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Kinderheim Kastanienhof, Kaiserstr. 103a, Krefeld
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Kastanienhof informiert: Stadt Krefeld sucht Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Stadt Krefeld sucht dringend Gastfamilien, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei sich aufnehmen. Bei einer Veranstaltung des Fachbereichs Jugendhilfe und des Kinderheims Kastanienhof informierten sich über 40 Bürger über die Voraussetzungen, die Gasteltern mitbringen sollten. Sie erhielten Auskunft über ihre Rolle und Aufgabe, über den Anspruch auf Schulung, Beratung und Vergütung sowie über das Verfahren der Eignungsfeststellung. Der Fachdienst des Kastanienhofs hat die Aufgabe übernommen, Gastfamilien zu finden, da die Mitarbeiter bereits Erfahrung in der Vermittlung von Pflegefamilien haben. „Hierbei befinden wir uns in enger Abstimmung mit verschiedenen Krefelder Sozialdiensten und auch dem Pflegekinderdienst der Stadt", sagte Jens Lüdert, Leiter des Kinderheims Kastanienhof.

Das Team vom Kinderheim Kastanienhof kümmert sich in Abstimmung mit dem Fachbereich Jugendhilfe um die Vermittlung von UMAs an Gastfamilien. (von links) Sarah Haurand, Carolin Budweg, Leiter Jens Lüdert, Elke Wegen-Schmidt, Erika Gretschmann, Jutta Ferlings, Bettina van Bihl und Gerhard Ackermann, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe. Foto: Kastanienhof

„Mit der großen Flüchtlingswelle kommen vermehrt Minderjährige ohne familiäre Begleitung nach Deutschland, vorwiegend junge Männer zwischen 13 und 17", erklärte Gerhard Ackermann, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe. „Die neue Gesetzeslage sieht vor, dass die unbegleiteten Minderjährigen vom örtlichen Jugendamt in Obhut genommen werden", so Ackermann. Die Zuweisung der sogenannten UMAs (unbegleitete minderjährige Ausländer) auf die Städte erfolgt vom Land Nordrhein-Westfalen nach der Einwohnerzahl. Für Krefeld bedeutet dies die Aufnahme von 165 bis 175 UMAs. Derzeit befinden sich 163 UMAs in der Obhut des städtischen Fachbereichs Jugendhilfe. „Wir konnten bereits 75 Jugendliche unterbringen, für über 80 suchen wir noch Plätze, da die Kapazitäten der Krefelder Kinderheime ausgeschöpft sind", stellte Ackermann fest. Bislang sind etliche der jugendlichen Migranten in einem Hotel untergebracht. „Wie allen anderen elternlosen Kindern möchten wir jedoch auch den jungen Flüchtlingen die Möglichkeit von Sicherheit und Unterstützung innerhalb eines familiären Umfeldes bieten und suchen deshalb Gasteltern", führte Ackermann weiter aus.

Über ein sogenanntes „Clearing-Verfahren" stellt der Fachbereich Jugendhilfe zunächst fest, welche Jugendliche für den Aufenthalt in einer Gastfamilie in Frage kommen. Interessierte Gasteltern können sich beim Fachdienst des Kinderheimes Kastanienhof erst einmal telefonisch beraten lassen und erhalten anschließend Bewerberunterlagen. In weiteren Gesprächen und einem Hausbesuch entscheidet der Fachdienst dann über die Eignung der Gastfamilie. Die Vermittlung eines unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen geschieht letztlich ebenfalls in mehreren Phasen: vom Bericht des Fachdienstes über ein persönliches Treffen der Familie mit dem Jugendlichen bis hin zur Aufnahme. „Wichtig ist, dass die Chemie stimmt", sagt Jens Lüdert, die Unterbringung in der Gastfamilie ergibt nur Sinn, wenn beide Seiten sich vorstellen können, zusammenzuleben".

Interessierte Gastfamilien können sich mit dem Kinderheim Kastanienhof in Verbindung setzen unter Telefon 0 21 51 / 50 73 10 oder online.

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