelle als staatlich anerkannter Erzieher Jahre später genau dort an, wo er 2004 nach einer kräftezehrenden Flucht vor Peinigern aus seinem Heimatdorf in Angola eine liebevolle Betreuung und Förderung erfahren und neuen Lebensmut gewonnen hat.

„Mir ist es wichtig, dass mich die Jugendlichen nicht als Erzieher ansehen, der alles besser weiß, sondern als ein Individuum, das auch bereit ist, von ihnen zu lernen.“

Fast drei Jahre nach unserer ersten Reportage über Gefri Bethel (KR-ONE/Februar 2015) treffen wir den zum jungen Mann gereiften 23-Jährigen wieder. Seine Augen leuchten wie damals, sein von einem dichten Bart umrahmter Mund lächelt noch breiter als damals, und sein Faible für ausgefallene Mode scheint noch ausgeprägter zu sein: Statt Basecap trägt Gefri nun einen breitkrempigen Filzhut und statt cooler Lederjacke ein derb-gewebtes Oberteil mit Applikationen von Totenköpfen, Sternen, Blitzen, Tigerköpfen, Rosen, Peace-Händen und Würfeln. Die Symbole wirken wie eine Metapher für sein bisheriges Leben. Ein Leben voller Liebe und Geborgenheit, aber auch mit Spuren von Gewalt, Tod und Verfolgung. Die Würfel mögen sein Glück symbolisieren, die Tigerköpfe seinen unbändigen Vorwärtstrieb und die Peace-Hände den Frieden, den Gefri mit sich und der Welt geschlossen hat.

 

„Manchmal denke ich noch an meine verstorbenen Eltern. Aber es ist besser geworden, weil ich Freunde habe, die zu meiner Familie geworden sind.“

 


Gefris traurige Vorgeschichte
Gefri wuchs als behütetes Einzelkind im südwestafrikanischen Cabinda auf. Sein Vater war führendes Mitglied einer Partei, dessen Mitglieder vom Regime politisch verfolgt wurden. Eines nachts drangen Unbekannte ins Haus ein und ermordeten die Eltern, was Gefri aber erst Monate später erfuhr. Er flüchtete durchs Fenster und kam bei einem Nachbarn unter, der ihn monatelang versteckte. „Ich durfte nicht mehr zur Schule gehen. Die Schergen waren auch hinter mir her“, erzählt Gefri. Später verließ der Nachbar mit ihm das Dorf und flog mit ihm über Brüssel nach Krefeld. „Dort sagte er mir, dass ich ab sofort alleine klarkommen müsse“, erinnert sich Gefri. Damals war er 14 Jahre alt. Die letzte Station seiner kräftezehrenden Flucht war das Kinderheim Kastanienhof. Hier lebte er fünf Jahre. Zunächst im Zimmer einer Wohngruppe, dann in einer Außenwohngruppe und später unter sozialpädagogischer Betreuung in einer Zweizimmerwohnung, die das Kinderheim für ihn angemietet hatte. Mittlerweile ist Gefri Bethel dort eigenverantwortlicher Mieter.

 

Der Weg in ein neues Leben
Enorme Integrationsfähigkeit, große Empathie und das Interesse an sozialem Engagement waren ihm ein guter Begleiter auf seinem Lebensweg. Und der Kastanienhof gab ihm Zuversicht und die Lust auf eine selbstbestimmte Zukunft. Nach seinem Hauptschulabschluss an der Theodor-Heuss-Schule in Fischeln und dem Fachabitur in der Fachrichtung Sozialwesen am Berufskolleg Vera Beckers stand für Gefri Bethel fest: „Ich möchte Erzieher werden. Ich habe bereits von klein auf erfahren, wie wichtig es ist, anderen Menschen zu helfen und für andere da zu sein, ganz egal, ob ich sie kenne oder nicht. Denn im Leben geht es ums Geben und Nehmen.“ Sein Anerkennungsjahr absolvierte der motivierte junge Mann im Kinderheim Marianum. Am 31. August dieses Jahres war er fertig und trat direkt am nächsten Tag seine erste Stelle im Kastanienhof an. Heimleiter Jens Lüdert erinnert sich gerne an den Tag, als Gefris langjähriger Bezugspädagoge vom Kastanienhof, Lucian Bartels, der heute stellvertretender Heimleiter ist, die Empfehlung aussprach, die freie Stelle mit Gefri zu besetzen: „Gefri und ich hatten davor längere Zeit keinen persönlichen Kontakt, weil er ja schon selbständig wohnte und unsere Unterstützung nicht mehr benötigte. Umso toller, dass wir mit ihm nun einen neuen Kollegen mit ganz besonderen Fähigkeiten haben. Gefri ist sehr verlässlich und reflektiert. Er ist einfühlsam und hat einen gesunden Humor. Und er ist vor allem eins: sehr lebensbejahend. Hinzukommt, dass er die Gefühle unserer Kinder und Jugendlichen versteht. Denn er ist einer von ihnen.“

„Jedes Kind hat eine Chance wie Gefri verdient“: Jens Lüdert, Einrichtungsleiter vom Kastanienhof
„Jedes Kind hat eine Chance wie Gefri verdient“: Jens Lüdert, Einrichtungsleiter vom Kastanienhof

Immer ein offenes Ohr bei persönlichen Problemen
Seit mittlerweile drei Monaten betreut der Jungpädagoge gemeinsam mit seinen Kollegen Iris Neumann-Küppers und Joel Scholz zwei Jungen und vier Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren in der Außenwohngruppe an der Kaiserstraße. In dem gepflegten Altbau leben die Jugendlichen, die alle ein eigenes Zimmer mit Waschgelegenheit haben, in einer großen WG mit geräumiger Gemeinschaftsküche, schönem Esszimmer, gemütlichem Wohnzimmer und großem Garten. Besonderheit ist die Rundum-Betreuung durch die Erzieher. Sie übernachten während ihrer Schichten ebenfalls in dem Haus und sind somit rund um die Uhr ansprechbar. Gefris Aufgabe ist es, die Jugendlichen auf ein selbständiges Leben in einer eigenen Wohnung vorzubereiten. Deshalb nennt sich die Gruppe im Fachjargon auch „Verselbständigungsgruppe“. Da werden Einkaufszettel geschrieben, es wird gemeinsam eingekauft, gekocht, gewaschen, gebügelt und geputzt. Auch das Budget muss verwaltet werden. Gefri begleitet die jungen Leute außerdem zu Ämtern. Und: Er hat immer ein offenes Ohr für persönliche Probleme der ihm anvertrauten Jugendlichen, beispielsweise bei Schwierigkeiten in Schule und Ausbildung oder wenn die leiblichen Eltern den Kontakt abgebrochen haben – aber auch, wenn mal wieder ein Zickenkrieg unter den pubertierenden Mädchen entbrannt ist. „Dabei habe ich allerdings gelernt, dass ich eigentlich ganz locker bleiben kann, denn oft ist der Streit der Ladies schon nach ein paar Minuten wieder vergessen, und sie kommen freudestrahlend die Treppe herunter“, schmunzelt Gefri.

 

„Gefri ist sehr verlässlich und reflektiert. Er ist einfühlsam und hat einen gesunden Humor. Und er ist vor allem Eins: Sehr lebensbejahend. Hinzukommt, dass er die Gefühle unserer Kinder und Jugendlichen versteht. Denn er ist Einer von Ihnen.“ Jens Lüdert

 

Echte Gemeinschaft durch ein funktionierendes „Wir-Gefühl“
Sein pädagogisches Konzept beschreibt der hochmotivierte Erzieher so: „Ich lege sehr viel Wert auf das Wir-Gefühl, denn nur so kann Gemeinschaft funktionieren, und wir können konstruktiv arbeiten. Mir ist es auch wichtig, dass mich die Jugendlichen nicht als Erzieher ansehen, der alles besser weiß, sondern als ein Individuum, das auch bereit ist, von ihnen zu lernen.“ Besonders glücklich und stolz ist Gefri, wenn er sieht, wie er mit Hilfe seiner eigenen Erfahrungen bei den Jugendlichen Fortschritte erzielen kann. Schwer fällt ihm nach dem Dienst manchmal das Abschalten: „Hier und da passieren Dinge, die einen sehr beschäftigen. Ich gehe dann nach Hause und mache mir Gedanken darüber, warum etwas so und nicht anders gelaufen ist.“ Dieses Phänomen ist sicherlich auch der großen Empathie gegenüber seinen Mitmenschen geschuldet. Aber Gefri hat einen Glauben, der ihm in traurigen Momenten Zuversicht gibt. Und liebenswerte Freunde, die mittlerweile zu seiner Familie geworden sind: „Wir telefonieren häufig miteinander, und sie geben mir Kraft, wenn es mir einmal nicht so gut geht. Weihnachten werden wir auch gemeinsam feiern.“

Gefris Plan: Sozialpädagogik studieren
Drei Monate arbeitet Gefri bereits mit der Verselbständigungsgruppe und hat einen klaren Plan für seine Zukunft: „Ich möchte zunächst ganz viele Erfahrungen in der Praxis sammeln. Danach strebe ich ein Studium im Bereich Sozialpädagogik an.“ Sein Chef, Jens Lüdert, bestärkt ihn darin: „Gefri hat das Potenzial dafür. Ich wünsche ihm, dass er sich weiterentwickelt, Es steckt so viel Gutes in ihm.“ Mit Blick auf den wunderbaren Lebensweg seines ehemaligen Schützlings hat der Heimleiter einen Herzenswunsch: „Jedes Kind hat eine Chance wie Gefri verdient. Daher muss weiter an der Qualität der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Krefeld gearbeitet werden. Ich bin froh, dass wir durch den ständigen Dialog mit der Stadt und mit dem neuen Leiter des Jugendamtes, Markus Schön, auf einem guten Weg sind. Nur so können sich solche Geschichten wiederholen.“

 

 Kinderheim Kastanienhof,
Kaiserstr. 103a,
47800 Krefeld
info@kinderheim-kastanienhof.de,
www.kinderheim-kastanienhof.de

Mi

22

Nov

2017

Mercure Hotels Pressemitteilung -50 Jahre AccorHotels: Dankeschön an die Helden aus der Nachbarschaft

Der Kastanienhof zu Gast im Mercure Parkhotel Krefelder Hof

 

Krefeld, 22. November 2017 – Mit Kind und Kegel kamen sie ins Mercure Parkhotel Krefelder Hof: die Pflegefamilien des Kinderheims Kastanienhof. Zur Feier des 50jährigen Bestehens der AccorHotels verwöhnte sie das Hotelteam mit einem Drei-Gänge-Menü.    

Sie freuten sich über die Würdigung der „stillen Helden“ vom Kastanienhof zur Feier „50 Jahre AccorHotels“ (v.l.): Hoteldirektor Bart Vaessen, Bereichsleiterin Pflegekinder Sarah Haurand und Einrichtungsleiter Jens Lüdert vom Kastanienhof . Bild: Claudia Wingens  

„ Uns beeindruckt das selbstlose Engagement der Pflegeeltern, die in Krisensituationen sofort zur Stelle sind und Kinder in die eigene Familie aufnehmen“, betonte Hoteldirektor Bart Vaessen. „Daher möchten wir zum runden Jubiläum den ‚stillen‘ Helden in unserer unmittelbaren Nachbarschaft unsere Wertschätzung zeigen.“

 

So lud das Team des Mercure Parkhotel Krefelder Hof die Pflegeeltern der unter Dreijährigen mit ihren Kindern zum voradventlichen Gänse-Essen ein. Besonderes Highlight für die Jüngsten war zum krönenden Abschluss des Menüs die mit einem Clown dekorierte „Geburtstagstorte“.

 

Kastanienhof schafft Geborgenheit und Wärme für Kinder

Das Kinderheim Kastanienhof versteht sich als ein „Zuhause auf Zeit“, in dem versucht wird, Bedingungen zu schaffen, unter denen Kinder gerne leben und wo es Raum und Zeit gibt, Leben zu lernen. So steht auch ein Netzwerk von Pflegefamilien bereit, die in schwierigen Phasen insbesondere für Babys und Kleinkinder bis drei Jahren eine Zuflucht bieten bis individuelle Problemlagen gelöst werden können – unter dem Leitmotiv „Geborgenheit und Wärme schaffen Zuversicht und Lust auf Zukunft.“

 

Mercure Parkhotel Krefelder Hof

Das 4 - Sterne Mercure Parkhotel Krefelder Hof liegt ruhig in einem Park. Das Hotel bietet 160 Zimmer von Standard- , Superior- und Privilege-Zimmern bis hin zu großzügigen Suiten. Alle Zimmer verfügen über Wi-Fi und sind größtenteils klimatisiert. Für geschäftliche und private Veranstaltungen mit bis zu 450 Personen stehen elf Tagungs- und Banketträume zur Verfügung. Dabei passt sich der komfortable, moderne Tagungsbereich flexibel den Bedürfnissen an, denn die Räume lassen sich nach Wunsch gestalten und miteinander kombinieren. Alle Tagungs- und Banketträume des CCH-zertifizierten Mercure Parkhotel Krefelder Hof sind klimatisiert, verfügen über moderne Technik inklusive Wi-Fi, Tageslicht und direkten Zugang zum Park. Das Service- Team unterstützt professionell bei der Planung und Durchführung von Events oder Feierlichkeiten. Das Zentrum der Samt- und Seidenstadt Krefeld ist in wenigen Minuten Autofahrt oder mit der Straßenbahn zu erreichen.

Weitere Informationen über Mercure unter  www.mercure.com 

Mo

20

Nov

2017

Das Kinderparlament des Kastanienhof besucht den Landtag in Düsseldorf

Im Rahmen der Mitbestimmung hat der Kastanienhof vor zwei Jahren ein Kinderparlament ins Leben gerufen, welches an Entwicklungs- und Entschscheidungsprozessen der Einrichtung teil nimmt.

 

Am 03.11.2017 folgten 12 Kinder aus dem Kinderparlament des Kastanienhofes der Einladung von Frau Oellers (CDU) und Herr Blondin (CDU) zum Landtag nach Düsseldorf.

Begleitet wurden die Kinder von ihren beiden Vertrauenserziehern Julia Ahrweiler und Christin Hadwiger, sowie durch den stellvertretenden Einrichtungsleiter Lucian Bartels.

 

Im Landtag angekommen haben sich zunächst Frau Oellers und Herr Blondin den Abgeordneten des Kastanienhof vorgestellt und erklärt welche Interessen sie für Krefeld und unsere Kinder in politischer Hinsicht in Düsseldorf vertreten.

Im Anschluss konnten die Kinder sich vorstellen und auch bereits von ersten parlamentarischen Erfahrungen aus ihrem Kinderparlament berichten.

Einige Kinder hatten gleich viele Fragen und Anliegen an die CDU Politiker.

 

Eine wertvoll Erfahrung für die Kinder war es zu erleben, dass sich die Politiker dem angenommen und auch zugesichert haben den Kindern eine Rückmeldung zu Ihren Anliegen zukommen zu lassen.

So wurde für die Kinder Politik spürbar greifbarer und ernstgenommen ermutigt es sie, sich weiter zu engagieren.

Nach der Gesprächsrunde wurde unsere Gruppe durch den Landtag geführt. Wir konnten mehrere Sitzungsräume und sogar den Plenarsaal besichtigen.

In den meisten Räumen durften die Kinder auch selbst einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt auf einem Podest hinter dem Mikrophon zu sitzen oder sich im Presseraum den Fragen der Presse stellen zu müssen.

Auch während der ganzen Führung widmeten sich Frau Oellers und Herr Blondin vertrauensvoll und kindgerecht immer wieder den Fragen der Kinder.

 

Für die teilnehmenden Kinder war es eine wertvolle Erfahrung bei der das politische Interesse weiter gefördert wurde.

 

Das Kinderparlament möchte sich auch auf diesem Weg nochmals bei Frau Oellers und Herrn Blondin für den tollen Vormittag bedanken!

Mo

06

Nov

2017

Presse - KrOne Nov 2017 - FAMILIEN HELFEN FAMILIEN

 

FAMILIEN HELFEN FAMILIEN

DIE VERMITTLUNGSARBEIT DES KINDERHEIMS KASTANIENHOF

Zehntausende deutsche Kinder leben in Pflegefamilien. Tendenz steigend. Die Trennung von der leiblichen Familie und die damit verbundenen Erlebnisse sind für diese Kinder schwierige Erfahrungen, die soziale Unsicherheit mit sich bringen können. Die Familien der Kinder kommen oft selbst aus schwierigen Verhältnissen oder sind mit der neuen Situation als Eltern überfordert. Unter Umständen leiden sie unter Suchtproblemen oder psychischen Erkrankungen. Kinder aus solchen Familien werden häufig Opfer von Gewalt oder Verwahrlosung; Zustände, die ein schnelles Einschreiten von sozialen Einrichtungen erfordern. Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen wie der Krefelder Kastanienhof sind daher auf viele bereitwillige Pflegefamilien an ihrer Seite angewiesen, die es den Kindern ermöglichen, glücklich und geborgen heranzuwachsen.

Leiterin des Bereichs Pflegekinder Sarah Haurand


Sarah Haurand leitet den Bereich Pflegekinder im Kinderheim Kastanienhof, der das Leistungsangebot des Heims um ein Beratungs- und Begleitangebot von Familien mit Pflegekind ergänzt. Mit ihrem sechsköpfigen Team kümmert sich die Sozialarbeiterin um die Perspektivklärung der Kinder und ihrer Eltern. Außerdem betreut und vermittelt das Team Pflegefamilien,

die vom Personal des Kastanienhofs selbst für den Einsatz geschult werden. Die potenziellen Pflegefamilien durchlaufen ein Bewerberverfahren zur Eignungsprüfung. Zusätzlich sollen die Familien optimal auf alle Eventualitäten vorbereitet werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein Pflegekind wirklich in gute Hände kommt.


Kristina Küppers, Sarah Haurand, Bettina von Bihl und Elke Weegen-Schmidt - Fotos: Simon Erath


Mal reicht es bereits, Kind und leibliche Eltern über einen begrenzten Zeitraum zu trennen, damit die Eltern an ihrer Situation arbeiten können, doch häufig wird auch dauerhaft ein neues Umfeld benötigt. „Es gibt zwei Formen von Pflegefamilien“, erklärt Sarah Haurand. „In der sogenannten Bereitschaftspflege stehen die Familien tagtäglich zur Verfügung, um in akut auftretenden Fällen jederzeit ein Kind für einen begrenzten Zeitraum aufnehmen zu können. Hier wird unter der Prämisse gearbeitet, dass das betroffene Kind wieder in seine Herkunftsfamilie eingegliedert werden kann. Diese Kinder sind im Regelfall zwischen null und drei Jahre alt. Ab dem vierten Lebensjahr werden die Kinder im Kastanienhof aufgenommen, wo sie über einen längeren Zeitraum leben. Je nach Perspektive sind diese Kinder auf eine Vollzeitpflegefamilie angewiesen.“ Manchmal erfolgt aus einer solchen Vollzeitpflege sogar eine Adoption.

 

Ob ein Kind von seinen Eltern getrennt werden muss, entscheidet das Jugendamt. In einem akuten Fall müssen Haurand und ihre Kolleginnen schnell handeln. Sobald sich das Jugendamt an den Kastanienhof wendet, ist es die Aufgabe des Teams, umgehend eine passende Pflegefamilie zu kontaktieren. Die ausgesuchte Pflegefamilie wird über die Notlage aufgeklärt und kommt anschließend schnellstmöglich zum Kastanienhof, um sich dort mit der Herkunftsfamilie, dem Kind, einem Mitarbeiter des Jugendamts und einem Teammitglied zu treffen. Anschließend nimmt die Pflegefamilie das Kind direkt auf. In den darauffolgenden Wochen finden im Kastanienhof regelmäßige Besuchskontakte statt. Im Verlauf dieser Zeit wird das weitere Vorgehen geklärt. „Diese Treffen sind für alle Beteiligten natürlich sehr aufregend. Hier ist es unsere Aufgabe, gut zu vermitteln und den Kontakt entsprechend zu leiten“, erklärt Haurand. Besonders wichtig ist der Sozialarbeiterin hierbei, dass die leiblichen Eltern der Kinder wertschätzend behandelt werden, unabhängig von ihrem Hintergrund. Viele von ihnen sind es gewohnt, mit Vorurteilen konfrontiert zu sein und dadurch verunsichert. Gerade deshalb ist ein respektvoller Umgang auf beiden

 

“DIESE TREFFEN SIND FÜR ALLE BETEILIGTEN NATÜRLICH SEHR AUFREGEND. HIER IST ES UNSERE AUFGABE, GUT ZU VERMITTELN UND DEN KONTAKT ENTSPRECHEND ZU LEITEN.”

 

Seiten besonders wichtig. „Auch wenn sie selbst nicht immer ihren Pflichten als Eltern nachkommen können, sollen sie am Leben ihrer Kinder teilhaben“, beschreibt die 28-Jährige das angestrebte Ziel. Nach dem Klärungszeitraum wird entschieden, ob das Kind zu seiner leiblichen Familie zurückgeführt wird oder in eine Vollzeitpflege kommt. Den Herkunftsfamilien fällt die Trennung von ihrem Kind sehr schwer. „Besonders schön ist es für uns immer, wenn die leiblichen Eltern die Pflegefamilie und ihre Arbeit anerkennen und schätzen können; trotz der für sie schwierigen Situation“, erzählt Haurand. „Das sind Momente, die einem zu Herzen gehen, denn unsere Pflegefamilien leisten wirklich eine tolle und sehr wichtige Arbeit.“ Haurand und ihre Kolleginnen freuen sich immer über Zuwachs von Pflegefamilien. Denn die Arbeit, die sie leisten, ist dringend notwendig. In der Bereitschaftspflege arbeiten derzeit 35 Familien mit dem Kastanienhof zusammen, für die Vollzeitpflege stehen circa 60 Familien zur Verfügung. Doch leider ist das nicht genug. Um allen Notlagen in Krefeld gerecht werden zu können, bräuchte der Kastanienhof weitere Bereitwillige zur Betreuung, denn in unserer Stadt spiegelt sich die deutsche Statistik wider: Viele Kinder brauchen Pflegefamilien. Tendenz steigend. //ej

 

 

 

Kinderheim Kastanienhof, Kaiserstraße 103 a, 47800 Krefeld,

Tel.: 02151 507310, Mail: info@pflegekinder-kastanienhof.de 


So

22

Okt

2017

Presse Extra-Tipp v. 22.10.2017 - Enge Betreuung der Pflegefamilien im Kastanienhof

Die bekannte Diplom Psychologin Frau Professor Dr. med Misek-Schneider steht den Pflegefamilien des Kastanienhofes beratend zur Seite.                                                                                                                                                                                von Popp-Sewing

Professor Dr. Karla Misek-Schneider (m.) mit Sarah Haurand, Leiterin für den Bereich Pflegekinder im Kastanienhof und Einrichtungsleiter Jens Lüdert.

Krefeld 

Wie reagiert man, wenn ein Kleinkind große Angst zeigt? Wie, wenn es sich auffallend zurückzieht?

Was kann dahinterstecken? Pflegeeltern, die bereit sind, ein Kind auf Zeit oder auf Dauer aufzunehmen, 

stehen vor einer großen Herausforderung - und oft wirft die Aufnahme eines Kindes auch viele Fragen auf.

 

20 Mütter und Väter, die auf Vermittlung des Krefelder Kastanienhofs Pflegekinder auf Zeit betreuen,

hatten in dieser Woche die Möglichkeit, mit Professor Dr. Karla Misek- Schneider über ihre Fragen zu reden.

Der Kastanienhof betreut die Pflegeeltern neben Spielgruppen, Gesprächsgruppen, gemeinsamen Frühstücken 

und Festivitäten durch den eigenen Fachdienst auch vier bis fünf Mal im Jahr durch externe Experten.

 

Die Professorin unterstrich die enorme Bedeutung einer liebevollen Aufnahme der Pflegekinder, die oft

aus einem völlig zerrütteten Elternhaus kommen - Selbst, wenn es wie in der Bereitschaftspflege üblich

„nur“ einige Tage oder Wochen sind: „Bereits ein kurzer Zeitraum wirkt stark positiv nach und stärkt die Widerstandskraft

der Kinder“. Die Eltern müssten nicht an sich zweifeln, weil sie in der Regel keine ausgebildeten Erzieher sind und die Kinder

nach ein paar Wochen sie bereits wieder verließen: In jedem Menschen stecke „intuitives Elternverhalten“,

das durch Signale der Kinder aktiviert werde. Pflegeeltern, die sich auf diese innere Stimme verließen

und ihren Schützlingen mit Empathie begegneten, bräuchten kein Erzieher-Ausbildung und kein Psychologie-Studium, 

um ihre Aufgabe zum Besten der Kleinen zu meistern. Pflegekinder würden sich häufig noch als Erwachsene an solche

positiv erlebten Zeiten dankbar erinnern.

Helfen Sie Kindern in Not!

Der Kastanienhof sucht weiterhin dringend Pflegefamilien für die „Pflege auf Zeit“, sowie „Pflege auf Dauer“!

Der Fachdienst informiert und berät Sie gerne weiter.

Scheuen Sie sich nicht Kontakt aufzunehmen.

Pflegekinder im Kastanienhof

Tel.: 02151 – 507310

Mail: info@pflegekinder-kastanienhof.de

www.pflegekinder-kastanienhof.de

Mi

13

Sep

2017

Presse: Stadt Spiegel -13.September 2017 - Kastanienhof feierte Weltkindertag

Redaktion

Der Kastanienhof machte beim Fest zum Weltkindertag im Stadtwald mit.

                                                                                                                                    Foto: Thomas Gwosdz
Foto: Thomas Gwosdz

 Auch in diesem Jahr engagierte sich der Kastanienhof, neben weit über 50 Organisationen, mit dem beliebten Karussell, Ballons, Bastelarbeiten unter Anleitung durch den Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof auf dem Weltkindertag-Fest im Stadtwald. Vergnügen und Spaß standen im Vordergrund, allerdings wurden im Laufe des Tages auch viele informative Gespräche über das Motto des Tages "Kindern eine Stimme geben!" sowie den Themen der Pflegefamilien in den Bereichen, Pflege auf Zeit und Pflege auf Dauer, geführt.

Begeisterung kam auf, als der Gaukler seine kurzen Showeinlagen gab, mit akrobatischen-sowie heißen Fackeleinlagen...

Di

12

Sep

2017

Presse: WZ -11.September 2017 - Bei JeKaMi gibt es ein Wiedersehen

Von Timo Nicklaus 

Das Familienfest ist ein willkommener Anlass für Groß und Klein, das Kinderheim Kastanienhof zu besuchen und gemeinsam zu feiern.

                                                                                                                                    Foto: Dirk Jochmann
Foto: Dirk Jochmann

Beim Familienfest „Jekami“ im Kastanienhof übten sich Leiter Jens Lüdert, Vater Sven, der fünfjährige Jimmy,

Samanta Lena und Erzieherin Sandra Walbrodt im Kuhmelken.

 

 

Krefeld. Als Jens Lüdert über das weitläufige Gelände des Kinderheims Kastanienhof spaziert, kommt er aus dem Händeschütteln gar nicht mehr raus. Zwischen Grillstand und Dosenwerfen macht er immer wieder Halt, begrüßt ehemalige Kinder, Leiter und alle, die sich trotz des Regens aufgerafft haben und zum Sommerfest des Kastanienhofes gekommen sind. Seit fast 30 Jahren ist der Termin im September Tradition.

 

Auch Ehemalige kommen gerne vorbei, um Hallo zu sagen

 

Für jeden, der den Kastanienhof kennt, ist das Sommerfest mit eines der Höhepunkte im Jahr. Auch wenn es der Wettergott dieses Mal nicht so gut mit ihnen gemeint hat, machten die zahlreichen Besucher und Kinder das Fest wieder zu dem, was es ist: ein Familientreffen. Lüdert sagt: „Es ist immer wieder schön, so viele Leute wiederzutreffen. Einmal im Jahr versuchen alle, mal wieder vorbeizukommen, und während die Kinder sich austoben, können die Erwachsenen bei einem Bier quatschen.“

 

Viele der Kleinsten wissen bei Jekami wohl gar nicht so recht, wo sie beim Mitmachen beginnen sollen. Die vielen freiwilligen Mitarbeiter stehen, außerhalb ihrer Arbeitszeit, auf dem großen Innenhof, verkaufen Gegrilltes oder betreuen eine der vielen Stationen. Alle Beteiligten haben wieder einmal ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann. Es wird gebastelt und geschminkt, was das Zeug hält, für die Größeren geht es bei der Höhenluft oder dem Kistenklettern hoch hinaus. Etwas weiter hinten durch auf dem Gelände darf die Torwand natürlich nicht fehlen. „Das zieht bei den Jungen immer“, sagt Lüdert schmunzelnd.

 

Pünktlich zur Mittagszeit öffnete der Himmel dann aber doch seine Schleusen. Noch morgens hatten die Helfer überlegt, die Stationen nach innen zu verlegen, aber das sei einfach nicht das wahre Sommerfest, wie Lüdert erklärt. „Wir haben einfach mal Mut bewiesen und die Sachen im Freien gelassen.“

 

Der Regen hat die Besucher nicht vom Mitmachen abgehalten

 

Und so trotzen die Besucher dem ersten Schauer. Kurzerhand wird ein Teil der Attraktionen dann doch noch unters Zeltdach verlegt und dann geht es mit Schirm und Regenjacke bekleidet weiter. Beim Ponyreiten, an der Tastwand oder beim Kühe melken gibt es noch einiges zu entdecken und auszuprobieren. Das die Stationen dabei alle selbst gebaut sind, ist selbstverständlich. Jahr für Jahr kommen neue Ideen hinzu, die im Vorfeld entwickelt werden und pünktlich zum Sommerfest für gute Unterhaltung sorgen.

So

10

Sep

2017

Kastanienhof JeKaMi 2017 - Nachbericht

JeKaMi… „Jeder Kann Mitmachen!“hieß es wieder am Samstag den 09.09.2016 ab 14.30 Uhr, an dem eine über die Stadtgrenzen Krefelds bekannt und liebgewonnene Tradition des Kinderheim Kastanienhofs fortgesetzt wurde. - Das Familienfest JeKaMi

Heute schauten seit den Morgenstunden immer wieder besorgte Augen in den Himmel. Leider hatte der Wettergott in diesem Jahr das Familienfest JeKaMi etwas aus den Augen verloren, so dass kurz nach Beginn dann doch einige Tropfen das Kinderfest bedrohten.

Es war auch bei diesen widrigen Umständen einfach erstaunlich und schön anzusehen, wie sich alle Besucher stressfrei bei kurzen Abkühlungen unter stellten und nach kurzen Unterbrechungen der Spaß in einer familiären Atmosphäre wieder im Mittelpunkt stand.

Besonders erfreut konnten wir im Nachgang feststellen, dass trotz den widrigen Bedingungen die Besucherzahl mit 1700 Besuchern enorm war!

In den trockenen Phasen und selbst bei leichtem Regen waren die Besucher unterwegs und erkundeten die attraktiven Spiel- und Bastelstände, welche auch in diesem Jahr wieder von Mitarbeitern, Unterstützern und Freunden betreut wurden.

Auch hier ein dickes Dankeschön, trotz den etwas widrigen Umständen, so fröhlich und die gute Laune nicht verlierend die Gäste begleitet zu haben!

Wir werden natürlich mit dem Wettergott Rücksprache halten, dass er den Termin für 2018 vormerkt, damit die lächelnden Gesichter, ob jung oder alt, keine Regenjacke brauchen.

Alle Attraktionen vom Kastenklettern, Reiten über das Kinderkarussell bis zum Schminken, sowie die grossen und kleinen Preise, zauberten leuchtende Augen und ein Strahlen in die Gesichter der Besucher.

Auch die Polizei, welche mit dem Polizeiwagen zu Besuch des Kinderfestes vor Ort war, trug zur Begeisterung vieler kleiner Menschen bei.

Grosse Begeisterung kam bei jung und alt auf, als der Gaukler seine kurzen Showeinlagen gab… mit akrobatischen- sowie heissen Fackeleinlagen…


So

10

Sep

2017

Kastanienhof zum Weltkindertag 2017 im STADTWALD

Der Weltkindertag stand in diesem Jahr unter dem Motto: "Kindern eine Stimme geben!"

Auch in diesem Jahr engagierte sich der Kastanienhof, neben weit über 50 Organisationen, mit dem sehr beliebten Karussell, Ballons, Bastelarbeiten unter Anleitung durch den Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof auf dem Weltkindertag 2017 im Stadtwald.

Natürlich stand das Vergnügen und der Spass im Vordergrund, allerdings wurden im Laufe des Tages auch viele informative Gespräche über das Motto des Tages "Kindern eine Stimme geben!" sowie den Themen der Pflegefamilien in den Bereichen, Pflege auf Zeit und Pflege auf Dauer, geführt.

 

So konnte interessierten Besuchern viele wichtige Informationen durch den Fachdienst des Kastanienhofes nahe gebracht werden.

Mo

10

Jul

2017

Presse: Extra-Tipp vom 09.07.2017 - Kastanienhof: Schnellere Hilfe für Pflegekinder

Krefeld. Der Kastanienhof vermittelt Kinder in Kurzzeit- und Dauerpflegefamilien. Die Wartezeiten für Kinder und Pflegeeltern, die eine langfristige Perspektive suchen, konnten deutlich verkürzt werden.

Von Jan Popp-Sewing

Archivfoto: Samla.de
Archivfoto: Samla.de

Wenn ein Kind durch das Jugendamt aus seiner überforderten Familie geholt wird, steht schnell die Frage im Raum: Wie geht es weiter - was ist das Beste fürs Kind?
Möglich sind eine mittelfristige Rückkehr in die Familie - oder die Aufnahme durch eine neue Familie. Während darüber entschieden wird, bleiben die Kinder in Bereitschaftspflegefamilien.

 

33 Krefelder Familien agieren als solche Helfer in der Not: Sie sind bereit, Kinder kurzfristig bei sich aufzunehmen. Aktuell kümmern sie sich um 30 Kinder. Betreut werden die Familien und die Pflegekinder vom Fachdienst des Kastanienhofs.

 

In der Regel soll die Kurzzeitpflege nicht länger als zwei, maximal sechs Monate dauern - auch damit die Bindung zwischen Kind und Familie nicht zu stark wird, was die spätere Trennung erheblich erschwert.

 

Sollte eine Rückkehr des Kindes nicht ratsam sein, beginnt die Suche nach einer Dauerpflegefamilie. Auch solche Familien werden nun durch den Kastanienhof betreut.
Diese Betreuung von Pflegeeltern und Kindern von der Bereitschafts- bis zur Dauerpflege durch nur einen Träger hat einen großen Vorteil:
Die Prozesse von der Inobhutnahme bis zum dauerhaften Start in einer neuen Familie sind erheblich beschleunigt worden. Statt ein bis zwei Jahre dauern sie unter der Regie des Kastanienhof-Teams lediglich sechs Monate. Nun ist es auch möglich, dass eine Kurzzeitpflegefamilie ein Kind dauerhaft aufnimmt.

 

Die Prüfung, ob ein Kind zurück zur leiblichen Familie oder dauerhaft zu einer neuen gehen soll, ist ergebnisoffen, betont Kastanienhof-Leiter Jens Lüdert. Dem Übergang in eine neue Familie geht ein umfangreiches Clearing-Verfahren voraus. Zuvor wird das Profil des Kindes und das Profil der in Betracht kommenden Familien verglichen. Auch die leiblichen und die Dauerpflegeeltern sollen sich in diesem Prozess kennen lernen. Die Pflegeeltern sind vom Kastanienhof auf ihre Aufgabe vorbereitet worden und können sich jederzeit an den Fachdienst der Einrichtung wenden.

 

Übrigens: Der Kastanienhof sucht dringend Pflegefamilien, die Kindern ein liebevolles Zuhause geben

 

Informationen gibt es ganz unverbindlich beim Fachdienst des Kastanienhof unter:

Tel.: 02151-507310

oder per mail an:

info@pflegekinder-kastanienhof.de
www.pflegekinder-kastanienhof.de

Di

04

Jul

2017

Presse: WZ -28.Juni 2017 - Tag der offenen Tür für zukünftige Azubis: Arbeitgebern in die Töpfe gucken

Von Claudia Kook

Check-in-Berufswelt – das heißt diesmal: 230 Firmen und Einrichtungen öffnen ihre Türen für zukünftige Azubis. Wie das Kinderheim Kastanienhof, das am Mittwochnachmittag Schüler zu Gast hatte.

Der stellvertretende Kinderheimleiter Lucian Bartels, die Azubis Anna Raab, Santana Fehlow und Hauswirtschaftsmeisterin Antje Lüdert (v.l.) informierten die Schüler. Foto: Andreas Bischof  

Krefeld. Noch wird aufgeräumt. Anna Raab und Santana Fehlow sind schwer beschäftigt. Während die kleinen und großen Bewohner und die Mitarbeiter des Kinderheims Kastanienhof ihr Mittagessen verspeisen, haben die beiden Auszubildenden zur Hauswirtschafterin schon die Küche blitzblank geputzt. Ein paar Teile müssen noch gespült werden. Und schon kommt die nächste Gruppe junger Besucher, um sich in der Küche mit riesigen Töpfen, Kesseln und Kellen umzuschauen.

Auch die soziale Einrichtung an der Kaiserstraße hat ihre Türen für die Check-in-Berufswelt geöffnet. So wie rund 230 Industrie- und Handwerksfirmen, öffentliche Einrichtungen, Kliniken, Innungen, Hochschulen und andere Institutionen an vier Tagen hintereinander in Mönchengladbach, dem Kreis Viersen, dem Kreis Neuss und am Mittwoch in Krefeld. Das bedeutet vier Stunden offene Pforten und Informationen über Lehre, Duales Studium oder Studium für Jugendliche aus allen Schulformen.

 

„Viele glauben: Für das bisschen Putzen und Kochen brauche ich doch keine drei Jahre Ausbildung.“

Antje Lüdert, Hauswirtschaftsmeisterin im Kinderheim Kastanienhof

 

 

Fünf Gesamtschülerinnen aus Kempen und Krefeld im Alter zwischen 14 und 16 Jahren werden gerade im Kinderheim herumgeführt. Die Azubis beziehungsweise Hauswirtschaftsmeisterin Antje Lüdert erklären Hintergründe und Abläufe. Schülerin Jasmin findet es interessant, „Hauswirtschaft mal von einer anderen Seite kennenzulernen“ als sie sie aus der Schule oder von Köchen kennt. Die Teenagerin will auf jeden Fall „etwas im sozialen Bereich machen“.

Für Lüdert, die hier vor 35 Jahren selbst ihre Ausbildung gemacht hat und seit 30 Jahren ausbildet, ist die Check-in-Berufswelt eine gute Gelegenheit, für eine Ausbildung zu werben, die – wie sie bedauert – ein Imageproblem hat. „Für das bisschen Putzen und Kochen brauche ich doch keine drei Jahre Ausbildung“, gibt sie wieder, was sie oft gehört hat.

 

Die Zahl der Bewerber geht rapide zurück

 

 

Für den Kastanienhof bedeutet dieses Vorurteil, dass es schwer ist, für diesen Bereich Azubis zu finden. „Die Zahl der Bewerber geht rapide zurück“, sagt Lüdert – ein Schicksal, das die soziale Einrichtung mit vielen Handwerks-, Industrie- und anderen Unternehmen teilt. Und auch bei den pädagogischen Kräften ist die Lage seit vergangenem Jahr noch verschärft, sagt der stellvertretende Heimleiter Lucian Bartels. Deshalb macht das Heim, in dem 88 Kinder stationär betreut werden, nun schon zum zweiten Mal bei der Check-in-Berufswelt mit.

„Was der Beruf tatsächlich alles beinhaltet, Organisation, Berechnungen, Budgets, Ausrichten von Festlichkeiten, wissen viele nicht“, sagt Lüdert, die mit der Heimleitung auch in Schulen geht, um über die Ausbildungsmöglichkeiten zu berichten und immer wieder Schülerpraktikanten für drei Wochen aufnimmt.

Zwei Plätze für die Hauswirtschafts-Ausbildung und zwischen fünf und sieben Plätze für Erzieher im Anerkennungsjahr bietet der Kastanienhof jedes Jahr. „Und wir übernehmen sie gerne, wenn die Möglichkeit besteht“, sagt Lucian Bartels, heute Diplom-Sozialarbeiter, der aber schon 1982 als Zivildienstleistender im Kastanienhof anfing. „Ich kann nur sagen: Hier ist in 30 Jahren keiner bei der Prüfung durchgefallen“, sagt Lüdert.

 

Gesamtschülerin Lea hat sich die Arbeit im Kinderheim so vorgestellt, wie sie ihr in der einen Schnupperstunde am Mittwoch begegnet sei, sagt sie. Ihre Pläne sind dann aber doch andere. „Ich will Abitur machen und dann studieren. Ich hatte mal an Psychologie gedacht. Aber bei einem Berufsinfotag in Düsseldorf habe ich mir das anders überlegt“, berichtet die Jugendliche, bevor sie sich mit ihren vier Mitschülerinnen auf den Weg ins Berufsinformationszentrum (Biz) der Krefelder Agentur für Arbeit aufmacht, in dem auch zahlreiche Ausbildungsfelder vorgestellt werden.

 

  • Die Einrichtung und der Berufe-Tag

 

 

Kinderheim Das Kinderheim Kastanienhof, das sich als „Zuhause auf Zeit“ versteht, verfügt über 88 stationäre Plätze. Die rund 100 Mitarbeiter betreuen außerdem 30 Familien, die Kinder zwischen null und drei Jahren vorübergehend aufnehmen sowie 65 Pflegefamilien.

 

Hauswirtschaft Der Beruf der staatlich anerkannten Hauswirtschafter/in wird in einer dualen Ausbildung (Betrieb und Berufsschule) erworben. Die Ausbildung dauert zwei Jahre bei Vorkenntnissen wie zum Beispiel der Fachoberschulreife oder drei Jahre mit einem Hauptschulabschluss.

 

Aktionstag 30 000 Schülermagazine mit allen Infos rund um diese regionalen Schule-Wirtschaft-Aktionstage „Check-in-Berufswelt“ wurden in 170 Schulen aller Formen und Berufskollegs verteilt. 17 Initiatoren unterstützen diese Veranstaltung in vier Städten und Kreisen.

 

Do

29

Jun

2017

Der Kastanienhof informiert: Die Bernardine und Raimund Bätge-Stiftung unterstützt den Kastanienhof!

 

Im November 2016 entstand der erste Kontakt zur Bernardine und Raimund Bätge-Stiftung, welche unverschuldet in Not geratenen Menschen in Krefeld und Umgebung im Rahmen der Jugend- und Altenhilfe und des Wohlfahrtswesens helfen möchte. Nach dem Erstkontakt durften wir unsere Einrichtung, das Kinderheim Kastanienhof, vorstellen und einen Förderantrag an die Bätge-Stiftung richten. Im Dezember 2016 erreichte uns nach Prüfung des Antrags durch die Deutsche Stiftungsagentur in Neuss, dass unser Projekt „Erweiterung des bestehenden Fahrradschuppens“ genehmigt und damit gefördert werden würde. Es folgte die Übernahme der Baukosten in Höhe von 23.919,00 € durch die Bernardine und Raimund Bätge-Stiftung.

 

 

 

Ab April 2017 konnte dank der großzügigen Förderung mit den Arbeiten begonnen werden und die Erweiterung des Schuppens im Mai fertiggestellt werden.

v.l. Rainer Rommerskirchen Stiftungsvorstand Bernardine und Raimund Bätge-Stiftung , Raimund Haider stellvetr. Einrichtungsleiter, Andreas Beck Stiftungsvorstand Bernardine

und Raimund Bätge-Stiftung, Jörg Martin Geschäftsführer Deutsche Stiftungsagentur und Esta Wolff Vorstandsvorsitzende des Krefelder Frauenvereins

 

Gestern am Mittwoch, den 28.06.2017 um 16.00 Uhr war es soweit, mit dem Besuch der Vertreter des Vorstandes der Stiftung, Herrn Rainer Rommerskirchen, Rechtsanwalt, Herrn Andreas Beck, Sparkasse Krefeld, und Herrn Jörg Martin, Geschäftsführer der Deutschen Stiftungsagentur, sowie der Vorstandsvorsitzenden des Krefelder Frauenvereins Frau Esta Wolff und dem stellvertretenden Einrichtungsleiter Herrn Raimund Haider wurde der neue Schuppen offiziell übergeben.

 

 

 

Wir sind der Bernardine und Raimund Bätge-Stiftung, sowie der Unterstützung durch die Deutsche Stiftungsagentur sehr dankbar für Ihre Unterstützung!

 

Informationen zur Bernardine und Raimund Bätge-Stiftung finden sie unter: www.baetge-stiftung.de

Di

20

Jun

2017

Kastanienhof informiert: JeKaMi 2017 - die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Nach dem JeKaMi ist vor dem JeKaMi!

am 09.09.2017 laden wir auch in diesem Jahr wieder zum JeKaMi Familienfest von 14.30 bis 18.00 Uhr ein !

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Do

01

Jun

2017

Kastanienhof informiert: Squash Mai-Aktion mit der Turnhalle

Klasse!!! Ein dickes Dankeschön an die Turnhalle und besonders natürlich an Herrn Michael Mühlbacher ( Geschäftsführer der Turnhalle) für anstrengende, aber sehr spaßige Stunden beim Training und Kennenlernen des Sportes Squash.

Zu wöchentlichen Terminen im Mai hatte Herr Mühlbacher einzelne Gruppen von Interessierten Jugendlichen eingeladen an Schnupperstunden unter seiner Anleitung teil zu nehmen.

Die Begeisterung war groß... abgekämpft aber mit begeisterten Blicken vernahmen die Kids, dass Herr Mühlbacher weitere Termine in der Zukunft in Aussicht gestellt hat.

v.r. Herr Lüdert (Einrichtungsleiter Kastanienhof); Herr Mühlbacher (Geschäftsführer Turnhalle) und drei Mitarbeiterinnen des Kastanienhof...                     Foto: T.G.
v.r. Herr Lüdert (Einrichtungsleiter Kastanienhof); Herr Mühlbacher (Geschäftsführer Turnhalle) und drei Mitarbeiterinnen des Kastanienhof... Foto: T.G.

Wir bedanken uns bei Herrn Mühlbacher für sein Engagement und freuen uns auf zukünftige gemeinsame Projekte!

Mi

12

Apr

2017

Kastanienhof informiert: Österlicher Besuch aus dem Chempark

v.l. Einrichtungsleiter Jens Lüdert, Alina Jansen (Chempark), stellvertr. Einrichtungsleiter Lucian Bartels und Alina Heisterkamp vom Chempark     Foto: Thomas Gwosdz
v.l. Einrichtungsleiter Jens Lüdert, Alina Jansen (Chempark), stellvertr. Einrichtungsleiter Lucian Bartels und Alina Heisterkamp vom Chempark Foto: Thomas Gwosdz

Am Dienstag, den 11.04.2017 bekamen wir österlichen Besuch von Alina Heisterkamp und Alina Jansen vom Chempark, die Organisatorinnen der österlichen Charity Aktion des Chempark.

 

Beide Damen hatten für den Kastanienhof eine oder besser gesagt viele tolle Überraschungen dabei!

 

So wurde in den letzten Wochen von den beiden Organisatorinnen im Chempark ein Osterstrauch aufgestellt mit nummerierten Ostereiern und die Mitarbeiter und Ausbildende konnten sich ein solches Ei pflücken und dafür ein Osterkörbchen für die Kinder im Kastanienhof spenden.

 

Wir bedanken uns im Namen unserer Kinder für diese tolle Aktion und möchten nicht verschweigen, dass die gesamte Menge der Körbchen nicht auf das Foto gepasst haben, aber sichergestellt ist, dass jedes Kind ein Körbchen bekommen wird.

 

Mi

05

Apr

2017

Presse: Krone - Nähe säen und Liebe ernten

DER KREFELDER FRAUENVEREIN SETZTE DIE GRUNDPFEILER FÜR DAS KINDERHEIM KASTANIENHOF. DAS SUCHT AKUT BEREITSCHAFTSPFLEGEFAMILIEN.

Vor 190 Jahren haben es sich fünf Ehefrauen bekannter Krefelder Industrieller zur Aufgabe gemacht, bedürftigen Wöchnerinnen und ihren Babys zu helfen. Charlotte von Beckerath, Auguste de Greiff und Gertraud ter Meer gehörten zu den Gründerinnen des Krefelder Frauenvereins und bildeten damit das Fundament für ein großartiges humanitäres Engagement, das 1969 in die Entstehung des Kinderheims Kastanienhof und 2008 in das Konzept der familiären Bereitschaftspflege mündete.

Rückblick in die fünfziger Jahre: der Schlafsaal des Säuglingsheims
Rückblick in die fünfziger Jahre: der Schlafsaal des Säuglingsheims
Sarah Haurand, Leiterin für den Bereich Pflegekinder im Kastanienhof
Sarah Haurand, Leiterin für den Bereich Pflegekinder im Kastanienhof

„Die Not und der Bedarf sind heute mindestens so groß wie damals. Jetzt suchen wir aber Familien, die bereit sind, einem bedürftigen Säugling oder Kleinkind ein Zuhause auf Zeit zu ermöglichen“, betont Sarah Haurand, die den Bereich Pflegekinder im Kastanienhof leitet. Ausgehend von dem Gedanken, eigene gute Erfahrungen an Menschen mit weniger guten Voraussetzungen weiterzugeben, engagiert sich der Frauenverein Krefeld als Träger des Kastanienhofs in diesem nicht leicht zu bestellenden Feld, das aber wunderbare Früchte trägt, sobald ein Kind in eine Bereitschaftspflegefamilie vermittelt werden kann. Sie betreut das Kind einige Monate,
bis der Kastanienhof und die kooperierenden Partner nach intensiven Gesprächen und Therapien (meist mit der Mutter des Kindes) eine Rückkehr in die Ursprungsfamilie für sinnvoll erachten. Rund die Hälfte aller Pflegekinder auf Zeit können dann für immer in ihrer Ursprungsfamilie weiterleben.


„Vor fast 200 Jahren war die Ausrichtung eher praktisch ausgelegt“, weiß Karin Zecha, Vorstandsmitglied im Krefelder Frauenverein. Armen Wöchnerinnen wurden Wäsche, Milch und Nahrung zur Verfügung gestellt. Während der Wochenbettzeit sorgte eine sogenannte Hauspflegefrau für die geregelte Fortführung des Haushaltes. Außerdem wurden jungen bedürftigen Frauen Näh- und Strickkurse angeboten, die sehr gut angenommen wurden. 1868 kaufte der Verein das Haus an der  Elisabethstraße 90. Allein in diesem Jahr wurden von dort aus 375 Wöchnerinnen betreut. Weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Krefelder Frauenvereins war 1908 die Gründung des Vereins für Säuglingsfürsorge und die Einrichtung der ersten Mütterberatungsstelle der Stadt. Sie wurde unter anderem durch den Kinderarzt Dr. Isidor Hirschfelder betreut. Er war seit 1914 auch Leitender Arzt im neuen Säuglingsheim an der Petersstraße 71.

 

„WENN SICH ZEHN PFLEGEFAMILIEN AUF ZEIT FINDEN WÜRDEN, WÄREN WIR EINEN GROSSEN SCHRITT WEITER.“

 

Viele haben beim Blick in die Vergangenheit Bilder von kahlen Schlafsälen vor Augen, in denen zahllose Gitterbettchen aus Stahl nebeneinanderstehen.
„Auch der Kastanienhof hatte noch bis vor einigen Jahren eine Säuglings- und Kleinkindergruppe“, weiß Sarah Haurand. Mittlerweile verlangt der Landschaftsverband Rheinland als Fachaufsicht, dass keine Kinder unter drei Jahren mehr stationär aufgenommen werden dürfen. Hintergrund sind Forschungserkenntnisse, die belegen, dass gutes Wachsen und Gedeihen auch emotionaler Fürsorge bedarf. Sozialpädagogin Sarah Haurand bestätigt den Wandel: „Früher wurden Säuglinge von Mitarbeiterinnen in Wechselschicht betreut. Heute wissen wir, dass eine konstante Bindung im Säuglingsalter wichtig für die spätere Entwicklung ist. Nur wer Liebe und Fürsorge unmittelbar erlebt, ist auch später in der Lage, das weiterzugeben. Zwischen fünf Monaten und drei Jahren entwickelt sich eine solche konstante Bindung. Mit dem Konzept der familiären Bereitschaftspflege, das wir 2008 bei uns eingeführt haben, wollen wir dafür sorgen, dass jedes Kind unter drei Jahren in einer Familie
aufwächst und diese wichtige Bindungserfahrung macht. Deshalb suchen wir Paare oder Familien, die Säuglingen und Kleinkindern für eine Zeit diese Geborgenheit geben.“

 

Angesprochen sollen sich alle fühlen, die bereits Erfahrungen mit eigenen Kindern und genügend Zeit für das Pflegekind haben. Gerne auch Paare bis 65 Jahre, schließlich ist die Aufenthaltsdauer der Kinder auf einige Monate begrenzt. „Eine erfahrene Oma kann daher eine solche Aufgabe genauso gut bewältigen wie eine junge Familie“, sagt Karin Zecha. Gesucht werden konkret zehn Pflegefamilien.
„Es wäre zu wünschen, dass sich noch einmal so engagierte Frauen wie vor 190 Jahren finden würden, um Kindern und Eltern in Not zu helfen“, ist das Anliegen vom Krefelder Frauenverein und dem Team vom Kastanienhof. //pet


www.pflegekinder-kastanienhof.de
Ansprechpartnerin: Sarah Haurand, Telefon: 02151-50731-40

DIE LETZTEN 100 JAHRE: VOM SÄUGLINGSHEIMZUR FAMILIÄREN BEREITSCHAFTSBETREUUNG

Starke fachliche und finanzielle Säule für den Krefelder Frauenverein: Dr. Isidor Hirschfelder               Foto: Simon Erath
Starke fachliche und finanzielle Säule für den Krefelder Frauenverein: Dr. Isidor Hirschfelder Foto: Simon Erath

1917 wurde das Säuglingsheim an der Petersstraße durch das vom Ehepaar Ernst und Emma Kniffler gestiftete Nachbarhaus erweitert. 1923 fiel das Vereinsvermögen in Höhe von rund 200.000 Mark der Inflation zum Opfer. Finanzhilfen kamen in dieser Zeit vor allem vom jüdischen Kinderarzt Dr. Isidor Hirschfelder, dem Leiter der Entbindungsabteilung.
Beim 100-jährigen Bestehen beherbergte das Heim 90 Säuglinge und 21 Wöchnerinnen. 1939 wurde der Krefelder Frauenverein aus politischen Gründen aufgelöst. Das Vermögen ging auf die Stadt Krefeld über, und die Gebäude an der Petersstraße wurden zerstört. Aus Angst
vor der Deportation nahm sich Dr. Isidor Hirschfelder 1941 das Leben.
Aber sein Vermächtnis wurde weitergeführt und der Verein 1949 wieder gegründet.
1951 fand der erste Spatenstich zum neuen Säuglingsheim an der Kaiserstraße statt. 1969 wurde aus dem Säuglingsheim das Kinderheim Kastanienhof. 2004 kam eine Außenwohngruppe an der Uerdinger Straße hinzu. 2008 wurde das Angebot um die familiäre Bereitschaftspflege erweitert. Seit 2012 wird das „systemische Rückführungsmanagement“ praktiziert, um Kinder in ihre Ursprungsfamilie zurückzuführen.

"Museumsstück" vom Dachboden des Kastanienhof
"Museumsstück" vom Dachboden des Kastanienhof
Karin Zecha, Vorstandsmitglied im Krefelder Frauenverein
Karin Zecha, Vorstandsmitglied im Krefelder Frauenverein

Mo

20

Mär

2017

Presse: Extra-Tipp vom 19.03.2017 - Kastanienhof sucht Pflegefamilien

Foto: Samla.de
Foto: Samla.de

Krefeld. Für Kinder in akuten Notsituationen gibt es zur Zeit zu wenig praktische Hilfe von Familien. Der Fachdienst des Kastanienhofs sucht daher dringend Familien, die Kinder im Alter von Null bis drei Jahren für eine gewisse Zeit bei sich in der Familie aufnehmen.

 

Krefeld "Wenn heute eine Anfrage käme, ob wir ein Kind in Not unter drei Jahren in unsere Obhut nehmen können, dann müssten wir diese Anfrage aktuell mit "nein" beantworten" stellt Sarah Haurand vom Fachdienst des Kastanienhofs betroffen fest.

Um die Situation zu entschärfen, bräuchte der Kastanienhof Krefeld aktuell zusätzlich zehn Familien, die "Pflegefamilien auf Zeit" werden wollen.

 

Pflegefamilien auf Zeit sind Familien, die Kinder im Alter von Null bis drei Jahren für eine gewisse Zeit bei sich in der Familie aufnehmen. "Im Alter von sechs Monaten bis ca. 2,5 bis drei Jahren entwickeln Kleinkinder ihre Bindungsfähigkeit. Diese ermöglicht ihnen eine stabile Beziehung zu Menschen einzugehen", führt Einrichtungsleiter Jens Lüdert aus: "Wird das Kleinkind in dieser wichtigen Zeit im Schichtbetrieb betreut, ist das für die Bindungsfähigkeit nicht optimal.

Ganz anders jedoch, wenn das in Obhut genommene Kind, in der "Pflegefamilie auf Zeit" Liebe, Fürsorge und Förderung erfährt: Diese positive Erfahrung ist dann für immer im Kind verankert. Urvertrauen ist aufgebaut."

 

Bedarf wird größer

Warum sucht der Kastanienhof immer wieder Pflegefamilien auf Zeit? Zum einen wird der Bedarf größer. Die Gesellschaft verändert sich. Immer mehr Familien sind mit der Pflege und Fürsorge ihrer Kinder in einer Weise überfordert, die den Staat zwingt, das Kind in Obhut zu nehmen. Die Gründe sind vielfältig. Zum anderen hat der Kastanienhof zwar aktuell 34 Kinder in so genannten "Bereitschaftspflegefamilien" gut untergebracht. Die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Pflegefamilien und dem Kastanienhof sind sehr intensiv. Die Familien werden beraten, geschult und begleitet.
"Dennoch brechen immer mal wieder Familien weg, weil sie entweder das Kind in die Dauerpflege nehmen oder zwischen der Aufnahme zweier Kinder eine Ruhepause von einem Jahr einlegen", erläutert der Heimleiter die kritische Situation.
"In dieser Zeit können wir an diese Familien keine Kinder in Not vermitteln. Im vergangenen Jahr mussten wir 60 Kindern eine Absage erteilen, weil einfach nicht genug Pflegefamilien zur Verfügung stehen."

 

Wie können Leser helfen?

Wie können die Leser helfen? Sprechen Sie Freunde, Sportpartner, Arbeitskollegen, Verwandte und Nachbarn an und erzählen Sie von dem Bedarf an Pflegefamilien auf Zeit.

 

Informationen gibt es ganz unverbindlich beim Fachdienst des Kastanienhof unter:

Tel.: 02151-507310

oder per mail an:

info@pflegekinder-kastanienhof.de
www.pflegekinder-kastanienhof.de

Mi

15

Mär

2017

Pressemitteilung Kastanienhof - Tölke + Fischer unterstützen mit zwei PKW

v.l. Frau Wolff Vorstandsvorsitzende Krefelder Frauenverein; Markus Tölke Tölke+Fischer; Achim Staudt Tölke+Fischer; Jens Lüdert Einrichtungsleiter Kastanienhof; Lucian Bartels stellvertr. Einrichtungsleiter   Foto: T. Gwosdz

 

Die Firma Tölke + Fischer unterstützen den Kastanienhof bei der Erweiterung von Mobilität und Flexibilität.

Am heutigen Dienstag den 14. März 2017 um 17.00 Uhr freuten wir uns die Firma Tölke + Fischer mit Herrn Markus Tölke, Christian Rauen und Herrn Achim Staudt im Kastanienhof begrüßen zu dürfen.

 

Fast noch schöner war der Anblick des VW Caddy und des VW T6 , welche mit Unterstützung von Tölke+Fischer jetzt dem Kastanienhof zur Verfügung stehen und übergeben wurden.

Durch die Unterstützung der Firma Tölke + Fischer ist es nun möglich die Mobilität und Flexibilität in allen Bereichen zu erhöhen.

 

Der Fahrdienst des Kastanienhof ist täglich für unsere Kinder im Einsatz, ob es Fahrten zum Kindergarten und zur Schule, aber auch Urlaubsfahrten sind.Auch der stark wachsende Bereich der Pflegekinder wird mit der Verfügbarkeit der PKW unterstütz, in dem er durch die erhöhte Mobilität die zu betreuenden Pflegefamilien deutlich flexibler unterstützen kann.

 

Wir sind Tölke + Fischer dankbar für Ihre Unterstützung !

Di

21

Feb

2017

Ausgelassene Karnevalsfeier mit hohem Besuch von Prinzessin Britta I. und Prinz Dieter I. !!!

Das Krefelder Prinzenpaar Prinzessin Britta I. und Prinz Dieter I. besuchten Montag den 20. Februar den Kastanienhof zur stimmungsvollen ausgelassenen Karnevalsfeier.

Neben einigen Geschenken brachten Sie den ganzen Hofstaat mit und der Festsaal fing bei der stimmungsvollen Polonaise an zu wackeln!

Die Kinder sangen und tanzten bei der Polonaise um die Wette.

Wir bedanken uns beim Prinzenpaar und dem ganzen Hofstaat für diesen schönen Nachmittag.

Sa

18

Feb

2017

Kastanienhof informiert: Erneute Zusage des Krefelder Prinzenpaars Dieter I. und Britta I.  zur Karnevalsfeier am 20.02.2017

Auch in diesem Jahr wird das Krefelder Prinzenpaar Prinzessin Britta l. und Prinz Dieter l. den Kastanienhof zur internen Karnevalsfeier besuchen.

 

Am Rande der Sitzung zum 40 jährigem Jubiläum der Krefelder Amazonen im Stadtwald konnte Herr Lüdert die Zusage des Prinzenpaars einholen.

 

Am Montag den 20.02. freuen wir uns auf unser Prinzenpaar!

 

 

 

 

 

v.l.: Prinzessin  Britta I.; Einrichtungsleiter Jens Lüdert und Prinz Oliver I.


Mo

16

Jan

2017

Kastanienhof informiert: TimeOut Cyclingmarathon für den Kastanienhof

v.l. Wolfgang Hüsgen (Betriebsleiter Timeout), Inge Königs-Schmitt (Kursleitung Timeout), Jens Lüdert (Einrichtungsleitung Kastanienhof)
v.l. Wolfgang Hüsgen (Betriebsleiter Timeout), Inge Königs-Schmitt (Kursleitung Timeout), Jens Lüdert (Einrichtungsleitung Kastanienhof)

 

Am 12.01.2017 durften wir eine Spende über 300,- € in Empfang nehmen, welche die Teilnehmer des Cyclingmarathons am 26.11.2016 über Ihre Anmeldegebühr und deren Kursleiterinnen Martina Ellerbrock und Julia Van den Berg, die auf ihr Kursleiterhonorar verzichtet haben, eintrainiert haben.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, den Kursleiterinnen und dem Timeout für Ihr Engagement!

Hier geht's zum Timeout:

So

18

Dez

2016

Presse EXTRA-TIP 18.12.2016 - "Pflegeeltern gesucht" - helfen Sie Kindern in Not

Der Kastanienhof sucht Dauerpflegefamilien

Der Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof.                             Foto: Thomas Gwosdz
Der Fachdienst Pflegekinder im Kastanienhof. Foto: Thomas Gwosdz

Der Kastanienhof hat in den letzten Jahren sehr erfolgreich den Bereich der Familiären Bereitschaftsbetreuung aufgebaut. Hier wurden Säuglinge und Kleinstkinder in einer Krisensituation aufgenommen und bei sogenannten „Pflegeeltern auf Zeit“ untergebracht. Nun wendet sich der Kastanienhof erstmals an die Krefelder mit einem neuem Appell: „Dauerpflegefamilie gesucht“.

Der Kastanienhof sucht Familien und Paare, die sich vorstellen können ein kleines Kind dauerhaft und nach den Bedürfnissen des Kindes orientiert, in ihre Familie zu integrieren.
In diese Dauerpflege werden Kinder erst vermittelt, wenn die Ursprungsfamilie nicht mehr stabilisiert werden kann, beziehungsweise, wenn sich die Eltern aufgrund eigener Probleme wie Erkrankung, Abhängigkeiten oder langjähriger Inhaftierung nicht mehr um die Bedürfnisse ihrer Kinder kümmern können.
Das Kinderheim kann auf eine lange Zusammenarbeit mit Pflegefamilien zurückblicken, die sich durch den Kastanienhof kontinuierlich gut betreut fühlen, Auch aufgrund der positiven Erfahrung die der Fachdienst im Bereich der Pflegekinderhilfe gesammelt hat, bietet der Kastanienhof erstmals in Kooperation mit dem Pflegekinderdienst den Bereich der Dauerpflege an. Im einzelnen:
· Der Kastanienhof bietet Familien und Paaren eine intensive Vorbereitung und Schulung im Bewerberverfahren an.
· Hinzu kommt kontinuierliche Begleitung und Unterstützung durch den Fachdienst
· Regelmäßiger Austausch mit anderen Pflegeeltern
· Fortbildungen und In-house Veranstaltungen mit externen Referenten. Wenn Sie Interesse an Dauerpflege haben und sich vorstellen können:
· einem kleinem Kind ein liebevolles zuhause zu bieten
· genügend Wohnraum haben und finanziell unabhängig sind
· sich mit der Geschichte der Kinder und ihrer Herkunftsfamilie auseinanderzusetzen
· die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten... dann sollten sie sich nicht scheuen, sich beim Kastanienhof zu melden.

- Dauerpflege

Die Pflegekinder leben in der Pflegefamilie, bis sie erwachsen sind.
Vermittelt werden Säuglinge, (Klein-)Kinder und Jugendliche.


- Bereitschaftspflege

Unterbringung von Kindern in akuten Notsituationen für einen klar abgegrenzen Zeitraum.

In der Regel für maximal sechs Monate. Nötig ist intensive pädagogische und psychische Betreuung der Kinder.

 

 

Gerne klärt der Fachdienst des Kinderheims alle Fragen im persönlichen Gespräch.


info@kinderheim-kastanienhof.de


Wie der kleine Tom neue Eltern fand

Tom (neun Monate) ist ein aufgeweckter, kleiner Junge, er krabbelt und will die Welt entdecken. Seit drei Monaten lebt er bei seinen neuen Eltern Anna und Mark*).

 

Tom hatte keinen guten Start ins Leben: Seine Mutter hatte während der Schwangerschaft Drogen konsumiert.
Der Neugeborene litt dadurch selbst unter Entzugserscheinungen. Das Krankenhaus informierte das Jugendamt: Die Mutter entließ sich bereits
nach einem Tag und war seitdem nicht mehr bei Tom erschienen.
Nun sprangen Pflegeeltern auf Zeit ein: Sie besuchten ihn regelmäßig und nahmen ihn nach sechs Wochen und erfolgreichem Entzug mit nach Hause.
Ein Gericht entzog der Mutter, die gerade eine Therapie abgebrochen hatte, das Sorgerecht und bestimmte, dass Tom von einer Pflegefamilie aufgenommen werden sollte.
Hier kommen Anna und Mark ins Spiel: Sie können Tom die Liebe und Zuwendung geben, die er dringend braucht. Beiden blieb das Glück verwehrt, eigene Kinder zu bekommen.
Nach einem ersten Beratungsgespräch im Kastanienhof waren Sie sich sicher, ihr Leben mit einem „fremden“ Kind teilen zu wollen. Sie bewarben sich und durchliefen ein intensives Bewerberverfahren. Diese Zeit war mit vielen Ängsten und Sorgen verbunden: Wird uns das Kind akzeptieren? Werden wir dem Kind, trotz seiner Vorgeschichte, gerecht? Sind wir der Konfrontation mit den Herkunftseltern gewachsen? Was ist wenn sie ihr Kind zurück haben wollen?
Und vieles mehr.

Ein strahlendes Lächeln von Tom beim ersten Kennenlernen genügte, und all die Sorgen waren verflogen. Anna und Mark beschreiben diesen Moment als „Liebe auf den ersten Blick“.
Nachdem sie die leibliche Mutter kennengelernt hatten und sich alle Beteiligten sicher waren, dass die beiden Toms neue Eltern werden sollten, besuchten
sie ihn regelmäßig bei seinen Pflegeeltern auf Zeit. Stück für Stück übernahmen sie die „Elternrolle“ – sie fütterten und wickelten ihn, sangen Einschlaflieder und trösteten ihn. Etwa drei Wochen dauerte es, bis Anna und Mark sich sicher fühlten Toms Alltag eigenständig zu meistern. Toms Einzug wurde mit einem gemeinsamen Frühstück mit den Pflegeeltern auf Zeit gefeiert.
Mittlerweile ist der Alltag in die kleine Familie eingekehrt, Mark geht nach seiner Elternzeit wieder arbeiten, Anna ist zu Hause und entdeckt mit Tom die Welt aus einer ganz neuen Perspektive.


*) Alle Namen sind geändert.

Wir bedanken uns bei unseren Partnern:

Di

06

Dez

2016

Presse KR ONE 29.11.2016 - Das Kinderheim Kastanienhof sucht Dauerpflegefamilien: Vater, Mutter, Pflegekind

Petra Verhasselt

Lisa ist vier Jahre. Das aufgeschlossene Mädchen sitzt auf einem bunten Teppich in seinem schönen Zimmer im Kinderheim Kastanienhof. Lisa spielt „Vater, Mutter, Kind“ – eine Situation, die die Kleine noch nie erfahren hat, aber bald kennenlernen wird. Denn Lisa wird demnächst zu ihren neuen Eltern ziehen. Das Ehepaar W. aus Krefeld hat nach einem intensiven Auswahlverfahren und Kennenlernen das OK von Kinderheimleitung und städtischem Kinderpflegedienst bekommen, Lisa dauerhaft bei sich aufzunehmen. Es ist für alle der Start in ein neues Leben.

Positive Entwicklungsenergie erfährt dieses Mädchen in seiner Krefelder Dauerpflegefamilie.
Positive Entwicklungsenergie erfährt dieses Mädchen in seiner Krefelder Dauerpflegefamilie.

In der Sprache der Sozialpädagogen heißt das „Dauerpflege“. Bislang hat ausschließlich der Pflegekinderdienst des Jugendamtes Familien betreut, die Heimkinder auf Dauer bei sich aufnehmen möchten oder aufgenommen haben. „Jetzt unterstützen wir ihn“, erzählt Sarah Haurand. Die Mitarbeiterin im Fachdienst Pflegekinder des Kinderheim Kastanienhofs kümmert sich nun gemeinsam mit fünf Kolleginnen um Begleitung, Auswahl, Vermittlung und Beratung von Dauerpflege-Familien. Nächstes Jahr wird das Team erweitert. Eine Stelle ist schon sicher, aber es müssen perspektivisch mehr sein.

 

 

„In Dauerpflege vermitteln wir ausschließlich Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr zurück in ihre Herkunftsfamilien können“, betont Heimleiter Jens Lüdert. Sie wird also erst akut, wenn das sogenannte „Rückführungsmanagement“ nicht greift, will heißen: wenn die Re-Integration des Kindes in seine Ursprungsfamilie nicht möglich ist. Denn oberstes Ziel ist die Rückkehr der Kinder zu ihren leiblichen Eltern.
Deshalb erarbeiten Jutta Ferlings und Carolin Budweg in vielen Gesprächen mit den Kindseltern, welche Perspektiven es für ein Miteinander geben kann. Erkennen beide Seiten, dass das ausgeschlossen ist, können die leiblichen Eltern ihr Einverständnis in die Vermittlung in Dauerpflege geben.

„Das spart hohen Verwaltungsaufwand und verkürzt die Verweildauer im Kinderheim“, unterstreicht Sarah Haurand.

 

Für rund 15 Kinder vom Kleinkind- bis zum Grundschulalter sucht der Kastanienhof in den nächsten Monaten ein festes familiäres Zuhause. Das Team ist rund um die Uhr sowohl für interessierte Paare und Familien, als auch für bestehende Dauerpflegefamilien, erreichbar.

Im Alter von drei Jahren kam Lisa in den Kastanienhof. Ihre Mutter kann sie aufgrund ihrer eigenen schwierigen Biographie, die geprägt ist von Drogenkonsum, Krankheit und Arbeitslosigkeit, nicht umfassend betreuen. Deshalb hat sie zugestimmt, dass ihre Tochter in einer Dauerpflegefamilie groß werden soll – eine wichtige und sehr emotionale Entscheidung, die sie zum Wohl ihrer Tochter getroffen hat. Es gibt auch schon zwei potentielle Familien für Lisa. Vor ihnen stehen jetzt einige Wochen oder vielleicht auch Monate, in denen sie ihre Entscheidung überprüfen werden, an Schulungen teilnehmen und zum Schluss das Kind selbst kennenlernen. Denn nur mit einer guten Prognose entlässt das Kinderheim seine Schützlinge in die neue Familie. „Es ist schließlich für immer“, betont Heimleiter Jens Lüdert und erklärt: „Neben Fakten wie Unbescholtenheit, finanzieller Unabhängigkeit vom Pflegegeld und ausreichend Wohnraum für das Kind prüfen wir auch: Wie gehen die Eltern miteinander um? Wer wird später für das Kind hauptsächlich da sein? Haben die Eltern ein Netzwerk, wenn sie einmal krank werden? Wie gehen sie mit der bisherigen Biographie des Kindes um?“ Daneben gibt es weitere, zum Teil banale Ausschlusskriterien. Hat das künftige Pflegekind eine Hundehaar-Allergie, wird es in keine Familie mit einem Vierbeiner vermittelt. Ist es aus Sicht der Pädagogen für seine Persönlichkeitsentwicklung besser, als Einzelkind aufzuwachsen, wird es in keine Familie mit Geschwisterkindern kommen. Erst nach Klärung dieser Fragen wird ein Profil der Familie erstellt, das mit denen der zu vermittelnden Kinder abgeglichen wird.

 

Passen Familie und Kind theoretisch zusammen und sind die künftigen Pflegeeltern nach ein paar Tagen Bedenkzeit immer noch bereit zu ihrem Schritt, folgt das erste Treffen im Kastanienhof – für alle Beteiligten ein hoch emotionaler Moment.

 

Heimleiter Jens Lüdert dazu: „Ab jetzt muss alles ganz langsam gehen. Das Kind bestimmt das Tempo in der Anbahnungsphase.“ Entscheidend neben allen harten Fakten ist die Chemie. Wie riecht das Kind? Wie fühlt es sich an, wenn man es auf dem Arm hat?“ Nach den ersten Kontakten im Heim gehen die Eltern auch schon mal alleine mit dem Kind nach draußen und machen vielleicht beim nächsten Mal einen gemeinsamen Ausflug. Erst danach lernt es das neue Zuhause kennen.

 

„Irgendwann spüren alle Beteiligten den Punkt, an dem das Kind in die Obhut der Familie gegeben werden kann“, weiß Jens Lüdert. Der Pflegekinderdienst der Stadt Krefeld gibt letztendlich grünes Licht für die endgültige Vermittlung in die Dauerpflegefamilie. Für Lisa ist übrigens schon an ihrem 5. Geburtstag „Vater, Mutter, Kind“ kein Spiel mehr, sondern glückliche Familien-Realität.

 

Anmerkung der Redaktion: Die Geschichte von Lisa ist frei erfunden, basiert aber auf den täglichen Erfahrungen des Kinderheims Kastanienhof.

 

Kinderheim Kastanienhof, Kaiserstraße 103 a, 47800 Krefeld, Telefon: 02151-507-310
info@kinderheim-kastanienhof, www.kinderheim-kastanienhof.de

 

Gastfamilien für Flüchtlingskinder

 

Gastfamilien auf Zeit sucht das Kinderheim Kastanienhof in Kooperation mit dem Jugendamt auch für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. „Es werden aber nur Jugendliche vermittelt, die ausdrücklich in eine Familie wollen“, betont Sarah Haurand, sozialpädagogische Mitarbeiterin im Kastanienhof. Die meisten sind zwischen 15 und 17 Jahre alt und bleiben maximal bis zum 18. Lebensjahr in den Gastfamilien. Natürlich sind auch Verlängerungsanträge möglich, wenn Familie und Flüchtling zusammen bleiben wollen.

Do

01

Dez

2016

Presse: Extra Tipp 28.Nov.2016 - Kastanienhof und Stadt suchen Pflegefamilien

Pflegefamilien gesucht (v.l.): Kastanienhof Leiter Jens Lüdert, Andreas Altena (Firma TCS), Esta Wolff (Vorstandsvorsitzende des Krefelder Frauenvereins) und OB Frank Meyer.  FOTO: jps
Pflegefamilien gesucht (v.l.): Kastanienhof Leiter Jens Lüdert, Andreas Altena (Firma TCS), Esta Wolff (Vorstandsvorsitzende des Krefelder Frauenvereins) und OB Frank Meyer. FOTO: jps

Krefeld. Frank Meyer hat am Montag erstmals als Oberbürgermeister das Kinderheim Kastanienhof besucht und sich über Pflegefamilien informiert. Pflegeeltern werden weiter gesucht. Von Jan Popp-Sewing

 

Die Themen "Pflege auf Zeit" und "Dauerpflege" werden in Krefeld immer wichtiger. Es geht dabei um Kinder, die in familiären Krisensituationen von einer Pflegefamilie versorgt werden.

 

Um die Soforthilfe kümmern sich sogenannte Bereitschaftspflegefamilien, die im Notfall auch kurzfristig einspringen. Der Aufenthalt in diesen Familien sollte allerdings nicht mehr als drei bis sechs Monate betragen. Je länger er dauert, desto schwerer ist die absehbare Trennung für die Kinder zu verarbeiten.

 

Die Zeit in der Bereitschaftsfamilie soll dazu dienen, die Perspektive für das Kind zu klären: Soll es zurück zu den Eltern oder in eine Dauerpflegefamilie (das könnten auch Verwandte sein)?

 

Nach Angaben der Stadt sind zurzeit 37 Kinder in Krefelder Bereitschaftspflegefamilien untergebracht. 22 von ihnen haben die Perspektive, in eine Dauerpflegefamilie aufgenommen zu werden. Insgesamt leben 263 Krefelder Kinder in Pflegefamilien.

 

OB Frank Meyer informierte sich am Montag bei Esta Wolff (Vorstandsvorsitzende des Krefelder Frauenvereins) und Kastanienhof-Leiter Jens Lüdert über Pflegefamilien über den aktuellen Stand und die enge Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Kastanienhof bei dem Thema.

 

Frank Meyer betonte die Bedeutung der Pflegefamilien: "Um einen Platz im Leben zu finden, brauchen Kinder ein Umfeld, das ihnen Stabilität, Sicherheit und Wärme bietet". Im Sommer hatte die Stadt ein Fest auf dem Kirschkamperhof für alle Familien veranstaltet, die kurzfristig oder länge Pflegekinder aufnehmen.

 

Angeregt zu dem Treffen hatte Andreas Altena, Geschäftsführer der Altena-TCS GmbH, der zu diesem Anlass einen Scheck über 1500 Euro an den Kastanienhof übergab.

 

 Das Kinderheim Kastanienhof (Tel. 02151/ 507310) und der Fachbereich Jugendhilfe der Stadt (02151/ 5075911) suchen weiter Familien, die bereit sind, Säuglinge oder Kleinkinder aus kriselnden Familien für kurze oder längere Zeit aufzunehmen.

Di

29

Nov

2016

Kastanienhof informiert: Oberbürgermeister Frank Meyer besucht den Kastanienhof

Am 28. November 2016 um 11.30 Uhr war es dann soweit, wir durften Herrn Oberbürgermeister Frank Meyer zum ersten Mal im Kastanienhof begrüßen.

v.l. Jens Lüdert (Einrichtungsleiter Kastanienhof); Oberbürgermeister Frank Meyer
v.l. Jens Lüdert (Einrichtungsleiter Kastanienhof); Oberbürgermeister Frank Meyer

In großer Runde, mit Frau Esta Wolff (Vorstandsvorsitzende des Krefelder Frauenverein) und Herrn Jens Lüdert (Leiter des Kastanienhof), Horst Schwandt (Leiter der Abteilung Familien im Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung) und Kollegin Judith Heisig (Pflegekinderdienst der Stadt Krefeld) informierte sich Herr Oberbürgermeister Frank Meyer über den aktuellen Stand und die Perspektiven in den immer wichtiger werdenden Bereichen „Pflege auf Zeit“ und „Dauerpflege“ in Krefeld, sowie über die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Fachdiensten des Jugendamtes und des Kastanienhof, welcher im Bereich Pflegefamilien kompetent die Akquise und Betreuung unterstützt, um möglichst viele benötigte Pflegefamilien für Kinder in Not zu finden und zu betreuen.

 

„Wir sind der festen Überzeugung, dass es keinen besseren Ort gibt, das Leben zu lernen, als eine intakte Familie, denn erst die Vertrautheit und Geborgenheit, die menschliche Wärme machen das Leben spürbar.

Der moderne, hochtourige Alltag wie auch individuelle Problemlagen können einem gelingenden Lebensverhältnis entgegenstehen. Dort, wo verantwortliche Elternschaft auf Zeit oder Dauer nicht gegeben ist, möchten wir denen zur Seite stehen, die zu scheitern drohen,“ so Jens Lüdert (Leiter des Kastanienhof).

 

Angeregt zu dieser Runde hat Andreas Altena, Geschäftsführer der Altena-TCS GmbH, welcher auch zu diesem Anlass einen Scheck über 1.500 € an Oberbürgermeister Frank Meyer, Frau Wolff (Vorsitzende des Krefelder Frauenverein)  und Jens Lüdert (Leiter des Kastanienhof) überreichen wird.

„Wir haben uns in diesem Jahr dazu entschieden, auf die üblichen Weihnachtspräsente an gute Geschäftspartner zu verzichten. Stattdessen wollen wir die Freude vervielfachen, indem wir den Kastanienhof durch unsere Spende im Bereich Pflegekinder unterstützen,“ so Altena.

v.l. Jens Lüdert (Einrichtungsleiter Kastanienhof; Andreas Altona (Geschäftsführer Altena-TCS GmbH; Esta Wolff (Vorsitzende Krefelder Frauenverein) und Oberbürgermeister Frank Meyer
v.l. Jens Lüdert (Einrichtungsleiter Kastanienhof; Andreas Altona (Geschäftsführer Altena-TCS GmbH; Esta Wolff (Vorsitzende Krefelder Frauenverein) und Oberbürgermeister Frank Meyer

Wir freuen uns über die Unterstützung und das Interesse des Herrn Oberbürgermeister Frank Meyer.

Mo

28

Nov

2016

Presse: RP 26.Nov. 2016 - Neues Zuhause in Gruppe vier

Krefeld. Im Kinderheim Kastanienhof haben die jungen Bewohner viele Mitspracherechte. Seit zwei Jahren wird mit einem neuen pädagogischen Konzept gearbeitet. So wird auch der Wunsch vieler Kinder, in die Familie zurückkehren zu dürfen, ernst genommen. Und in einigen Fällen gibt es Hoffnung auf ein glückliches Ende.

Von Bärbel Kleinelsen (Text) und Thomas Lammertz (Fotos)

Es gibt einen Ort, der ist traumhaft schön. Kinder leben dort, die ihre Freiheit genießen und Kind sein dürfen. Ihr Anführer heißt Peter Pan. Er ist frech, naseweis und ein ausgemachter Rotzlöffel. Seit über 114 Jahren verzaubern die Geschichten aus dem Nimmerland Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt. Wie schön wäre eine Welt, in der Kinder nicht machtlos der Willkür der Erwachsenen ausgeliefert sind? In der sie mitreden dürfen, ernst genommen und gewertschätzt werden? In Krefeld gibt es ein solches Nimmerland. Es ist dort, wo man es vielleicht am wenigsten erwartet: in einem Kinderheim.

 

Sehnlich haben sich die Kinder von Gruppe vier Haustiere gewünscht.

Nun steht ein grosser Stall mit zwei Kaninchen im Wohnbereich.

 

Um die Pflege der Tiere kümmern sich die Kinder selbst - unter Anleitung der Erwachsenen, die Ihnen bei der Reinigung helfen.

Seit zwei Jahren arbeiten die Mitarbeiter des Kastanienhofes mit einem neuen pädagogischen Konzept. Es soll den Kindern, die in der schwersten Stunde ihres Lebens dorthin gekommen sind, helfen, sich in der Einrichtung an der Kaiserstraße wohl zu fühlen. "Wir nehmen die Kinder und ihre Wünsche ernst. So ernst, dass wir ein Kinderparlament eingerichtet haben, das ihre Interessen vertritt. An allen Entscheidungen, die den Alltag im Heim betreffen, werden die Kinder und Jugendlichen beteiligt", sagt Jens Lüdert, Heimleiter des Kastanienhofs. In früheren Zeiten wäre Lüdert der Herr im Haus gewesen. Ein Patriarch, der einsam seine Entscheidungen fällt. "Eine schreckliche Vorstellung", findet der 51-Jährige und ist froh, dass sich die Last der Verantwortung heute auf viele Schultern verteilt. Sowohl Mitarbeiter als auch Kinder haben Mitspracherechte und werden an Entscheidungsprozessen beteiligt.

Die Wünsche, Kritikpunkte und Sichtweisen der Kinder vertritt das Kinderparlament, das sich aus den Sprechern der Wohngruppen zusammensetzt und alle vier Wochen trifft. Die Ergebnisse dieser Treffen werden der Heimleitung präsentiert, die darauf reagieren muss. "Ich habe zehn Tage Zeit, dann muss ich spätestens eine Entscheidung mitteilen und begründen", erklärt Lüdert.

Was sich einfach anhört, war überhaupt nicht einfach umzusetzen. Mitsprache muss man lernen. Nicht nur die Kinder, auch die Mitarbeiter brauchten Zeit, um sich an die neue Linie zu gewöhnen. "Aber wir haben es geschafft", sagt Lüdert stolz, denn er weiß, dass es bislang nur wenige Einrichtungen gibt, die konsequent demokratisch organisiert sind. Die Botschaft an die Kinder: Es ist euer Zuhause, ihr seid uns wichtig, nichts wird über eure Köpfe hinweg entschieden.

"Verlorene Jungs" heißen im Nimmerland die Mitstreiter von Peter Pan. "Verloren" ist dabei durchaus positiv gemeint. Denn Verlorenes kann gefunden werden, nach Verlorenem wird gesucht, Verlorenes ist irgendjemandem wichtig. Und: Für Verlorenes gibt es Hoffnung. "Hoffnung gibt es für unsere Kinder auch. Viele Kinder wünschen sich, in ihre Familien zurückkehren zu dürfen. Wir nehmen diesen Wunsch sehr ernst und bemühen uns, mit den Eltern zusammen an einer Rückführung zu arbeiten", erklärt der Heimleiter, der selbst 20 Jahre lang an der Basis gearbeitet hat und deswegen den Alltag in einer Gruppe kennt.

Seit einer Umfrage unter "seinen Kindern" weiß er auch, wie wichtig der Aufnahmetag ist. Alle Gefragten konnten das genaue Datum und sogar die Uhrzeit nennen, alle erinnerten sich an das erste Essen. "Wie wichtig der erste Tag ist, war uns gar nicht so bewusst. Jetzt haben wir natürlich vieles geändert, damit die Kinder bei uns einen guten Start haben", sagt Lüdert.

Kommt ein Neuling beispielsweise in Gruppe vier, wird er nach einem kurzen Hallo beim Heimleiter vom Gruppensprecher abgeholt und in sein neues Zuhause gebracht. In einem bunten Willkommens-Heft findet der Neue alle Informationen über den Kastanienhof. In der Gruppe selbst ist sein Bett schön bezogen, es gibt ein Willkommensgeschenk und bunte Bilder oder Briefe der anderen Kinder. "Wie ein Gast soll sich das Kind bei uns direkt wohl- und angenommen fühlen. Wichtig ist auch, dass es weiß, dass wir auf seiner Seite stehen und ihm dabei helfen, seine Wünsche umzusetzen."

Wer in Lüdert einen naiven Peter Pan sieht, der seine Augen vor Tatsachen verschließt, der irrt. Der Heimleiter weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung um die Probleme, mit denen Einrichtungen dieser Art zu kämpfen haben. Er weigert sich jedoch, solche Themen unter den Teppich zu kehren. "Wer sagt, Übergriffe in welcher Art auch immer gibt es bei uns nicht, der lügt. Natürlich haben wir damit Probleme. Das haben wir auch angesprochen und um Hilfe gebeten, zum Beispiel beim Thema Sexualität. Inzwischen werden alle Mitarbeiter regelmäßig geschult und es gibt einen Leitfaden, wie man mit schwierigen Situationen umgeht. Hilfreich sind auch Gespräche mit anderen Kollegen, die nicht direkt betroffen sind."

Normalität wird in den Gruppen groß geschrieben. Normalität und feste Tagesstrukturen geben Sicherheit. Besucher von Gruppe vier fühlen sich bei so viel "Normalem" direkt ans eigene Zuhause erinnert. Bunte Farben, Poster und Möbel, alterstypisches Spielzeug, Haustiere, Spielekonsolen und unzählige Fotos schmücken die Räume - ein schönes Zuhause ist es, in dem zehn Kinder zwischen sieben und 14 Jahren in Ein- und Zweibett-Zimmern leben. Ihre Eltern sehen die meisten regelmäßig, können Mama oder Papa immer anrufen, wenn sie das Bedürfnis dazu haben. Das unterscheidet die Kastanienhof-Kids von Peter Pans Rasselbande. Das Nimmerland an der Kaiserstraße ist eben keine Einbahnstraße. Wer hier wohnt, hat alle Chancen auf eine glückliche Zukunft - auch ohne Feenzauber und Peter Pan.

Spenden: Kinderheim Kastanienhof, IBAN: DE90320500000000311738 BIC: SPKRDE33XXX Sparkasse Krefeld

Fr

25

Nov

2016

Kastanienhof informiert: Oberbürgermeister Frank Meyer besucht den Kastanienhof!

 

Am 28. November 2016 um 11.30 Uhr dürfen wir neben Oberbürgermeister Frank Meyer auch den Leiter der Abteilung Familien im Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, Horst Schwandt, und Kollegin Judith Heisig vom Pflegekinderdienst der Stadt Krefeld begrüßen.

 

In großer Runde, mit Frau Esta Wolff (Vorstandsvorsitzende des Krefelder Frauenverein) und Herrn Jens Lüdert (Leiter des Kastanienhof), informiert sich Herr Oberbürgermeister Frank Meyer über den aktuellen Stand und die Perspektiven in den immer wichtiger werdenden Bereichen „Pflege auf Zeit“ und „Dauerpflege“ in Krefeld, sowie über die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Fachdiensten des Jugendamtes und des Kastanienhof, welcher im Bereich Pflegefamilien kompetent die Akquise und Betreuung unterstützt, um möglichst viele benötigte Pflegefamilien für Kinder in Not zu finden und zu betreuen.

 

„Wir sind der festen Überzeugung, dass es keinen besseren Ort gibt, das Leben zu lernen, als eine intakte Familie, denn erst die Vertrautheit und Geborgenheit, die menschliche Wärme machen das Leben spürbar.

Der moderne, hochtourige Alltag wie auch individuelle Problemlagen können einem gelingenden Lebensverhältnis entgegenstehen. Dort, wo verantwortliche Elternschaft auf Zeit oder Dauer nicht gegeben ist, möchten wir denen zur Seite stehen, die zu scheitern drohen,“ so Jens Lüdert (Leiter des Kastanienhof).

 

Angeregt zu dieser Runde hat Andreas Altena, Geschäftsführer der Altena-TCS GmbH, welcher auch zu diesem Anlass einen Scheck über 1.500 € an Oberbürgermeister Frank Meyer, Frau Wolff (Vorsitzende des Krefelder Frauenverein)  und Jens Lüdert (Leiter des Kastanienhof) überreichen wird.

„Wir haben uns in diesem Jahr dazu entschieden, auf die üblichen Weihnachtspräsente an gute Geschäftspartner zu verzichten. Stattdessen wollen wir die Freude vervielfachen, indem wir den Kastanienhof durch unsere Spende im Bereich Pflegekinder unterstützen,“ so Altena.

 

Wir freuen uns über die Unterstützung und das Interesse des Herrn Oberbürgermeister Frank Meyer und würden uns über eine umfangreiche Pressebegleitung freuen, um eine möglichst große Öffentlichkeit für den Bereich der Pflegefamilien herzustellen und so vielen Kindern eine bessere Lebensperspektive bieten zu können.

Mi

14

Sep

2016

Kastanienhof informiert: Wir bedanken uns bei der Firma Henkel für eine großzügige Spende

Unter dem Motto Hand in Hand engagierte sich der Kastanienhof auf dem Sommerfest der Firma Henkel und kümmerte sich um die kleinen Gäste mit einem Stand für Kinderschminken.

In schöner Atmosphäre wurden über den Tag alle Einnahmen für den Kastanienhof gesammelt
Die Einahmen des Sommerfest betrugen ca. 2000 €. Die Firma Henkel verdoppelte den Betrag auf 4000 € zugunsten des  Kastanienhof.
Am 13.09.2016 um 14.00 Uhr besuchte uns Frau Dr. Wilsch-Irrgang der Firma Henkel im Kastanienhof.
Nach einem Rundgang übergab Frau Dr. Wilsch-Irrgang einen Scheck über stattliche 4000,-Euro an den Einrichtungsleiter Herrn Lüdert.
v.l. Einrichtungsleiter Kastanienhof Jens Lüdert, Frau Dr. Wilsch-Irrgang der Firma Henkel und stellv. Einrichtungsleiter Lucian Bartels
v.l. Einrichtungsleiter Kastanienhof Jens Lüdert, Frau Dr. Wilsch-Irrgang der Firma Henkel und stellv. Einrichtungsleiter Lucian Bartels
Die Spendensumme fliesst ausschließlich in Freizeitaktionen der zu betreuenden Kinder!
Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern der Firma Henkel für die Unterstützung!

So

11

Sep

2016

Kastanienhof zum Weltkindertag 2016 im STADTWALD

Der Weltkindertag stand in diesem Jahr unter dem Motto: "Kindern ein Zuhause geben!"

Neben weit über 50 Organisationen engagierte sich auch der Kastanienhof mit einem Malstand und dem sehr beliebten Karussell auf dem Weltkindertag 2016 im Stadtwald. Natürlich stand das Vergnügen und der Spass im Vordergrund, allerdings wurden im Laufe des Tages auch viele informative Gespräche über das Motto des Tages "Kindern ein Zuhause geben!" geführt.

Gerade das Motte dieses Jahres findet sich in den Aufgabenbereichen der Pflege auf Zeit, der Dauerpflege sowie der Gastfamilien, bei denen sich der Kastanienhof besonders engagiert wieder.

So konnte interessierten Besucher viele wichtige Informationen durch den Fachdienst des Kastanienhofes nahe gebracht werden.

Mo

05

Sep

2016

Kastanienhof JeKaMi 2016 - Nachbericht

JeKaMi… „Jeder Kann Mitmachen!“hieß es wieder am Samstag den 03.09.2016 ab 14.30 Uhr, an dem eine über die Stadtgrenzen Krefelds bekannt und liebgewonnene Tradition des Kinderheim Kastanienhofs fortgesetzt wurde. - Das Familienfest JeKaMi

Schon weit vor der Eröffnung fanden sich die ersten Besucher auf dem weitläufigen Gelände des Kastanienhof ein.

Ab 14.30 Uhr war es dann soweit und das Kinderfestes JeKaMi 2016 wurde eröffnet.

Schnell waren alle attraktiven Spiel- und Bastelstände gut besucht. Dieser Ansturm ebbte auch in diesem Jahr während des Kinderfestes nicht ab. 
Und auch in diesem Jahr war die überwältigende Besucherzahl von weit über 2500 lächelnden Gesichtern, ob jung oder alt, eine Bestätigung für alle fleissigen Hände, Unterstützer, Freunde, Mitarbeiter und Sponsoren in Ihrem Engagement.

Alle Attraktionen vom Kastenklettern über das Kinderkarussell bis zum Schminken, sowie die grossen und kleinen Preise, zauberten leuchtende Augen und ein Strahlen in die Gesichter der Besucher.

Auch die Polizei, welche mit Polizeiwagen und Motorrad zu Besuch des Kinderfestes vor Ort war, trug zur Begeisterung vieler kleiner Menschen bei.

Grosse Begeisterung kam bei jung und alt auf, als der Gaukler seine kurzen Showeinlagen gab… mit akrobatischen- sowie heissen Fackeleinlagen…


"Die grösste Leistung, welche jedes Jahr aufs Neue allen Beteiligten und Gästen einen so fantastischen Nachmittag beschert, ist diese einmalige Atmosphäre zu schaffen, welche wohl bei einer öffentlichen Veranstaltung einmalig sein dürfte.
Bei der enormen Besucherzahl eine so familiäre, friedliche, entspannte, warme Atmosphäre mit all den Attraktionen zu schaffen ist die wirklich eigentliche Leistung.“ fasste Herr Lüdert (Einrichtungsleiter) glücklich den Ablauf des JeKaMi Kinderfestes zusammen.
Ausdrücklich bedankte er sich bei allen Helfern, Freunden und Mitarbeitern, die jedes Jahr aufs neue mit tollem Einsatz dabei sind.
 
Wir freuen uns auf das Kinderfest JeKaMi 2017!

Do

01

Sep

2016

Presse - Die krone - Eltern auf Zeit - Entwicklungshilfe der besonderen Art

Rebecca Heisterhoff  01.09.2016

Im Schatten der alterwürdigen Kastanien an der Kaiserstraße wird ein Sommerfest vorbereitet. Fröhliche Kinder mit offensichtlichen Wir-hatten-Spaß-im-Matsch-Spuren auf der Kleidung und im Gesicht laufen über den Hof. Ein Grill wird aufgebaut. Fleißige Hände tragen Salatschüsseln und Getränkekästen herbei. Nach und nach treffen weitere Familien mit Kindern ein. Kinder jeden Alters. Kinder im Kinderwagen. Kinder, die krabbeln. Solche, die laufen. Solche, die den Kleineren beim Zerteilen der Grillwürstchen behilflich sind.
Vielleicht ist es wahr, dass Kinder unsere Zukunft sind. Und nicht etwa Roboter oder die neue iWatch. Mindestens genauso wahr ist allerdings, dass sie deshalb nicht automatisch selbst eine Zukunft haben. Auch nicht in unserer westlichen Welt. Das Schicksal ist immer noch ein nicht zu verachtender Mitspieler. Und manchmal braucht es mehrere Schultern, um ein Schicksal tragen zu können. Das, was hier aussieht wie ein ganz normales Familiengrillen, das so, oder so ähnlich in diesen Tagen überall in Deutschland stattfindet, ist etwas Außergewöhnliches. Denn diese Familien sind etwas Besonderes. Sie sind Familien auf Zeit. Und dies ist ein Treffen gleich mehrerer solcher Familien, die bereit waren, Bereitschaftspflegeeltern von Kindern im Alter von null bis drei Jahren zu werden.

Es ist natürlich eine Binsenweisheit, dass Eltern-werden relativ leicht ist im Verhältnis zum Eltern-sein. Dennoch gibt es immer wieder Eltern, die aus den verschiedensten Gründen ihren Kindern keine liebevollen Ansprechpartner sein können oder wollen. Manchmal sind es Krankheits- oder Suchtprobleme, Beziehungsschwierigkeiten oder Überforderung. In schwereren Fällen muss von Vernachlässigung oder häuslicher Gewalt ausgegangen werden. Das Jugendamt nimmt immer dann Kinder in Obhut, wenn das Kindeswohl nicht mehr gewährleistet wird.

 

Josef und seine Frau sind seit 15 Jahren Eltern auf Zeit. Unterstützt und betreut werden Eltern auf Zeit in Krefeld vom Team des Kinderheims Kastanienhof. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt vermitteln  Bettina von Bihl und Sarah Haurand vom zuständigen Fachbereich des Kastanienhofes kleine Notfälle an Bereitschaftspflegeeltern. Sie geben den Kindern dann das, was diese in Krisensituationen am meisten brauchen: Beständigkeit, Ruhe und Liebe. „Wir suchen immer erziehungserfahrene, geduldige Eltern“, erklärt die diplomierte Sozialpädagogin Bettina von Bihl, „Menschen, die mit Herz diese Schicksale auffangen können. Die dem Leben dieser Kinder etwas Positives hinzufügen möchten.“ „Die Kinder, die wir hier betreuen, tragen alle ihr Päckchen“, ergänzt Sarah Haurand, die beim Jugendamt beschäftigt war, bevor sie ins Team des Kastanienhofes wechselte. „Je nach Alter, bekommen die Kleinen schon sehr viel mit. Insofern sind es nicht immer leichte Kinder, für die wir eine Obhut auf Zeit suchen.“ Aber ganz egal, was danach kommt – eine Rückführung zu den leiblichen Eltern oder der Übergang in eine Dauerpflegefamilie – diese guten Erfahrungen kann ihnen niemand mehr nehmen. Davon sind alle Anwesenden überzeugt.

 

Die Familie von Josef und seiner Frau besteht zur Zeit aus drei leiblichen Kindern, zwei  Adoptivkindern und zwei Dauerpflegekindern. Dazu kommt ein Baby auf Zeit. „Nach der dritten Schwangerschaft hatte meine Frau die Nase voll“, erzählt Josef. „Wir haben uns dann automatisch mit dem Thema Pflege und seinen Facetten auseinander gesetzt. Auslöser selbst aktiv zu werden, waren letztendlich Fernsehberichte, in denen der Bedarf eindrücklich dargestellt wurde.“ Anders als noch vor 15 Jahren ist heute allgemein anerkannt, dass eine familienähnliche Unterbringung das Beste für die Kinder ist. Ein Heim ist inzwischen die nachgeordnete Option. „So betrachtet, haben wir als Familie das Glück, diese positive Entwicklung mitgemacht zu haben“, sagt Josef nachdenklich. Neben ihm sitzt Ulli. Die 61-Jährige hat auch schon einiges an Pflegeerfahrung vorzuweisen. „Vor 100 Jahren wäre ich gerne Amme geworden“, erklärt sie strahlend. „Zu sehen, wie die Kleinen wieder ins Leben kommen und anfangen aufzublühen, das ist total schön. Dennoch kann ich sie inzwischen auch ganz gut wieder abgeben.“ Abschiede – beim Eltern auf Zeit-Dasein ein wiederkehrendes Thema. „Ich habe gelernt damit umzugehen“, so Ulli. „Auch ein regelmäßiger Austausch, wie heute hier beim Grillen, hilft uns allen sehr und ist enorm wichtig.“

„Wir als Mitarbeiterinnen des Fachdienstes sehen uns als Vermittler zwischen allen Parteien und fördern gerne ein gutes Netzwerk zwischen den Eltern auf Zeit, aber im Idealfall auch zwischen ihnen und den leiblichen Eltern der Schützlinge“, erklärt Sarah Haurand. „Das Grillen heute ist zum Beispiel ein Dankeschön-Treffen. Jeder, der kleine Kinder hat, freut sich über Austausch. Und in unserer Gegenwart muss man sich vor allem nicht erklären.“ In der heimischen Umgebung kommt es natürlich vor, dass die Nachbarn neugierig sind: Wo kommen die Kinder her? Was, schon wieder ein Neues? Diejenigen Bereitschaftspflegeeltern, die schon länger dabei sind, kennen solche Fragen bereits. Dennoch empfinden alle ähnlich: „Wenn es keine Bereicherung wäre, würden wir diesen aufwändigen Job nicht machen“, bringt Josef es auf den Punkt. Gemeinsam mit der Fachbereichsleitung und der Heimleitung des Kastanienhofes haben er und seine Familie noch jedes Kind geschaukelt. Mit ihnen wird auch abgestimmt, wie lang eine Pause zwischen zwei Eltern auf Zeit-Einsätzen dauern muss. Manchmal dauert der Ablösungsprozess länger. Dann braucht eine Bereitschaftspflegefamilie mehr Zeit, um einem neuen Notfall ihre Aufmerksamkeit und Liebe schenken zu können. Um den insgesamt 36 Bereitschaftspflegeeltern diese Zeit auch einräumen zu können, würden sich Heimleiter Jens Lüdert und sein Team über weitere Familien freuen, die bereit wären, ein Kinderschicksal mit ihnen gemeinsam ein Stück weit zu begleiten. Und einen weiteren Schutzraum zu bieten, bis eine tragfähige Zukunftsperspektive für solche Säuglinge und Kinder gefunden wird, die mehr als ein Paar Eltern brauchen könnten.

 

Kinderheim Kastanienhof, Fachdienst Familiäre Bereitschaftsbetreuung, 
Kaiser Straße 103 a, 47800 Krefeld, Telefon: 02151 507310, 
info@kinderheim-kastanienhof.de, 
www.kinderheim-kastanienhof.de

Di

28

Jun

2016

Der Kastanienhof informiert! Vormerken!... JeKaMi 2016

Wieder ist ein Jahr vergangen und die Vorbereitungen auf das diesjährige JeKaMi Kinderfest laufen auf Hochtouren.

 

JeKaMi… „Jeder Kann Mitmachen!“

 

heißt es wieder am Samstag den 03.09.2016 ab 14.30 Uhr, an dem eine über die Stadtgrenzen Krefelds bekannt und liebgewonnene Tradition des Kinderheim Kastanienhofs fortgesetzt wird.

Das Familienfest JeKaMi

 Die Vorfreude macht sich bemerkbar und die Vorbereitungen liegen in den letzten Zügen.

 

Der Kastanienhof lädt Jung und Alt ein auf dem weitläufigen Gelände schöne Stunden mit Spiel, Spaß und kulinarischen Leckereien zu verbringen.

Die attraktiven Spiel- und Bastelstände, sowie Attraktionen vom Gaukler bis zum Kinderkarrusell laden im Laufe des Nachmittags die kleine und größeren

Besucher ein, mit leuchtenden Augen und geschminkten Gesichtern sowie gewonnenen Preise den Tag zu genießen.

Für das leibliche Wohl sorgt  eine gut sortierte Grillecke, ein reichhaltiges Kuchenbuffet und nicht zuletzt der Getränkestand.

Vom Gaukler bis zum Kinderkarussell gibt es vielfältige Möglichkeiten, um sportlich und spielerisch zu verweilen.

 

EINLADUNG

JeKaMi

Samstag, 03. September – 14.30 Uhr

Kinderheim Kastanienhof

Kaiserstraße 103a

47800 Krefeld

Mi

04

Mai

2016

Kastanienhof informiert: Tolle Aktion des MERCURE Parkhotel Krefelder Hof im Kastanienhof!

v.l. Einrichtungsleiter Kastanienhof Jens Lüdert, Direktor Mercure Parkhotel Krefelder Hof Herr Michel und Chef der Patisserie Mercure Hotel Herr Wellmanns
v.l. Einrichtungsleiter Kastanienhof Jens Lüdert, Direktor Mercure Parkhotel Krefelder Hof Herr Michel und Chef der Patisserie Mercure Hotel Herr Wellmanns

Heute um 15 Uhr bekamen wir Besuch aus dem Mercure Parkhotel Krefelder Hof. 

 

Im Rahmen des Projektes Planet 21 des Mercure Hotel Krefeld, indem sich die Mercure Hotels weltweit über 21 Maßnahmen für das Wohlergehen unserer Erde einsetzt, veranstaltete das Mercure Hotel Krefeld mit Ihrem Chef der Patisserie Herrn Wellmanns mit einigen Kindern in der Küche des Kastanienhof einen Nachmittag mit kreativen Süßspeisen.

 

Auch der Direktor Herr Henning Michel, sowie sein Stellvertreter Herr Andre Obiglo liessen sich die Aktion und die begeisterten Kinderaugen nicht entgehen.

Eine klasse Aktion, die den Kindern einen kreativen Umgang mit Lebensmitteln nahe brachte und sie begeisterte!

 

Wir möchten uns sehr für die Zusammenarbeit mit dem Mercure Parkhotel Krefelder Hof bedanken!

Mi

13

Apr

2016

Kastanienhof informiert: Spendenübergabe bei TruckPower in Krefeld

Am 13.04. besuchte Herr Lüdert (Einrichtungsleiter Kastanienhof links) die Firma truckpower gmbh in Krefeld.
Die Firma truckpower, vertreten durch Claus Zilian (Niederlassungsleiter Bildmitte) und Herrn Winzen (stellvertr. Niederlassungsleiter rechts) hatten den Kastanienhof mit den Einnahmen aus einer Tombola, welche Anfang April zur Neueröffnung des Standortes durchgeführt wurde, bedacht.
Im Rahmen der Feier wurden so Lose in einem Wert von 750,-€ für den Kastanienhof verkauft.
Wir möchten uns an dieser Stelle für die Spende und die Unterstützung herzlich bedanken!

truckpower gmbh Krefeld
Dießemer Bruch 100c, 47805 Krefeld
Fon 02151|6320-0 Fax 02151|6320-99
tp.krefeld@truck-power.de

www.truck-power.de

 

 


Mi

13

Apr

2016

Presse Stadt-Panorama 08.04.2016 -FBB des Kinderheim Kastanienhof sucht "Pflegeeltern auf Zeit"

Retten Sie ein Kind!

Gabi V. mit einem anderen Schützling. Die Kinder, die liebevolle Pflegeeltern finden, haben eine Chance auf ein normales Leben. „Die Kinder werden bei ihren Bereitschaftspflegeeltern schöner", so Bettina von Bihl, Dipl. Sozialarbeiterin. Foto: Archiv
Gabi V. mit einem anderen Schützling. Die Kinder, die liebevolle Pflegeeltern finden, haben eine Chance auf ein normales Leben. „Die Kinder werden bei ihren Bereitschaftspflegeeltern schöner", so Bettina von Bihl, Dipl. Sozialarbeiterin. Foto: Archiv

Niederrhein. Wenn Kinder zwischen 0 und drei Jahren nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern bleiben können, braucht es Menschen, die sich der hilflosen Kleinen annehmen. "Pflegeeltern auf Zeit" spielen hier eine wichtige Rolle. Eine Pflegemutter erzählt. 

Von Claudia Basener

 

Was der kleine Tim (Name von der Redaktion geändert) bereits durchgemacht hat, kann man nur erahnen: Als das Jugendamt den zehn Monate alten Jungen seiner leiblichen Mutter wegnehmen muss, starrt er nur regungslos vor sich hin, die kleinen Händchen sind ganz verkrampft. Bereitschaftspflegemutter Gabi V. (Name geändert) ist seine Rettung. Sie hat ihm ein neues Zuhause gegeben - auf Zeit.

Aufgrund eines Zeitungsartikels über Bereitschaftspflegefamilien hatte sich Gabi V. vor einiger Zeit beim Fachdienst Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB) des Kinderheims Kastanienhof in Krefeld gemeldet.

"Pflegeeltern auf Zeit" nehmen Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren für die Zeit bei sich auf, in der geklärt wird, ob sie zurück zu ihren leiblichen Eltern dürfen oder in die Dauerpflege übergeben werden. "Ich hatte einfach gespürt, dass ich helfen will", sagt die gelernte Friseurin, die nach 20 Jahren in ihrem Beruf nach etwas Neuem suchte. Ihr Mann und ihre zwei Kinder waren von der Idee sofort angetan und unterstützen sie bei der Bewerbung.

"Das ist der wichtigste Punkt", betont Bettina von Bihl vom FBB beim ersten Beratungsgespräch, "die eigene Familie steht immer an erster Stelle. Man muss wissen, dass man als Familie komplett ist und man einem anderen Kind nur für einen gewissen Zeitraum ein gutes Zuhause geben möchte." Der FBB steht dabei jederzeit zur Seite: "Wenn es Probleme gibt, finden wir Lösungen", versichert Heimleiter Jens Lüdert: "Es gibt rund um die Uhr einen Ansprechpartner. Wir bieten Fortbildungsmaßnahmen aber auch Gesprächsgruppen an." Und auch die finanziellen Aspekte werden direkt geklärt: Die Erstausrüstung bekommt die Pflegefamilie gestellt, es gibt eine Aufwandsentschädigung.

Bei drei Hausbesuchen überzeugt sich das Team des Kastanienhofs bei Familie V., dass ein Pflegekind hier gut aufgehoben wäre und bereitet die Familie genaustens auf das vor, was sie erwarten wird.

Anschließend erteilt das Jugendamt nach nochmaliger Überprüfung die Pflegeerlaubnis. Mit dieser werden aus Eltern Pflegeeltern und das Warten auf ein Kind, das zur eigenen Familie passt, beginnt.

Als Gabi V. den ersten Vermittlungsanruf vom Fachdienst Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB) des Kinderheims Kastanienhof in Krefeld erhielt, war sie aufgeregt, aber auch überglücklich.

Zwei Pflegekinder konnte sie seitdem bereits durch die schwere Zeit bis zur Rückführung zu den eigenen Eltern bzw Großeltern begleiten. Tim ist ihr dritter Schützling. Der kleine Junge blüht in ihrer Familie förmlich auf, die Verkrampftheit ist gewichen, der Blick offen und wach.

Genau dies ist es, was Gabi V. als "erfüllend" beschreibt: "Man rettet ein Kind und prägt eine derart entscheidende Entwicklungsphase mit." Dass der Aufenthalt begrenzt ist, muss man sich immer wieder bewusst machen, um für den Abschied gerüstet zu sein. Eine emotionale Herausforderung, die die Pflegefamilien mit Hilfe des FBB gut bewältigen. Für den letzten Tag hat Gabi V. ein festes Ritual entwickelt, das ihr und ihrer Familie ermöglicht, abzuschließen. Ein ausschleichender Kontakt sorgt dann dafür, dass das Kind die Trennung verarbeiten kann.

Was die leiblichen Eltern betrifft, ist ein respektvoller aber distanzierter Umgang wichtig. Die Pflegeeltern sind ausschließlich für das Kind verantwortlich. Und die meisten leiblichen Eltern erkennen, dass es ihr Kind dort gut hat. Denn wenn Kinder (im Alter von 0 bis 3 Jahren) nicht vermittelt werden können, werden sie in sogenannte Notfallambulanzen untergebracht: eine Massenabfertigung im Schichtdienst, die sich gerade mal um die "Grundversorgung" kümmern kann - mit fatalen Folgen in dieser wichtigen Entwicklungsphase.

Als Gabi V. im Hinblick auf die leiblichen Eltern mal die Frage gestellt bekommt, ob sie nicht ein schlechtes Gewissen habe, wenn sie "weggenommene" Kinder aufnehme, antwortet sie daher auch: "Ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich es nicht tun würde."

Sarah Haurand, Elke Weegen-Schmidt, Bettina von Bihl und Erika Gretschmann (v.l.) vom FBB suchen „Pflegeeltern auf Zeit“. Die Krefelder Einrichtung ist Ansprechpartner für zahlreiche Jugendämter vom Niederrhein, es können sich auch gerne Familien aus unserem Verbreitungsgebiet melden.FOTO: privat


Di

05

Apr

2016

Kastanienhof informiert: Info-Veranstaltung "Pflegeeltern auf Zeit"!

Der Fachdienst des Kastanienhof informiert am 7. April um 19 Uhr im Saal des Kastanienhof Kaisers. 103a über das Thema "Pflegeeltern auf Zeit".

 

Extra Tipp 03.04.16

WZ 30.03.16

RP 01.04.16


Mo

04

Apr

2016

Presse WZ 04.04.2016 - Torte für Kinder zum Fünfjährigen

Do

10

Mär

2016

Kastanienhof informiert: Stadt Krefeld sucht Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Stadt Krefeld sucht dringend Gastfamilien, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei sich aufnehmen. Bei einer Veranstaltung des Fachbereichs Jugendhilfe und des Kinderheims Kastanienhof informierten sich über 40 Bürger über die Voraussetzungen, die Gasteltern mitbringen sollten. Sie erhielten Auskunft über ihre Rolle und Aufgabe, über den Anspruch auf Schulung, Beratung und Vergütung sowie über das Verfahren der Eignungsfeststellung. Der Fachdienst des Kastanienhofs hat die Aufgabe übernommen, Gastfamilien zu finden, da die Mitarbeiter bereits Erfahrung in der Vermittlung von Pflegefamilien haben. „Hierbei befinden wir uns in enger Abstimmung mit verschiedenen Krefelder Sozialdiensten und auch dem Pflegekinderdienst der Stadt", sagte Jens Lüdert, Leiter des Kinderheims Kastanienhof.

Das Team vom Kinderheim Kastanienhof kümmert sich in Abstimmung mit dem Fachbereich Jugendhilfe um die Vermittlung von UMAs an Gastfamilien. (von links) Sarah Haurand, Carolin Budweg, Leiter Jens Lüdert, Elke Wegen-Schmidt, Erika Gretschmann, Jutta Ferlings, Bettina van Bihl und Gerhard Ackermann, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe. Foto: Kastanienhof

„Mit der großen Flüchtlingswelle kommen vermehrt Minderjährige ohne familiäre Begleitung nach Deutschland, vorwiegend junge Männer zwischen 13 und 17", erklärte Gerhard Ackermann, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe. „Die neue Gesetzeslage sieht vor, dass die unbegleiteten Minderjährigen vom örtlichen Jugendamt in Obhut genommen werden", so Ackermann. Die Zuweisung der sogenannten UMAs (unbegleitete minderjährige Ausländer) auf die Städte erfolgt vom Land Nordrhein-Westfalen nach der Einwohnerzahl. Für Krefeld bedeutet dies die Aufnahme von 165 bis 175 UMAs. Derzeit befinden sich 163 UMAs in der Obhut des städtischen Fachbereichs Jugendhilfe. „Wir konnten bereits 75 Jugendliche unterbringen, für über 80 suchen wir noch Plätze, da die Kapazitäten der Krefelder Kinderheime ausgeschöpft sind", stellte Ackermann fest. Bislang sind etliche der jugendlichen Migranten in einem Hotel untergebracht. „Wie allen anderen elternlosen Kindern möchten wir jedoch auch den jungen Flüchtlingen die Möglichkeit von Sicherheit und Unterstützung innerhalb eines familiären Umfeldes bieten und suchen deshalb Gasteltern", führte Ackermann weiter aus.

Über ein sogenanntes „Clearing-Verfahren" stellt der Fachbereich Jugendhilfe zunächst fest, welche Jugendliche für den Aufenthalt in einer Gastfamilie in Frage kommen. Interessierte Gasteltern können sich beim Fachdienst des Kinderheimes Kastanienhof erst einmal telefonisch beraten lassen und erhalten anschließend Bewerberunterlagen. In weiteren Gesprächen und einem Hausbesuch entscheidet der Fachdienst dann über die Eignung der Gastfamilie. Die Vermittlung eines unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen geschieht letztlich ebenfalls in mehreren Phasen: vom Bericht des Fachdienstes über ein persönliches Treffen der Familie mit dem Jugendlichen bis hin zur Aufnahme. „Wichtig ist, dass die Chemie stimmt", sagt Jens Lüdert, die Unterbringung in der Gastfamilie ergibt nur Sinn, wenn beide Seiten sich vorstellen können, zusammenzuleben".

Interessierte Gastfamilien können sich mit dem Kinderheim Kastanienhof in Verbindung setzen unter Telefon 0 21 51 / 50 73 10 oder online.

Mi

03

Feb

2016

Mehr geht kaum noch.... Party mit Prinzessin Danny 1. und Prinz Oliver 1. !!!

Das Krefelder Prinzenpaar Prinzessin Danny I. und Prinz Oliver I. besuchten Montag den 1. Februar den Kastanienhof zur stimmungsvollen ausgelassenen Karnevalsfeier.

Neben einigen Geschenken brachten Sie den ganzen Hofstaat und sehr viel "Volksnähe" mit!

Die Kinder waren sofort Feuer und Flame, sangen, tanzten und schunkelten mit dem Prinzenpaar um die Wette.

Wir bedanken uns beim Prinzenpaar und dem ganzen Hofstaat für diesen unvergesslichen Nachmittag.

So

31

Jan

2016

Presse - Hallo Uerdingen Heft 2 Februar - Wir suchen...

Fr

22

Jan

2016

Presse - Niederrhein Nachrichten 16.01.16  - Pflegeeltern auf Zeit

Do

21

Jan

2016

Presse - EXTRA TIPP - Pflegeeltern auf Zeit gesucht

Unsere Partner

So

10

Jan

2016

Kastanienhof informiert: Erneute Zusage des Krefelder Prinzenpaars Prinz Oliver I. und Prinzessin Danny I. zur Karnevalsfeier am 01.02.2016

Auch in diesem Jahr wird das Krefelder Prinzenpaar Prinzessin Danny l. und Prinz Oliver l. den Kastanienhof zur internen Karnevalsfeier besuchen.

 

Zum Anlass der Veranstaltung "Verleihung des närrischen Steckenpferdes" konnte Herr Lüdert nicht nur die Zusage des Prinzenpaars einholen, ihm wurde im Rahmen der Veranstaltung auch noch ein Sessionsorden 2016 verliehen.

 

 

Am Montag den 01.02. freuen Wir uns auf unser Prinzenpaar!

 

 

 

 

 

 

 

v.l.: Prinz Oliver I.; Heimleiter Jens Lüdert und Prinzessin Danny I.


Do

03

Dez

2015

Presse: KR-ONE Dez 2015 - Geborgenheit für einen guten Start ins Leben

FAMILIÄRE BEREITSCHAFTSBETREUUNG (FBB) IM KINDERHEIM KASTANIENHOF

190 Kleinkinder aus schwierigsten Familienverhältnissen wurden in den vergangenen acht Jahren durch die Initiative des Kinderheims Kastanienhof in Pflegefamilien auf Zeit vermittelt. Dahinter stecken 190 Schicksale vom Säugling bis zum Dreijährigen. Und die Schicksale von meist sehr jungen Müttern. Sie sind psychisch krank, überfordert, alkohol- oder drogenabhängig und teilweise selbst Heimkinder. Manchmal auch alles zusammen. Die Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB) des Kinderheims Kastanienhof fängt Kleinkinder auf, die in solche Krisensituationen hinein geboren werden. Aktuell 28 Pflegefamilien geben ihnen Schutz, Ruhe, Geborgenheit und Liebe bei ihrem Start ins Leben.

 "Die Kindeseltern sind meist Opfer. Sie wurden in einem zerrütteten Elternhaus groß, litten unter häuslicher Gewalt oder Missbrauch", weiß Claudia S. (Der Name

wurde von der Redaktion geändert.) Die 46-jährige Pflegemutter aus Krefeld ist gerade mit ihrem vier Wochen alten Pflegejungen im Kastanienhof zum "Besuchskontakt" gekommen. Hier trifft sie ein- bis zweimal in der Woche dessen Mutter in einem der vier liebevoll eingerichteten Besucherräume. In dieser wohnlich intimen Atmosphäre berichtet Claudia S., wie sich der Kleine entwickelt. Und sie gibt der Mutter ein gutes Gefühl. Claudia S. drückt es so aus: "Die leibliche Mutter

und ich sind keine Konkurrentinnen. Ich versorge lediglich ihr Kind, weil sie es im Moment nicht kann." Bei den Besuchskontakten spricht man sich nur mit dem

Vornamen an. Die komplette Identität der Pflegeeltern bleibt bewusst anonym, um Auseinandersetzungen außerhalb der Besuchskontakte zu verhindern.

Durchs Fenster beobachten wir einen ca. dreijährigen Jungen, der mit seinen Eltern im weitläufigen Park des Kinderheims spielt. So sieht im besten Fall der Besuchskontakt älterer Pflegekinder mit ihren leiblichen Eltern aus. Claudia S., die seit 2012 mit ihrem Mann und den vier gemeinsamen Kindern (17, 15, 13 und 7 Jahre) insgesamt sechs Pflegekinder aufgenommen hat, kennt aber auch andere Fälle: "Manche Mütter kommen in den ersten Wochen und dann gar nicht mehr." Dennoch hegt die Pflegemutter großes Mitgefühl, ja regelrechte Empathie, mit den Kindeseltern.

Denn Claudia S. verschließt nicht die Augen vor der meist schrecklichen Biographie der leiblichen Mutter, deren Überforderung, die schließlich das Jugendamt vor die

Entscheidung gestellt hat, das Kind in eine Bereitschaftspflegefamilie zu geben.

"Diese wertschätzende Grundhaltung gegenüber den Kindeseltern ist eine ganz wichtige persönliche Voraussetzung unserer Pflege-Eltern", betont Bettina von

Bihl vom Fachdienst FBB. Gemeinsam mit ihren drei Kolleginnen betreut die Diplomsozialarbeiterin Bereitschaftspflegefamilien, hütet den riesengroßen "Erstausrüstungs-Fundus" vom Oberteil in Größe 56 über das Babyfon bis zum Kindersitz, organisiert Schulungen und Frühstückstermine für die FBB-Eltern. Und

kümmert sich um deren Nachbetreuung, wenn sie sich nach einigen Monaten wieder von ihrem Schützling trennen müssen. Denn Ziel ist eine Pflege auf Zeit: Nach

ein paar Monaten sollen die Kleinen möglichst in die Herkunftsfamilie zurückkehren können.

 „Wir suchen noch 20 weitere Familien, die für einige Zeit einen Säugling oder ein Kleinkind bei sich aufnehmen möchten.“ (Jens Lüdert, Heimleiter)

 „Eine geschlossene Tür auf unserem FBB-Flur ist ein gutes Zeichen. Denn dann findet ein Besuch zwischen den leiblichen Eltern und ihrem Kind statt.“ (Bettina von Bihl, Fachbereich FBB)

Frauenpower im Fachbereich Familiäre Bereitschaftsbetreuung (v.l.): Sarah Haurand, Elke Weegen-Schmidt, Bettina von Bihl, Erika Gretschmann


 Bis dahin müssen erfahrungsgemäß Bedenken vom Jugendamt, Familiengericht und anderen Behörden ausgeräumt werden. Es gilt Verhaltensprotokolle der Kinder

und Dokumentationen der Besuchskontakte auszuwerten und wichtige Gutachten abzuwarten. Ein hoher Verwaltungsaufwand, der Zeit kostet und leider in den seltensten Fällen zum gewünschten Ziel führt. Heimleiter Jens Lüdert kennt die Zahlen: "10 bis 15 Prozent unserer FBB-Kinder gehen in ihre Familie zurück. Die

meisten aber finden in Dauerpflegefamilien ihr neues Zuhause."

Die Intention der meisten FBB-Familien aber ist eine andere. Für sie ist es eine Lebensaufgabe, möglichst vielen Kleinkindern aus schwierigen Verhältnissen einen

guten Start ins Leben zu ermöglichen. So sieht es auch die Familie von Claudia S. Als der jüngste Sohn in den Kindergarten kam, war für sie und ihren Mann klar:

Jetzt ist die richtige Zeit für ein Pflegekind. "Unsere Familie war komplett, und ich hatte Zeit. Unser erstes Pflegekind war ein sehr kleines, zartes Mädchen. Alles

lief wunderbar. Wir versorgten es drei Monate, bis es in eine liebevolle Dauerpflegefamilie kam." Auch die vier eigenen Kinder nahmen den Schützling wie ein

Geschwisterchen auf (eine ebenfalls wichtige Voraussetzung bei der Überprüfung potentieller FBB-Familien neben harten Fakten wie Gesundheits- und Führungszeugnissen etc.)

„Mich hat es sehr glücklich gemacht, als unser Pflegekind die erste feste Mahlzeit verspeiste. Die Freude war genau so groß wie bei unseren eigenen Kindern.“ (Claudia S., FBB-Mutter)
„Mich hat es sehr glücklich gemacht, als unser Pflegekind die erste feste Mahlzeit verspeiste. Die Freude war genau so groß wie bei unseren eigenen Kindern.“ (Claudia S., FBB-Mutter)

Die erfahrene Pflegemutter Claudia S. weiß, was eine gute Pflegefamilie neben einem intakten sozialen Umfeld auch mitbringen muss: Freude an Kindern, Erfahrung im Umgang mit ihnen und Belastungsfähigkeit. Bettina von Bihl, selbst Mutter zweier erwachsener Kinder, unterstreicht das: "Man muss es körperlich und nervlich aushalten können, auch mal ein paar Nächte hintereinander nicht zu schlafen, wenn das Pflegebaby schreit. Auch sollten die eigenen Kinder über drei Jahre alt sein, sonst wird man womöglich beiden Kindern nicht gerecht."

Zum Ankommen in einer Pflegefamilie gehört aber auch das Abnabeln nach der Betreuungsphase. "Das muss man von Anfang an wissen", betont Claudia S., gibt aber zu, dass die ersten Tage nach dem Abschied immer schlimm sind: "Wenn das Auto mit dem Kind wegfährt, weinen wir oft alle." Fünf Pflegekinder musste Familie S. schon verabschieden. Je länger die Kinder Teil der Familie waren, desto größer war die Trauer. Doch die geht langsam zurück in der "Anbahnungsphase" mit der Dauerpflegefamilie. Man lernt sich kennen, trifft sich zunächst zuhause bei der FBB-Familie, später bei der neuen Familie. „Das ist eine sehr intensive Zeit", sagt Claudia S. und fügt hinzu: „Wenn wir spüren, dass ,unser' Kind ein paar Tage am Stück in der neuen Familie bleiben kann und wir das Gefühl haben, beide Seiten haben sich kennengelernt, dann muss man loslassen. Wenn ich im Herzen mit dieser neuen Familie einverstanden bin, dann funktioniert das auch gut.“ Bisher hatten Claudia S. und ihr Mann „Riesenglück“ mit „ihren“ Dauerpflegefamilien. Zu fast allen haben sie guten Kontakt. Waren schon bei Taufen dabei und freuen sich immer über aktuelle WhatsApp-Fotos ihrer Schützlinge. Traurig wird es erst wieder dann für das Ehepaar S. und die vier „Geschwister“, wenn ihr jetziges, das sechste Pflegekind, die Großfamilie verlassen muss. Alle wollen lieber nicht daran denken, wie es ist, wenn das Auto mit dem geliebten Pflegekind aus ihrem Blickfeld verschwindet. //pet



Kinderheim Kastanienhof, Kaiserstraße 103 a, 47800 Krefeld

Telefon: 02151-50731-0, www.kinderheim-kastanienhof.de

VORREITERROLLE FÜR DEUTSCHLAND

 Im März dieses Jahres hat das Kinderheim Kastanienhof auf Initiative von Jens Lüdert und den Kolleginnen des Fachbereichs FBB mit der Stadt Krefeld eine wichtige Vereinbarung getroffen, die einmalig in Deutschland ist.

Ausgangssituation war diese: Sobald ein Kind aus seiner Herkunftsfamilie in eine Pflegefamilie kam, gab es für die leiblichen Eltern grundsätzlich keine soziale Betreuung mehr. Weil sie ja kein Kind mehr bei sich haben. Zu Recht fragte sich der engagierte Kinderheimleiter Jens Lüdert: "Wenn das Kind aber irgendwann wieder zurück in die Familie gehen soll, muss ich doch prüfen, wie sich die Eltern ab dem Tag der Herausnahme entwickeln. Ich muss herausfinden, ob die Erziehungsfähigkeit wieder hergestellt werden kann."

Daraufhin hat das Kinderheim Kastanienhof der Stadt das Angebot gemacht, zu diesem Zweck einen Sozialarbeiter mit Spezialausbildung im therapeutischem

Bereich einzustellen. Der versucht nun, in verschiedenen Herkunftsfamilien aufzuklären, welche Hilfen nötig sind. Das kann ein Drogentest sein oder eine Therapie. Fruchten diese Maßnahmen, wird ein Rückführungsprozess eingeleitet. Das vom Kinderheim in die leiblichen Eltern gesetzte Vertrauen lässt diese am Ende mit erkennen, ob sie es schaffen, dass ihr Kind in Zukunft bei ihnen leben kann oder nicht.

Die Fachkräfte des Rückführungsmanagements arbeiten in der Zeit, in der ihr Kind in einer Bereitschaftspflegefamilie untergebracht ist, ganz intensiv mit den leiblichen Eltern und versuchen, mit ihnen einen gemeinsamen Weg zu erarbeiten, der dem Wohle des Kindes dient. Das kann auf der einen Seite heißen, dass das Kind mit Unterstützung des Kastanienhofs zurück geht zu den leiblichen Eltern oder aber, dass das Kind mit Einverständnis der Eltern in eine Dauerpflegefamilie geht. Ziel ist es, die Verweildauer in einer Bereitschaftspflegefamilie zu verkürzen.

 

So

29

Nov

2015

Presse: Rheinische Post online 28.Nov. - Menschen im Advent

Mutter auf Zeit - Trauer inbegriffen

"Sobald man ein Kind auf den Arm nimmt, wächst es einem ans Herz": Petra G. (der richtige Name darf aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden) ist 46 Jahre alt, Mutter von zwei erwachsenen Kindern und nimmt seit einiger Zeit Kinder aus dem Kinderheim Kastanienhof für eine Übergangszeit auf.

FOTO: Thomas lammertz

Krefeld.

Wenn Kinder aus zerrütteten Familien herausgenommen werden, werden die Kleinen von Kurzzeitpflegemüttern aufgenommen. Die Aufgabe ist schön und schwer, auch deshalb, weil der Abschied immer schwerfällt.

Es sind anrührende Minuten, als es um die Frage geht, wie es ist, ein Kind wieder abzugeben. "Man braucht eine Weile, um zu trauern", sagt Petra G. (Name aus rechtlichen Gründen geändert), "man kann ein Kind nicht monatelang betreuen und dann sagen: Tschüss, das war's". Petra G. ist eine sogenannte Bereitschaftspflegemutter.

 

Sie nimmt vorübergehend Kinder bis drei Jahre auf, die aus einer Familie herausgenommen werden, weil die leiblichen Eltern nicht in der Lage sind, das Kind zu versorgen. Dahinter stehen immer kleine und große Tragödien. Und Trauer für die Mütter auf Zeit.

 

Petra G. ist 46 Jahre alt und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Ihre Familie trägt ihr Engagement mit - das geht ja auch gar nicht anders. Sie ist durch eine Bekannte auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht worden, im Auftrag des Kinderheims Kastanienhof Kinder vorübergehend aufzunehmen. Da sie den Umgang mit Kindern mag, ist sie auf das Kinderheim zugegangen.

 

Die Auswahl der Pflegeeltern auf Zeit erfolgt über drei Hausbesuche, erläutert Kinderheim-Leiter Jens Lüdert. Ein wichtiges Kriterium: Die Mütter sollen es nicht aus Gründen des Geldverdienens machen. "Wichtig ist, dass Bereitschaftseltern das Geld nicht benötigen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten", sagt Lüdert. Üppig ist die Geldzuwendung ohnehin nicht: Die Mutter auf Zeit bekommt rund 1000 Euro Aufwandsentschädigung im Monat, von der auch Nahrung und Kleidung gekauft werden müssen.

 

Petra G. betont, dass es ohne Empathie nicht geht. "Sobald man ein Kind auf den Arm nimmt, wächst es einem ans Herz." An einer Trauerphase komme man nicht vorbei, bekräftigt sie. Der Abschied falle aber leichter, wenn sie das Gefühl habe, ein Kind in gute Hände abzugeben. Deswegen ist es gang und gäbe, dass die Bereitschaftsmutter die spätere Dauerpflegefamilie für das Kind kennenlernt. Im Schnitt soll ein Kind bis zu sechs Monate bei einer Bereitschaftsmutter sein; es können aber auch acht, neun oder mehr Monate werden, bis - wie es heißt - die "Perspektive" für das Kind geklärt ist: ob es zurück zu den leiblichen Eltern geht oder in eine Dauerpflegefamilie.

Nur in zehn bis 15 Prozent der Fälle können die Kinder zu den Eltern zurückkehren, sagt Lüdert. Die Probleme dort sind oft zu groß: Drogenabhängigkeit, psychische Krankheiten, soziale Verwahrlosung. Am Ende entscheidet ein Gericht auf der Grundlage von Gutachten, was mit einem Kind geschieht. Wichtig ist auch, dass eine Bereitschaftsmutter die leiblichen Eltern nicht verachtet, sondern ihnen respektvoll gegenübersteht; "das geht", sagt Petra G., "wenn man ein Menschenfreund ist".

 

Den leiblichen Eltern wird auch die Möglichkeit gegeben, ihr Kind zu treffen - auch um die Möglichkeit der Rückkehr des Kindes offenzuhalten. Was aber im Alltag vor allem zählt, ist der Umgang mit dem Kind: "Die Kinder machen viel Freude", sagt Petra G., zumal die Kleinen in der neuen Familie oft aufblühen, schon körperlich, denn viele Kinder sind, wenn sie in die Obhut des Jugendamtes kommen, innerlich angegriffen und äußerlich verwahrlost.

 

Das Kinderheim ist dankbar für Interessenten, die die Aufgabe übernehmen wollen, solche Kinder aufzufangen. "Wir nehmen auch die 60-Jährige, die fit ist und sich das zutraut", sagt Bettina von Bihl, Mitarbeiterin im Kastanienhof. Obergrenze beim Alter sind 65 Jahre. Zurzeit arbeiten rund 30 Bereitschaftspflegefamilien für das Kinderheim. Es werden laufend neue gebraucht.

 

Kontakt für Interessenten: Internet www.kastanienhof-krefeld.de Mail: info@ kinderheim-kastanienhof.de Tel. 02151/ 507 310.

Quelle: RP

Di

24

Nov

2015

Presse: Stadtpanorama Moers 22.Nov 2015  "Familien auf Zeit" gesucht

Wenn Kleinkinder aufgrund von Notsituationen nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern bleiben können, brauchen sie "Pflegeeltern auf Zeit".

Diese werden dringend in unserer Region gesucht.

Mo

26

Okt

2015

Kastanienhof informiert: Herbstzauber 2015

Bei schönem und sonnigem Wetter startete der diesjährige Herbstzauber 2015 vom 23.-25.10. auf der Rennbahn Krefeld.

Wir waren mit unserem FBB-Team dabei und bedanken uns für den tollen Standplatz, direkt am Eingang.

Samstag sowie Sonntag waren sehr viele Besucher unterwegs und wir konnten einigen Interessenten das Thema "Pflegeeltern auf Zeit" nahe bringen,während die jungen Besucher Blumentöpfe bemalen konnten und mit begeistert aufgenommenen Gasballons den Heimweg antreten konnten.


Wir bedanken uns für das Interesse und freuen uns, wenn wir mit Ihnen weiter im Gespräch bleiben.

Ihr FBB-Team

 

 

Foto: Christian A. Kölker


Mi

21

Okt

2015

Presse: SWK EinBlick No 55 21 10 - Eltern auf Zeit


Mo

07

Sep

2015

Presse - moveo 09/10_2015 - Eltern auf Zeit: Wenn Liebe gut angelegt ist

Familiäre BereitschaftsBetreuung des Kinderheims Kastanienhof


Heimleiter Jens Lüdert
Heimleiter Jens Lüdert

Emilie lacht, als sie auf den großen Esel im Kinderzimmer zuläuft, ihre Wangen leuchten rosa und die Augen hinter der kleinen grünen Brille hüpfen aufgeregt auf und ab. „Mama Sonja, guck mal, ein Esel“, ruft die Dreijährige und strahlt von einem Ohr zum anderen. Auf den ersten Blick scheint die Szene im Kinderzimmer eine ganz normale Alltagssituation zwischen Mutter und Tochter zu sein, erst auf Nachfrage wird sich herausstellen: So ganz normal ist die Konstellation nicht, denn Emilie ist nicht Sonjas leibliche Tochter, sie lebt nur temporär im großen Wohnhaus bei „Mama Sonja“ und ihrer Familie. Die Krefelderin arbeitet als Familiäre BereitschaftsBetreuung des Kinderheims Kastanienhof.


„Es gibt Lebenssituationen, in denen die Versorgung des Kindes bei der leiblichen Familie nicht mehr gewährleistet ist", erklärt Heimleiter Jens Lüdert. „Gründe können Suchtprobleme oder psychische Erkrankungen der Eltern sein, aber auch Obdachlosigkeit oder Misshandlung. Dann muss das Jugendamt schnell reagieren und nimmt Kinder in Obhut." Bis die Zukunftsperspektive der Nachkömmlinge geklärt ist, werden diese im Idealfall in Familiären Bereitschaftsfamilien untergebracht. Seit sieben Jahren bietet der Kastanienhof nun die Bereitschaftspflege an und kann inzwischen auf fünf Mitarbeiter im Fachdienst und circa 30 FBB-Familien zurückgreifen.

„Wir erleben täglich, dass der Bedarf, Kinder in Notsituationen in einen geschützten familiären Rahmen unterzubringen, steigt", erklärt Sozialpädagogin Erika Gretschmann. „Liegt der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vor, reagiert das Jugendamt inzwischen sofort." Wurden die Unterdreijährigen früher in Säuglings- und Kleinkindgruppen im Schichtdienst untergebracht, bekommt ein in Obhut genommenes Kind heute im Kastanienhof ausschließlich in Bereitschaftspflegefamilien ein liebevolles Zuhause auf Zeit. „Die ersten drei Jahre des Lebens sind die Jahre, die uns am meisten im Hinblick auf unsere Lebensplanung prägen", beschreibt Lüdert. „In der Bereitschaftspflegefamilie bekommen die Kleinen die Liebe, die sie für eine altersgemäße Entwicklung benötigen."

Ein Raum der Begegnung: Hier ist Zeit für ruhige Zusammentreffen Fotos: Simon Erath
Ein Raum der Begegnung: Hier ist Zeit für ruhige Zusammentreffen Fotos: Simon Erath

Auch die kleine Emilie ist in der Zeit, in der sie bei Sonjas Familie lebt, durch die Liebe, mit der sie hier versorgt wird, unverkennbar aufgeblüht: Konnte die damals Eineinhalbjährige weder sprechen, noch richtig trinken oder essen, hat sie sich inzwischen in ein aufgewecktes Mädchen verwandelt, das die Herzen im Sturm erobert. „Als ich damals gemeinsam mit Bettina von Bihl vom Kastanienhof Emilie aus dem Krankenhaus abgeholt habe, war ich sprachlos“, erinnert sich die Bereitschaftspflegemutter. „Vor mir lag eine leere Hülle. Ein Kind, das auf nichts reagierte und einfach nur funktionierte, um am Leben zu bleiben.“ Mit Einfühlungsvermögen und Geduld haben Sonja und ihre Familie die kleine Emilie Schritt für Schritt in das aktive Leben begleitet und das Mädchen inzwischen auf einen altersgerechten Entwicklungsstand gebracht. Unterstützt wird Sonja dabei nicht nur von ihren beiden Kindern und ihrem Ehemann, sondern stets von den geschulten

Fachkräften des Kinderheimes. „Ich habe unsere zwei eigenen Kinder großgezogen, dennoch habe ich mit Emilie Situationen erlebt, die mir fremd waren“, sagt die 48-Jährige. Als Emilie in die Familie kam, trank sie nicht.

In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und Bettina von Bihl fand die FBBMutter heraus, dass das Mädchen ausschließlich auf Trinkpäckchen reagierte. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich Trinkpäckchen ausgekocht habe, um sie dann mit Wasser zu befüllen“, erinnert sich Sonja an die Entwöhnung. Wer FBB-Mutter oder Vater werden möchte, muss keine sozialpädagogische Ausbildung haben, umso wichtiger sind der enge Kontakt zum Fachpersonal des Kastanienhofs und die Teilnahme an Fortbildungen und Gesprächskreisen im Haus. „Hier geht es um fachliche Fragen, zum Beispiel den Umgang mit Besuchskontakten der leiblichen Eltern, aber auch um den Austausch der FBB-Familien“, erläutert Bettina von Bihl.


„Im Gesprächskreis merken die Bereitschaftspflegeeltern, dass nicht nur ihr Kind Probleme mit dem Schlafen oder der Nahrungsaufnahme hat, sondern, dass das in unseren FBB-Familien ganz alltägliche Probleme sind.“ Auch die Ablösung und die Rückführung der aufgenommenen Säuglinge

in die leibliche Familie oder in eine Dauerpflege sind ein großes Thema bei den regelmäßigen Treffen, denn eine Unterbringung in der Familiären Bereitschaftsbetreuung erfolgt immer nur auf Zeit. Gemeinsam mit der Stadt Krefeld hat der Kastanienhof ein Rückführungsmanagement entwickelt.

„Dabei bieten wir eine Klärung der weiteren Perspektive der Kinder an und begleiten die Kinder sowie die FBB-Familien bei diesem Übergang. Die Fachkräfte des Rückführungsmanagements prüfen auch, ob eine Rückführung der Kinder in das Herkunftssystem möglich ist. Uns ist es wichtig, dass für unsere Kinder zeitnah eine dauerhafte Perspektive gefunden wird“, so Jens Lüdert.

 

Erika Gretschmann
Erika Gretschmann

Auch Emilie wird Sonjas Familie bald verlassen: Eine Unterbringung bei der leiblichen Familie, so hat es das Gericht entschieden, wird nicht mehr möglich sein, Emilie kommt deshalb bald in eine Dauerpflegefamilie. Auf die Frage, ob der Abschied „Mama Sonja“ schwerfallen wird, wird ihr Gesicht ganz weich. „Natürlich werden wir trauern. Das wichtigste ist aber, dass wir wissen, dass die Kleine in Zukunft gut untergebracht sein wird“, sagt Sonja. „Ich bin dankbar dafür, dass wir Emilie ein Stück ihres Lebens begleiten und sie mit unserer Liebe für das Leben prägen konnten. Das ist das, was mich überzeugt, auch nach Emilie ein neues Kind auf Zeit in unsere Familie aufzunehmen.“


Bettina von Bihl
Bettina von Bihl

Der Kastanienhof sucht weitere Familien, die sich dieser Aufgabe gewachsen fühlen. Weitere Informationen über die Voraussetzungen

und Rahmenbedingungen finden Sie im Internet:


www.kinderheim-kastanienhof.de


Auch persönlich werden Ihre Fragen gerne beantwortet: Kastanienhof, Kaiserstraße 103a, 47800 Krefeld. Tel. 02151 507 31 0



_Ann-Katrin Roscheck


Mo

07

Sep

2015

Presse - KR One 09 2015 - KINDERHEIM KASTANIENHOF SUCHT BEREITSCHAFTSPFLEGEFAMILIEN

DER KASTANIENHOF SUCHT PFLEGEELTERN AUF ZEIT - FAMILIEN, DIE KINDER IM ALTER VON 0-3 JAHREN FÜR EINEN BEGRENZTEN ZEITRAUM BEI SICH AUFNEHMEN

Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB) ist eine besondere Form der Erziehungshilfe.

Die FBB Familie nimmt Säuglinge und Kleinkinder in krisenhaften Situationen zeitlich befristet auf, um ihnen einen Schutz- und Ruheraum zu ermöglichen.

Der Fachdienst FBB begleitet und betreut diese Familien und unterstützt sie dabei, den Reifeprozess des Kindes zu fördern, bis eine tragfähige Zukunftsperspektive gefunden wird.

Für ihre Arbeit erhält die Familie eine Aufwandsentschädigung und die komplette Kinderausstattung.

Die Zeit, die das Kind bei den Bereitschaftspflegeeltern lebt, kann zwar sehr anstrengend sein. Es ist jedoch sehr schön, zu sehen, wie sich das Kind entwickelt – ein toller Ansporn für die „Pflegeeltern auf Zeit“.

Zurzeit nehmen etwa 30 Bereitschaftspflegefamilien des Kinderheims Kastanienhofs Säuglinge und Kleinkinder bei sich auf. Jedoch steigt die Zahl der Eltern, die nicht in der Lage sind, ihre Kinder adäquat zu versorgen.

Da der Landschaftsverband versucht, Kleinkinder unter drei Jahren nicht mehr stationär unterzubringen, wird der Bedarf an Bereitschaftspflegeeltern immer größer, und der Kastanienhof sucht dringend weitere Familien, die bereit sind, ein Kind auf Zeit bei sich aufzunehmen.  //red


Wer Freude am Umgang mit Kindern hat, belastungsfähig, empathisch und flexibel und außerdem mobil und wirtschaftlich stabil ist, sollte sich nicht scheuen Kontakt aufzunehmen. Kinderheim Kastanienhof, Telefon: 02151-507310, www.kastanienhof-krefeld.de

Di

26

Mai

2015

Besuch beim Schützenfest Traar

Eine grosse Delegation des Kastanienhofes unterstützten Königin ESTA I. und König Norbert I. beim diesjährigen Schützenfest in Traar!





Das Königspaar Esta I und Norbert I sammelten wären des Schützenfestes zu Traar zugunsten des Kastanienhofs.

Heimleiter Jens Lüdert bedankte sich persönlich auf dem Schützenfest beim Königspaar.


Mo

18

Mai

2015

Kastanienhof informiert - Erfolgreiches Abschneiden beim Fussballturnier des Lions Club Krefeld

Am 16.0.2015 richtete der Lions Club Krefeld wieder sein Fußballturnier aus.

Unsere Jungs haben es nach einem dritten Platz letztes Jahr, diesmal bis ins Finale geschafft:)

Leider konnten Sie das Finale nicht gewinnen, aber allein das erreichen des Finales ist ein grosser Erfolg - Riesen Kompliment - und nach Platz Drei letztes Jahr, Platz Zwei in diesem Jahr, wissen wir ja wo der Weg nächstes Jahr hinführt!

Wir sind sehr stolz auf euch.

Vielen Dank vor allem an dem Organisator , Lions Club krefeld' und Herrn Ellinghoven, dass wir jedes Jahr eingeladen werden.

Danke auch an unseren Trainer und erlebnispädagogen Florian Kümpel für seinen unermüdlichen Einsatz .



Mi

15

Apr

2015

Presse Sportpark Kurier 01/2015 - Kinderheim Kastanienhof sucht Pflegeeltern auf Zeit

 Kooperationspartner...                                                                                                                                                                                      von Bettina von Bihl

Der Kastanienhof sucht Familien, die Kinder im Alter von 0-3 Jahren für einen begrenzten Zeitraum bei sich aufnehmen. Die Zeit, die das Kind bei den Bereitschaftspflegeeltern lebt, kann zwar sehr anstrengend sein – aber zu sehen wie gut sich das Kind entwickelt, empfinden die Bereitschaftseltern als sehr schön und ist für sie Ansporn genug weiter als „Pflegeeltern auf Zeit“ zu arbeiten. Ein Grund hierfür ist sicherlich die ständige Weiterentwicklung der Inhalte und der Organisation.

Wenn sich herausstellt, dass die leiblichen Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind und das Wohl eines Kindes gefährdet ist, wendet sich das Jugendamt an den Kastanienhof. Ein Kind unter drei Jahren sollte jedoch möglichst nicht stationär untergebracht werden, da in einem Kinderheim im Schichtdienst gearbeitet wird und es somit für Kleinkinder schlecht möglich ist, Bindungen aufzubauen.


Der Kastanienhof unterhält einen Fachdienst Familiäre Bereitschaftsbetreuung. Dieser vermittelt Kinder unter drei Jahren in Bereitschaftspflegefamilien, die vom Fachdienst intensiv betreut werden. Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB) ist eine besondere Form der Jugendhilfe.

v. l.: Sarah Haurand, Carolin Budweg, Bettina von Bihl, Erika Gretschmann und Elke Weegen-Schmidt
v. l.: Sarah Haurand, Carolin Budweg, Bettina von Bihl, Erika Gretschmann und Elke Weegen-Schmidt

Die FBB Familien stellen ihren persönlichen und ihren privaten Lebensraum zur Verfügung, um ein „fremdes“ Kind bei sich aufzunehmen. Die Säuglinge und Kleinkinder erfahren bei ihnen Geborgenheit, medizinische Versorgung und einen strukturierten Tagesablauf. Die Bereitschaftspflegefamilien geben dem Kind während dieser Zeit den nötigen Schutz und Ruheraum und geben den Kindern dadurch die Möglichkeit sich emotional zu stabilisieren.


Den Kindern werden ein- bis zweimal wöchentlich Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern ermöglicht. Diese Kontakte finden ausschließlich in den Räumen des Kastanienhofs statt - die Bereitschaftspflegefamilien sind anonymisiert gegenüber den Herkunftsfamilien, um auch deren Privatsphäre zu schützen.


Der Fachdienst der familiären Bereitschaftsbetreuung kümmert sich während der gesamten Zeit um alle Beteiligten. Der Bedarf solcher Bereitschaftspflegefamilien wird immer größer.

Aufgrund dieser Situation sucht der Kastanienhof dringend weitere Familien, die sich bereit erklären ein Kind für einen befristeten Zeitraum bei sich aufzunehmen. In dieser Zeit wird die weitere Perspektive des Kindes geklärt: „Kann das Kind wieder zurück zu den leiblichen Eltern oder muss es zu einer Dauerpflegefamilie wechseln?“ Die Perspektivklärung des Kindes kann sich über einige Wochen bzw. Monate erstrecken.


Die Bereitschaftspflegefamilien werden während der ganzen Zeit intensiv vom Fachdienst des Kastanienhofs unterstützt. Es finden regelmäßig begleitende Gespräche mit den pädagogischen Fachkräften, Fortbildungen, sowie Treffen mit anderen Pflegefamilien statt. Eine Aufwandsentschädigung wird gezahlt und eine komplette Kinderausstattung gestellt.


Familien oder Ehepaare, die sich für die Aufgabe einer Bereitschaftspflege interessieren, können für weitere Informationen gerne Kontakt unter der Telefonnummer 02151-507310 oder über die E-Mail info@kinderheim-kastanienhof.de aufnehmen.


Di

07

Apr

2015

Presse WZ 02.04.2015 - Kastanienhof Kinder klettern ohne Furcht

Die Organisatoren des Gesundheitslaufs begutachten das neue Klettergerüst im Kastanienhof. Foto: Dirk Jochmann
Die Organisatoren des Gesundheitslaufs begutachten das neue Klettergerüst im Kastanienhof. Foto: Dirk Jochmann

Der Erlös aus dem 5. Krefelder Gesundheitslauf kommt dem Kastanienhof zugute.

Krefeld. Wagemutig turnen Maurice und Laura auf den Balken der neuen Kletteranlage auf dem Gelände des Kinderheims Kastanienhof herum. Gesichert werden die beiden Kletterer jeweils von vier weiteren Kindern. „Es geht bis zu zehn Meter in die Höhe. Für die Kinder geht es neben dem Kletterspaß hier an der Anlage vor allem um Vertrauen und gegenseitige Verantwortung“, sagt Erlebnispädagoge Florian Kümpel.

Verantwortung haben auch die Organisatoren des Krefelder Gesundheitslaufs übernommen, die durch die Erlöse der 5. Auflage der Laufveranstaltung die Installation der Kletteranlage erst möglich gemacht haben. 8001 Euro waren bei der Wohltätigkeitsveranstaltung im vergangenen Frühjahr zusammengekommen.


Die Veranstalter wollen 2015 die 1000-Teilnehmer–Marke knacken


„Nachdem wir bereits in den Vorjahren Bewegungsprojekte in Kindergärten gefördert haben, freuen wir uns, dass wir dieses Jahr dem Kinderheim Kastanienhof einen Wunsch erfüllen konnten“, sagt Walter Singer, der Helios-Regionalgeschäftsführer Rheinland.


Zusammen mit dem Radiosender Welle Niederrhein und der AOK veranstaltet das Krefelder Helios-Klinikum seit 2009 den Krefelder Firmen- und Gesundheitslauf. 718 Läuferinnen und Läufer nahmen 2014 an der Veranstaltung teil, die am 3. Mai dieses Jahres bereits zum sechsten Mal stattfinden wird.


„Wir hoffen, dass wir dieses Jahr die Marke von 1000 Teilnehmern knacken“, sagt Markus Wöhrl, der Chefredakteur von Welle Niederrhein. Das dann gesammelte Geld wird der Krefelder Flüchtlingshilfe zugutekommen. „Für die rund 600 Flüchtlingskinder gibt es im Bereich Sport im Verein noch viele unsichtbare Barrieren. Wir würden gerne einen Beitrag dazu leisten, die Strukturen der Krefelder Flüchtlingshilfe in Bezug auf das Sportangebot für Kinder zu unterstützen“, sagt Singer.


Im Kastanienhof hat das schon einmal gut funktioniert. „Wir bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Spendenlaufs und freuen uns bereits auf die Installation der zweiten Anlage“, sagt Jens Lüdert, Heimleiter des Kastanienhofs. Im Juni spätestens soll im Garten ein Niedrigseilparcours entstehen, der ebenfalls aus den Spenden des Laufs finanziert wurde.

So

05

Apr

2015

Kastanienhof auf der Gartenwelt in Krefeld

v.l.: Erika Gretschmann, Sarah Haurand und Carolin Budweg
v.l.: Erika Gretschmann, Sarah Haurand und Carolin Budweg

Unser Fachbereichsteam der Familiären Bereitschaftsbetreuung FBB trotzte vom 27. - 29.03.15 auf der Krefelder Gartenwelt der Witterung und informierte alle Interessenten über das Thema FBB.


Wir bedanken uns an der Stelle auch nochmals bei Herrn Reno Müller(Veranstalter), der unser Anliegen Familien zu finden, welche sich im Bereich der Familiären Bereitschaftsbetreuung engagieren möchten, mit unterstützt.



Sa

04

Apr

2015

Presse WZ , 31.03.2015 - Sportpark-Mobil weckt Spiellust

KINDER Wenn der Wagen von Bayer 05 auf den Hof rollt, sind Fernsehen und Konsolen vergessen. Dann wollen sich alle bewegen.

Von Sebastian Paschold

Was ist nur aus der Jugend geworden? Kinder hängen nur noch vor dem Fernseher ab oder sind den ganzen Tag mit ihrem Smartphone beschäftigt. Soweit die Vorurteile. Am Freitagnachmittag bietet sich im Innenhof des Kinderheims Kastanienhof trotz ungemütlicher Witterung ein ganz anderes Bild. Auf einem kleinen Fußballfeld wird gekickt, auf einem Slalomkurs wird das Laufen mit Stelzen geübt und in der Mitte des Platzes wird ein buntes Schwungtuch durch die Luft geschleudert.

Erst zum dritten Mal macht das Sportpark-Mobil an der Kaiserstraße halt, aber es ist auf einen Blick klar: Das Bewegungsangebot des sc Bayer 05 Uerdingen kommt auch dort gut an. Darüber freut sich auch Erzieherin Astrid Schöttker. "Nach der Schule dürfen die Kinder mit der Konsole spielen. Wenn wir sie aber darauf aufmerksam machen, dass die Leute vom Sport-Park-Mobil da sind, wollen sie nur noch schnell raus", sagt sie. 

"Es hat sich generell sehr gut entwickelt. Mittlerweile kennen uns viele Kinder und reißen uns die Sachen förmlich aus der Hand, sobald wir den Anhänger aufgeklappt haben", sagt Jenny Rauh. Sie macht ein Freiwilliges Sozialesjahr (FSJ) bei dem Sportverein und hilft dabei, das Mitte vergangenen Jahres gestartete Angebot durchzuführen.

 

Im Anhänger hat das Team jede Menge Spielgeräte dabei

Die Idee des Sportpark-Mobils ist einfach. Ein Team des Sportvereins fährt mit einem Anhänger voller Geräte, die zur Bewegung animieren, hauptsächlich Schulen zur Pausenzeit an und gibt Bälle, Rollbretter, Hockey-Schläger und weitere Sportutensilien an die Schüler aus. Neuerdings begleiten auch Sportlehrer das Team der mobilen Ausleihe. Michael Kühne ist damit beschäftigt das große bunte Schwungtuch zusammen mit einigen Kindern in Bewegung zu halten. "Im Unterricht hat man Vorgaben und muss zielgerichtet auf die Notenvergabe hinarbeiten. Beim Sportpark-Mobil wollen wir ohne Druck oder Zwang den Spaß an der Bewegung vermitteln", sagt der Sportlehrer.

'Das hat auch Lotanna erkannt. Der Neunjährige ist in ständiger Bewegung. Kreuz und quer läuft er über den Platz und jagt einem Ball hinterher. "Ich finde es toll, dass man sich aussuchen kann, was man spielen wilL Am liebsten spiele ich Fußball", sagt er, bevor er zum nächsten Schuss ansetzt. Die zehnjährige Joana lässt es

langsamer angehen. Sie spielt gerne Federball, dafür ist es aber zu windig. Stattdessen versucht sie, mit dem Pedalo zu fahren. "Es macht auch spaß, mal andere Sachen auszuprobieren", sagt sie.

Alle zwei Wochen dürfen sich die Kinder vom Kastanienhof auf das Sportpark-Mobil freuen. Seit März ist der Anhänger mit den Sportgeräten jeden Tag unterwegs und macht auch an drei Grundschulen halt. "An der Gebrüder Grimm Schule wurde extra die erste große Pause verlängert, weil die Schüler so begeistert sind", sagt Tim Meierkamp. der ebenfalls ein FSJ beim Sportclub macht. Auch bei den Kindern des Kastanienhofs scheint die Freude an der Bewegung kein Ende zu finden. Da müssen die Videospiele noch warten.

Di

31

Mär

2015

Bockum life 02/26.03.2015 - Bereitschaftseltern gesucht!

Jens Lüdert, Leiter des Kastanienhofes verdeutlicht eindringlich die Notwendigkeit dieses sensiblen Fachbereichs innerhalb der Institution des Kinderheimes an der Kaiserstraße.

 

Gesucht werden Eltern, die die zeitlich begrenzte Pflegeverantwortung für Kleinkinder von 0-3 Jahren übernehmen. Dabei steht das Kindeswohl im Mittelpunkt des Engagements. Ursache und Grund sind die fehlenden häuslichen Rahmenbedingungen, die es erforderlich machen, diesen Kindern kurzzeitig eine kindgerechte Unterbringung und Pflege zu geben bis eine Reintegration in den alten Familienverbund wieder möglich ist.


Aber bis dahin ist es oft ein weiter Weg. Gesucht werden deshalb verstärkt Eltern auf Zeit. Hohe soziale Kompetenz und die Bereitschaft sich mit Liebe und Einfühlungsvermögen dieser Aufgabe zu stellen, ist wesentliche Voraussetzung. „Erforderliche Rahmenbedingungen und Eignung besprechen wir mit den sich interessierenden „Ersatzeltern“ intensivst. Dabei hat hohe Vertraulichkeit oberste Priorität“, umschreibt Lüdert die Auswahlgespräche. Bei Eignung ist ein besonders geschultes Bereitschaftsbetreuungsteam dann ständigerAnsprechpartner und Hilfestellung für die Alltagssituation. Über die Aufgaben aber auch Aufwandsentschädigung würde das Team gerne mit neuen Familien ins Gespräch kommen. Über 25 Pflegefamilien konnte man bereits gewinnen aber der tatsächliche Bedarf ist weitaus größer. Deshalb freuen sich Lüdert und sein Team auf ernst gemeinte Bewerbungen für diese immer wichtiger werdende Aufgabe in unserer Gesellschaft.

 

Kontakt: 02151 50731-0 oder www.kinderheim-kastanienhof.de

Mi

18

Mär

2015

Evonik Intranet - Bücher für kleine Leseratten

Silke Lux vom Intellectual Property Management übergab die Kinderbücher an Esta Wolff (l.) und Jens Lüdert.
Silke Lux vom Intellectual Property Management übergab die Kinderbücher an Esta Wolff (l.) und Jens Lüdert.

Das Sams, Hexe Lilli, Fünf Freunde und viele Kinderbücher mehr spendete der Evonik-Standort Krefeld dem Kinderheim Kastanienhof. „Sie bilden den Grundstock für den Aufbau unserer eigenen Kinderbibliothek. Herzlichen Dank dafür“, sagte Heimleiter Jens Lüdert bei der Übergabe.


Rund 150 Kinderbücher sind in den Besitz des Kinderheims Kastanienhofs übergegangen. „Wir freuen uns sehr über die Spende von Evonik“, bedankte sich auch Esta Wolff, Vorsitzende des Kinderheim-Trägervereins. Gemeinsam mit den Kindern soll nun die Bibliothek aufgebaut und eingerichtet werden. „Wir haben bei uns ein Kinderparlament, das mitbestimmt und alle Entscheidungen mitverantwortet“, erzählt Lüdert. Lesen sei für die Entwicklung enorm wichtig und forciere die eigenen Fähigkeiten. In Zeiten von PCs, I-pads und Spielkonsolen sei es unabdingbar, die Lust am Lesen zu fördern und die Kleinen für Bücher zu begeistern. Die Kinder sollen nun selbst entscheiden, wie die Bücher einsortiert werden sollen und nach welchen Kriterien sie gesucht werden können.


Do

12

Mär

2015

Der Kastanienhof bedankt sich für aufregende und spannende Stunden beim Spiel KEV - Wolfsburg!

Um14.30 Uhr kreuzten die beiden Ligakonkurrenten Krefeld Pinguine und Grizzly Adams Wolfsburg im Kampf um die begehrten Playoffplatzierungen im letzten Hauptrundenspiel ihre Schläger.

Ein aufregender und spannender Nachmittag erwartete uns auf Einladung von Rainer Matzkus Geschäftsführer des  Bauunternehmens Gebr. Kickartz beim Spiel KEV gegen Wolfsburg.

Herr Carsten Liedtke, Vorstand des SWK Krefeld, sorgte für einen reibungslose Hin- und Rückfahrt. Angekommen ermöglichte der ehemalige Geschäftsführer der Krefeld Pinguine, Herr Robert Haake, einen Blick hinter die Kulissen des Königspalast.

Wir möchten uns für die tolle Organisation und Betreuung bei allen herzlich bedanken!

Mi

11

Mär

2015

Der Kastanienhof informiert - Neue Kooperation mit dem Bayer Sportpark Mobil!

14 tägig besucht uns das Sportpark Mobil Team und bietet ein umfangreiches Angebot unsere Kinder und Jugendliche für Bewegung und Sport zu begeistern.


Umfangreiche Informationen finden Sie auch auf der Homepage des SC Bayer 05.

Fr

27

Feb

2015

KEV online - Kinderheim Kastanienhof besucht die Krefeld Pinguine beim letzten Hauptrundenspiel

Donnerstag, den 26. Februar 2015 um 09:40 Uhr

Am Sonntag um 14.30 Uhr kreuzen die beiden Ligakonkurrenten Krefeld Pinguine und Grizzly Adams Wolfsburg im Kampf um die begehrten Playoffplatzierungen im letzten Hauptrundenspiel ihre Schläger.