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Kinderheim Kastanienhof, Kaiserstr. 103a, Krefeld
Telefon: (+49) 02151 507 31 0, mail: info@kinderheim-kastanienhof.de

Presse - RP vom 13.02.2015 - Prinzenpaar bei Kastanienhof- Kindern

Eine ausgelassene und fröhlich-laute Karnevalsstimmung erlebte das Krefelder Prinzenpaar Heribert ii und Christina i. bei seinem Besuch im Kinderheim Kastanienhof. Tanz und Gesang führten Alt und Jung schnell zusammen.

VON OTMAR SPOTHEN

BOCKUM Durch die gläserne Eingangsfront des Kinderheims Kastanienhof dringt das laut und begeistert gesungene Karnevaislied von der Karawane, die weiterzieht. In

beinahe endloser Polonaise sieht man kleine und große Prinzessinnen, Piraten, Cowboys, .Clowns, Feen, Matrosen, Bienen, Men in Black und Zauberer vorbeiziehen.

Wer sich anschließt, landet in dem großen Tagesraum des Kinderheims.

Die Wände sind bunt dekoriert. Auf den mit bunteri Luftschlangen dekorierten Tischen stehen kleine Schalen mit Naschwerk, von denen immer wieder flinke Kin-

derhände Nachschub nehmen. Fröhlich und ausgelassen feiern die 80 Jungen und Mädchen des Kinderheims im Alter zwischen zwei und siebzehn Jahren ihren Karne-

val. Begeistert singen sie mit, was die Lautsprecher vorgeben.

Die Kinder vom Kastanienhof leben in familienähnlich organisierten Wohngruppen zu neun Kindern und jeweils vier Erziehern zusammen. "Seit 32 Jahren organisieren

wir schon unseren Heimkarneval", sagt der stellvertretende Heimleiter Raimund Haider. "Der Besuch des Prinzenpaares stellt einen Höhepunkt dar."

Vor Jahren organisierte die Einrichtung noch einen Mottokarneval, aber inzwischen hat sich das individuelle Kostüm durchgesetzt, das die Kinder aus einem mit den Jahren gewachsenen Fundus nach eigenen Wünschen zusammenstellen. Dann kündigt sich der hohe Besuch an. Die Musik wechselt und Adjutanten und Ministerziehen ein, dahinter Prinz Heribert 11. und Prinzessin Christina 1. Der Kontrast könnte kaum größer sein: Der streng uniformierte Besuch steht noch ein wenig fremdelnd vor einer bunt-begeisterten Schar jecker Kinder. Jetzt kommt es auf den Prinzen an. Auf seinen ersten Helau-Ruf dröhnt die laute Antwort. Das macht Mut, denn solch unbefangene Helau -Rufe schallen dem Prinzen nicht auf jeder Sitzung entgegen. "Was macht ihr denn am Rosenmontag?", fragt Prinz Heribert, "Den Zug gucken", ist die einhellige Antwort. Nachdem der Prinz seine Begleitung vorgestellt hat, können die Kinder aus einer mitgebrachten . großen Kiste Bücher und Spiele entnehmen. "Könnt ihr auch singen?", fragt der Prinz. Die Antwort ist ein gellendes Ja. "Dann versucht mal, zusammen mit der Prinzessin zu singen", fordert Heribert auf. DasPrinzenpaar nimmt ein paar von den Kleinen bei der Hand, die Prinzeneskorte beginnt zu schunkeln und Prinzessin Christina stimmt das diesjährige Sessionslied an, des-sen Rhythmus bald auf die übrigen Kinder übergreift und den Raum zum Schwingen bringt. Währenddessen hat Heribert seine Prinzenmütze gegen die Baseballkappe ei-nes Jungen getauscht. Einer Erzieherin, die Geburtstag hat, überreicht das Prinzenpaar seinen Orden. Esta WoIff, die Vorsitzende des Trägervereins des Heims, bedankt sich für den Besuch, dann erfolgt der Auszug der Gäste.Draußen zeigt sich das Prinzenpaar beeindruckt von der fröhlichen Stimmung im Kastanienhof. "Hier haben wir eine unverfälschte Fröhlichkeit erlebt", sagt Prinz Heribert. "Bei meiner Arbeit im Ordnungsamt habe ich öfter mit Zuführungen von Kindern zu tun gehabt. Jetzt einmal einen privaten Besuch im Kastanienhof machen zu können, war mir ein besonderes Anliegen."Die siebenjährige Valkina hat den Prinzen in ihr Herz geschlossen. Sie ist ihm nach draußen gefolgt und schmückt ihn mit einer Luftschlange. Dann guckt sie mit großer Augen zu ihm auf. Prinzessin Christina ist angetan von dem Besuch im Kinderheim: "Ich bin gerne mit Kindem zusammen. Diese unbefangene Stimmung nehme ich mit."

Esta Wolff trägt noch einen Wunsch nach. Der Kontakt gerade der jüngeren Kinder zu ihren Eltern soll nicht abreißen, denn die I<Inder sollen nach Möglichkeit dorthin wieder zurück. Deshalb legt das Heim Wert auf lebendige Kontakte zwischen allen Beteiligten, den Kindern, den Bereitschaftspflegefamilien und den leiblichen Eltern.

Für wöchentlich 56 derartige Besucherkontakte stehen nur fünf Bestsucherzimmer zur Verfügung.  ,,Davon brauchen wir für die sehr privaten Kontaktgespräche dringend mehr", erklärt die Vorsitzende.

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für Kinder-und Altenfürsorge

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